Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes (Vila Real)*
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in
Portugal: die Bestandsverzeichnisse von Balbi (1822)
und Gomes de Moura (1823)1
1 Einleitung
Zu einer Zeit, in der die Geisteswissenschaften sich gegenüber den
üblicherweise als 'nützlicher' empfundenen Naturwissenschaften,
Wirtschaftswissenschaften, Rechtswissenschaften oder anderen Wissenschaften im Niedergang befinden, sollte dem Aufkommen einer in
formaler Hinsicht relativ 'jungen' linguistischen Disziplin, die sprachliche,
historische und kulturelle Eigenschaften in sich vereint nicht mit
Befremden begegnet werden, sondern vielmehr mit Interesse, da diese
sowohl der synchronen wie auch der diachronen Forschung eine andere
Perspektive verleiht, nämlich das Verständnis, wie früher sprachliche
Sachverhalte zu erklären versucht worden sind.
Die portugiesische Sprachwissenschaftsgeschichte (als linguistische
Disziplin, die sich in historiographischer Hinsicht den in Portugal und
seinen ehemaligen Kolonien veröffentlichten metasprachlichen Werken
widmet), mag wohl unabhängig sein, ist aber in methodologischer
Hinsicht den anderen sprachwissenschaftlichen Disziplinen verbunden.
Im Gegensatz zu diesen ist jedoch zu beobachten, dass die portugiesische
Sprachwissenschaftsgeschichte selbst nur über eine sehr geringe
Erinnerung an ihre eigene Geschichte und die Hintergründe ihrer
Entstehung verfügt, die zur Gründung der Disziplin beitrugen, so wie
diese heute festzustellen ist.
*
Forscher des Centro de Estudos em Letras (CEL) der Universidade de Trás-os-Montes e
Alto Douro (UTAD), finanziert durch die Fundação para a Ciência e a Tecnologia (FCT).
1
Teile dieses Beitrags wurden bereits in portugiesischer Sprache vom erstunterzeichneten Verfasser veröffentlicht (Kemmler 2009). Die vorliegende deutsche Ausgabe
enthält jedoch neben einer gründlichen Überarbeitung eine große Anzahl zuvor nicht
veröffentlichter Textbestandteile, die vorrangig dokumentarischen Zwecken dient.
Rolf Kemmler / Barbara Schäfer-Prieß / Roger Schöntag (Hrsg.):
Lusofone SprachWissenschaftsGeschichte II,
Tübingen: Calepinus Verlag, 2015.
ISBN 978-3-9810911-5-1, S. 103-165.
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Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Wenn die beträchtliche Menge an monographischen Publikationen
und wissenschaftlichen Einzelbeiträgen wohl mit Recht erlauben, die
Lissabonner Forscherin Maria Leonor Carvalhão Buescu (1932-1999)
als 'Mutter' der 'portugiesischen Sprachgeschichte' moderner Prägung
anzusehen, kann von einer alleinigen Gründereigenschaft keine Rede
sein. Tatsächlich gab es schon zuvor etliche Autoren, die schon vor
Buescu in unterschiedlichem Umfang historische Aspekte der
portugiesischen und lateinisch-portugiesischen metasprachlichen Werke
zu beschreiben suchten. Allen voran ist in diesem Zusammenhang der
Philologe José Leite de Vasconcelos (1858-1941) zu nennen, der bereits
1888 eine sprachhistoriographische Skizze veröffentlichte, die 1929 im
vierten Band seiner Artikelsammlung Opúsculos (1929) in einer
überarbeiteten Version nochmals erschien.2
Es ist jedoch festzustellen, dass Wurzeln der historiographischen
Aufzeichnungen über die Sprachwissenschaft in Portugal deutlich vor
dem Ende des 19. bzw. der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts anzusiedeln
sind. So lässt sich schon in den recht ausführlichen einführenden
Bemerkungen zur portugiesischen Lateingrammatik von Figueiredo
(11752/1753) sowie den portugiesischen Grammatiken von Lobato
(11770) und Soares Barbosa (11822) eine gewisse Sorge um die Darstellung der epistemologischen Tradition beobachten. Allerdings dienten
die einleitenden historiographischen Informationen ganz offensichtlich
vorrangig zur Verortung der grammatisch-didaktischen Vorstellungen der
jeweiligen Grammatiker im Spiegel der historischen oder
zeitgenössischen Tradition.
Darüber hinaus ist ab dem Kapitel «Dictionnaires, grammaires et
langues étrangères», das zum zweiten Teil des «Appendix à la géographie
littéraire» des zweiten Bands des Essai statistique sur le royaume de
2
Wie Vasconcelos (1929: 838) selbst angibt, handelt es sich um eine Wiederauflage
«[...] com algumas alterações e acrescentos [...]» eines Artikels, den der Verfasser im
Jahr 1888 in der Lissabonner Tageszeitung Correio da Noite veröffentlicht hatte.
Erwähnter Zeitungsbeitrag erschien im selben Jahr «[...] mais correcto e aumentado
[...]» (Vasconcelos 1929: 838) in Form eines kleinen Büchleins im Umfang von 56
Seiten. Wenngleich, wie Laborda Gil (2009) zu Recht feststellt, der Däne Vilhelm
Ludvig Peter Thomsen (1842-1927) mit seinem 87 Seiten umfassenden Büchlein
Sprogvidenskabens historie (1902) als Vorreiter der wissenschaftlich betriebenen
Geschichte der europäischen Sprachwissenschaft seit der klassischen Antike
betrachtet werden kann, scheinen uns die historiographischen Bemühungen
portugiesischer Autoren nicht weniger Aufmerksamkeit zu verdienen.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
105
Portugal (1822) des Italieners Adriano Balbi (1782-1848) gehört, eine Zunahme der Beschäftigung mit der Beschreibung metalinguistischer Werke
festzustellen (wenngleich auch zumeist in bibliographischer Hinsicht).
Weitaus ausführlicher ist die im Kapitel XXIII der Noticia Succinta
dos Monumentos da Lingua Latina, e dos subsidios necessarios para o
estudo da mesma (Moura 1823: 332-363) enthaltene Darstellung, die von
José Vicente Gomes de Moura (1769-1854), dem einstmaligen Professor
für griechische Sprache am Real Colégio das Artes der Universität ausgearbeitet wurde. Diese Beschreibung berichtet nicht nur über die
Ursprünge und die Entwicklung der lateinischen Grammatikographie als
Grundlage der portugiesischen Grammatiktradition, sondern widmet sich
zudem ausführlich der Entwicklung der portugiesischen Grammatiktradition, wobei der Verfasser vielfach intime Kenntnis der erwähnten
Werke zeigt. Zusätzlich lässt Moura ebenso fundierte Kenntnisse der
zeitgenössischen textlinguistischen Veröffentlichungen erkennen, die er
den Lehrern für Latein und Portugiesisch im Kapitel XXV nahelegt
(«Methodo de ensinar os principios da grammatica geral, os rudimentos da
grammatica latina, a construcção dos auctores, a lingua portugueza com a
latina, e a composição do latim»; Moura 1823: 389; vgl. Kemmler 2010).
Mit dem Ziel, einen besseren Einblick in die Anfäge der Sprachwissenschaftsgeschichtsforschung in Portugal zu gewinnen, werden wir
uns im Folgenden ausführlich mit den in sprachwissenschaftsgeschichtlicher Hinsicht relevanten Teilen der Bestandsverzeichnisse von
Adriano Balbi und José Vicente Gomes de Moura beschäftigen, indem
wir die entsprechenden Texte in Zitatform vorstellen und auf deren Inhalt
bzw. historische Relevanz eingehen.
2 Adriano Balbi und der Appendix à la Géographie Littéraire
Da es sich vorrangig um eine Zusammenstellung von bibliographischen Angaben handelt, kommt dem die letzten 386 Seiten des
zweiten Bandes des geographischen Werks von Adriano Balbi
umfassenden Appendix à la Géographie Littéraire eine besondere
Rolle für die Sprachwissenschaftsgeschichte als linguistische Disziplin
zu, da der Verfasser offensichtlich Wert auf die Erwähnung der
zeitgenössischen metalinguistischen Werke legt.
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Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
2.1 Adriano Balbi (1782-1848)
Der Venezianer Adriano Balbi3 wurde am 25. April 1782 in der Stadt
Venedig als Sohn einer angesehenen Familie dieser Stadt geboren. Nach
kurzer Laufbahn als Soldat in der französischen Armee unterrichtete er ab
1807 die Fächer Mathematik und Französisch. Nachdem er um dieselbe Zeit
durch den späteren Papst Gregor XVI4 zum Selbststudium der Geographie
und Statistik angeregt worden war, erschien kurz darauf sein erstes Werk
Prospetto politico-geografico dello stato attuale del globo sopra un nuovo
piano (Balbi 1808), das dem Bereich der Humangeographie zuzuordnen ist.
Als Lehrer für Physik am Gymnasium von Fermo seit 1811 kehrte er im
Jahr 1815 wieder ins heimatliche Venedig zurück. Aus portugiesischer Sicht
ist von großem Interesse, dass der Geograph sich hier in den Jahren 1819
und 1820 aufhielt und mit vielerlei Zeitgenossen des Lands im Kontakt
stand. Dies erlaubte ihm, sein bereits erwähntes Werk auf der Grundlage der
vor Ort erlangten direkten Kenntnis zu schreiben.
Nach seinem Aufenthalt in Portugal lebte Balbi mit seiner
französischen Frau bis zum Jahr 1835 in Paris. Nach weiteren fünf Jahren
des Auslandsaufenthalts am Wiener Hof, kehrte Balbi nach Italien zurück,
zuerst nach Mailand und 1846 schließlich zurück in seine Heimatstadt
Venedig, wo er am 13. März 1848 starb.
Adriano Balbi veröffentlichte unter anderem die humangeographische
Abhandlung Essai statistique sur le royaume de Portugal et d'Algarve
(Paris, 1822) und die Variétés politico-statistiques sur la monarchie
portugaise (Paris, 1822). Aus dem Blickwinkel der Geographie sind
insbesondere die Introduction à l'atlas ethnographique du globe (Paris,
1826), sowie sein bei Weitem verbreitetstes Werk Abrégé de géographie:
rédigé sur un nouveau plan, d'après les derniers traités de paix et les
découvertes les plus récentes (Paris, 1833) zu nennen. Da der Verfasser
die meiste seiner Werke in Französischer Sprache schrieb und diese mit
dem französisierten Namen 'Adrien Balbi' unterzeichnete, ist es kaum
verwunderlich, dass Balbi in der Forschungsliteratur oft für einen
Franzosen gehalten wird.
3
Die biographischen Angaben entstammen dem Nationalbiographieeintrag von Gliozzi
(s.d.). Für den vollständigen Wortlaut verweisen wir auf den Artikel von Mario
Gliozzi (1899-1977) im Dizionario Biografico degli Italiani.
4
Geboren als Bartolomeo Alberto Cappellari (1765-1846, Papst seit 1831).
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
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2.2 Die lateinisch-portugiesische Grammatikographie in Balbis Werk
Die beiden Bände von Adriano Balbis Essai statistique sur le royaume de
Portugal et d'Algarve sind recht umfassend (der 1 Band mit lij + 480
Seiten, der 2. Band mit [II] + 272 + ccclxviij Seiten). Der Anhang mit
dem Titel «Appendix à la géographie littéraire» ist auf den letzten 368
Seiten in römischer Paginierung enthalten.5
Nach einem ersten Teil, der der Wiedergabe einiger Mustertexte in
Gedicht- und in Prosaform enthält (Balbi 1822, II: [j]-xiij), besteht der
zweite Teil mit dem Titel «Coup-d'œil sur l'état actuel des sciences et des
arts parmi les Portugais: avec l'indication des personnages qui s'y
distinguent le plus» (Balbi 1822, II: xiv)6 aus einer Sammlung von
narrativen, bibliographischen und biographischen Informationen zum
gegenwärtigen Stand der Wissenschaften zum Redaktionszeitpunkt des
Werks. Dabei fällt jedoch auf, dass Balbi kein Interesse daran zu haben
scheint, die Geschichte der portugiesischen Sprachwissenschaft (oder gar
der lateinisch-portugiesischen Sprachwissenschaft) zu rekonstruieren,
sondern vielmehr lediglich die aktuelle Situation dokumentieren wollte,
wie sich diese zu Zeit seines Aufenthalts in Portugal darstellte:
Pour donner à notre Coup d'œil toute l'authenticité dont de semblables travaux
sont susceptibles, nous l'avons fait suivre de plusieurs tableaux bibliographiques de
tous les ouvrages publiés annuellement par des Portugais depuis 1800 jusqu'en 1820,
et du catalogue des mémoires composés par les savans académiciens de Lisbonne,
ainsi que de tous les livres et brochures sortis dans le même intervalle des presses de
5
Relativ spät wurde Balbis zweibändiges Werk sechs Jahre später in den Observações
críticas sobre alguns artigos do Ensaio estatístico do reino de Portugal e Algarves
(1828) des Priesters Luís Duarte Vilela da Silva (1761-1842) eingehend rezensiert und
vor allem heftig kritisiert. Dem «Appendix à la géographie littéraire» ist der größte
Teil des Werks (Silva 1828: 50-128) gewidment. Was allerdings den
sprachwissenschaftsgeschichtlichen Teil «Dictionnaires, grammaires et langues
étrangères» bzw. die metalinguistische Rubrik in den «Tableaux Bibliographiques»
anbelangt, so spart Silva diesen leider in seinen Anmerkungen aus.
6
In seiner spanischen Teilübersetzung mit dem Titel Descripcion geográfica, fisica,
politica, estadistica, literaria del reino de Portugal y de los Algarbes (2 Bände,
Madrid: 1833) gibt José Marugán y Martín (1833, II: 309-432) große Teile des 'Coupd'œil' unter dem Titel «Resumen histórico del estado de la literatura, de las ciencias y
de las artes entre los portugueses, desde mediados del siglo ultimo hasta el día, con la
indicacion de las personas que se han distinguido mas en ellas» wieder. In diesem
Abschnitt nimmt das hier untersuchte Kapitel «Diccionarios, gramáticas y lenguas
extranjeras» sechs Seiten ein (Marugán y Martín 1833, II: 376-381).
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Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
l'Académie royale des sciences et de l'université de Coimbra. Nous devons les
premiers à l'infatigable activité d'un savant distingué, le médecin Antonio d'Almeida,
qui nous honore de son amitié, et qui a bien voulu se charger de ce travail tout exprès
pour nous fournir des faits incontestables à l'aide desquels nous pussions prouver la
justesse du jugement que nous avons porté sur l'état des sciences chez ses
compatriotes; les seconds se trouvent déjà publiés, et démontrent le profond savoir des
premiers corps littéraires du Portugal, et les sujets utiles auxquels ses membres
consacrent leurs veilles (Balbi 1822, II: xvij).
Darüber hinaus findet sich im Kapitel «Tableaux Bibliographiques:
Des ouvrages publiés en Portugal depuis 1800 jusqu'en 1820» eine
Sammlung mit bibliographischen Angaben, die sich auf eine beträchtliche
Anzahl der in den ersten beiden Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts in
Portugal veröffentlichten Werke bezieht. Im Folgenden sollen
insbesondere die der lateinisch-portugiesischen Grammatikographie
zugehörigen Werke Berücksichtigung finden.
2.2.1 Das Kapitel «Dictionnaires, grammaires et langues étrangères»
Unter den Kapiteln, die zum zweiten Teil des erwähnten 'Appendix'
gehören, findet sich das Kapitel «Dictionnaires, grammaires et langues
étrangères», das beinahe neun Seiten umfasst (Balbi 1822, II: cxxj-cxxx).
Die Anmerkungen des Geographen werden durch die folgenden
Feststellungen eingeleitet:
La langue portugaise, dit un des littérateurs portugais les plus distingués, le
docteur Francisco Solano Constancio, dans son savant discours préliminaire au Jornal
das Sciencias e Artes, la langue portugaise est la seule, parmi les langues polies de
l'Europe, qui ne possède pas encore un dictionnaire classique, une bonne grammaire,
un système d'orthographe, une prosodie, un traité de synonymes et d'homonymes, une
collection d'idiotismes, en un mot qui possède à peine une édition correcte d'un de ses
auteurs classiques. Ce jugement, qui est celui de beaucoup d'autres littérateurs
nationaux, paraît cependant un peu trop sévère à quelques autres que nous avons
consultés sur ce sujet. En effet, on ne peut nier que beaucoup d'irrégularités
reprochées à la langue portugaise ne se retrouvent dans plusieurs autres idiomes.
Notre langue italienne, et même la langue française, quoiqu'elles aient été soumises à
tant de travaux philosophiques et philologiques, n'ont pas encore leur orthographe
définitivement fixée. Nous avons encore en Italie des littérateurs et des savans
distingués de la Toscane et des États romains et napolitains, qui suivent une
orthographe et emploient des expressions qui ne sont pas adoptées par les puristes de
l'Italie septentrionale. L'orthographe de Voltaire n'est pas encore classique. On peut
même dire qu'en fait d'autorité le Dictionnaire de l'académie française lui-même n'en
est pas une pour beaucoup d'écrivains distingués. Il y a pas de littérateur qui ne sache
que Duclos, quoique secrétaire de l'académie, ignorait l'orthographe de sa langue, ce
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
109
qui rend la lecture de ses manuscrits insupportable. Les membres de l'académie de
Lisbonne méritent aussi des éloges pour l'immense travail qu'ils ont entrepris pour la
confection d'un dictionnaire de la langue nationale, dont le premier volume, publié
depuis long-temps, est un trésor d'érudition et de savoir. II est vraiment fâcheux qu'on
ait pas encore publié les autres volumes, et que cet ouvrage, si nécessaire à la
littérature portugaise, soit interrompu. Cependant il faut avouer qu'aucune autre
langue vivante de l'Europe ne présente autant de différences dans l'orthographe que la
langue portugaise, et que nulle part les écrivains ne sont si peu d'accord entre eux sous
ce rapport que dans ce pays. Il ne faut donc pas s'étonner si, faute de guides sûrs,
chacun écrit à sa guise, et si même les ouvrages d'hommes vraiment savans
fourmillent de fautes et de contradictions choquantes sous le rapport de l'orthographe
et de la langue. Voici les titres des dictionnaires anciens et nouveaux publiés en
Portugal depuis 1800 jusqu'à présent (Balbi 1822, II: cxxj-cxxij).
Die Überlegungen zu den portugiesischen metalinguistischen Werken
beginnen mit der Feststellung, dass die portugiesische Sprache die einzige
europäische Kultursprache sei, die über keinerlei Arbeit von
Referenzcharakter verfüge, gleich auf welcher linguistischen Analyseebene auch immer. Zu Recht ordnet Balbi diese Feststellung einem
Zeitschriftenartikel des portugiesischen Arzts Francisco Solano
Constâncio (1777-1846) zu:7
Não he de admirar a triste sorte da lingua á qual (unica na Europa) falta ainda hum
Diccionario Classico, huma boa Grammatica, hum systema de orthographia, huma
prosodia, hum tratado de synonimos e de homonymos, huma collecção de idiotismos,
e em huma palavra, que apenas possue huma edição correcta de algum classico. Não
he de admirar que em tal inopia, e tão faltos de guias escreva cada hum como bem lhe
parece, e que até as obras dos homens verdadeiramente doutos estejão cheias de erros
ou de contradicções em orthographia e linguagem (Constâncio 1818: 32).
Obwohl er den Wert von Constâncio als einer der angesehensten
Literaten der Zeit durchaus anerkennt, neigt Balbi (1822: cxxj-cxxij)
dazu, sich das deutlich negative Urteil über das Fehlen normativer
metalinguistischer Werke nicht zu Eigen zu machen. Vielmehr stellt er
fest, dass das Italienische und das Französische in normativer Hinsicht
eine 'endgültige' Fixierung ebenfalls noch nicht erreicht hätten und
unterstreicht darüber hinaus, dass in normativer Hinsicht die Existenz des
ersten Bandes des Wörterbuchs der portugiesischen Akademie der
Wissenschaften von 1793 zur Kenntnis zu nehmen sei.
7
Dabei ist allerdings festzustellen, dass der Titel der Zeitschrift, in der Constâncio als
Herausgeber seinen «Discurso Preliminar» veröffentlichte nicht, wie von Balbi (1822,
II: cxxj) fälschlicherweise angegeben, Jornal das Sciencias e Artes ist, sondern
vielmehr, Annaes das Sciencias, das Artes e das Letras.
110
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Nach diesen einleitenden Überlegungen geht Balbi ausführlich auf
eine Anzahl von metalinguistischen Werken der Zeit ein und kommentiert
diese mehr oder weniger ausführlich:
Diccionario da lingua portugueza, par ANTONIO DE MORAES E SILVA, en deux
volumes in-4°. C'est le seul dictionnaire de la langue portugaise qu'on puisse
considérer comme classique. C'est un abrégé très-bien fait du grand dictionnaire de
Bluteau. On s'occupe déjà de la troisième édition. M. Moraes e Silva est un littérateur
très-distingué, actuellement à Pernambuco, où il a rédigé une excellente grammaire
portugaise, qui se trouve à la tête de la seconde édition de son dictionnaire.
Le Diccionario geral da lingua portugueza d'algibeira (de poche), por tres
letteratos, 2 vol. in-8º, Lisbonne, 1818-1820.
Le Diccionario universal da lingua portugueza, por huma sociedade de
letteratos; on le publie par feuilles; quoique commencé en 1818, il n'est encore qu'à la
lettre E. Il doit former 2 volumes in-folio.
Il existe plusieurs dictionnaires portugais-français et français-portugais. Voici les
plus connus:
Le Dictionnaire français-portugais et portugais-français, par JOAQUIM JOZE DA
COSTA E SA, professeur de langue latine à Lisbonne. C'est le plus complet; il est rédigé
d'après l'ancien dictionnaire de Marques. M. VICENTE PEDRO NOLASCO, un des
collaborateurs de l'Investigador portuguez (voyez le chapitre Journaux) en a publié
une seconde édition à Lisbonne, en deux volumes, avec quelques augmentations.
Le Dictionnaire français-portugais et portugais-français, imprimé à Bordeaux en
1811 en 2 vol. in-16. C'est l'ouvrage d'un anonyme, et les épreuves ont été revues par
le marquis de Penalva et par quelques autres Portugais qui se trouvaient en France à
cette époque. Ce dictionnaire est assez bon, et est en général supérieur à celui qui
parut l'année suivante à Paris en 2 vol. in-8º, plus petit format, sans nom d'auteur. Ce
dernier dictionnaire est attribué à M. BORGES, actuellement député aux Cortès pour la
ville de Bahia, et qui se trouvait alors à Paris, où il se vouait à l'étude des sciences, et
surtout à celle de l'agriculture. On croit que l'abbé CORREA DE SERRA a travaillé aussi à
sa rédaction.
Le Nouveau Dictionnaire portatif des langues française et portugaise, publié en 2
volumes in-16 à Paris en 1820, par le docteur FRANCISCO SOLANO CONSTANCIO
(voyez Médecine, Journaux, Littérature, etc.). Ce dictionnaire contient près de 12000
mots qui ne se trouvent dans aucun des deux précédens, et plusieurs même qui
manquent dans celui de Moraes. Le précis de la conjugaison des verbes et de la
prononciation des deux langues, qui est à la tête de chaque volume, est excellent. Tous
les littérateurs s'accordent à donner à cet ouvrage, aussi bon que peu volumineux, le
titre de parfait dans son genre.
Les Portugais n'ont que deux dictionnaires anglais-portugais, savoir:
Le Dictionnaire anglais-portugais et portugais-anglais, par ANTONIO VIEIRA
TRANSTAGANO, moine portugais expatrié, devenu professeur de langue hébraïque dans
l'université de Dublin, et auteur d'une bonne grammaire anglaise et portugaise. On a
fait en Angleterre plusieurs éditions de ce dictionnaire. La meilleure est celle qui a été
rédigée et fort augmentée par M. JOAO PEDRO AILLAUD, né en Portugal, et maintenant
libraire à Paris. Elle a paru à Londres en 1813, en 2 vol. in-8º.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
111
Le Dictionnaire anglais-portugais du député FELIX AVELAR BROTERO, publié à
Paris, lorsque ce grand botaniste y séjournait, est aussi fort estimé. Voyez Sciences
naturelles.
Le Dictionnaire latin-portugais et portugais-latin, par PEDRO JOSE DA FONSECA,
professeur de rhétorique à Lisbonne. C'est l'ouvrage adopté dans tous les
établissemens d'instruction publique du royaume, et on en a fait plusieurs éditions. M.
Fonseca est un littérateur distingué, auteur d'un dictionnaire de la fable, d'un traité de
rhétorique et d'autres ouvrages, entre autres d'une traduction de la Poétique d'Horace,
avec des notes.
Les ouvrages suivans, sans être absolument des dictionnaires, approchent
beaucoup de ce genre d'ouvrages. Ils seraient mal placés partout ailleurs, et nous
croyons convenable de les indiquer à la suite des précédens.
Lexicon Etymologico das palavras e nomes portuguezes que tem origem arabica,
composé par ordre de l'Académie Royale, par le * père JOAO DE SOUZA, religieux
franciscain, professeur de langue arabe dans le couvent de Jésus à Lisbonne. C est un
ouvrage rempli d'érudition. Son auteur était un des savans de l'Europe les plus
consommés dans la langue arabe, qu'il parlait parfaitement. Voyez l'article
Grammaires à la page suivante.
Ensaio sobre alguns synonymos da lingua portugueza, publié dernièrement par
l'Académie des Sciences de Lisbonne. C'est le chef-d'œuvre d'un de ses membres les
plus distingués, du père FRANCISCO DE SAN LUIZ, quoique son auteur ait la modestie
d'avouer que ce n'est qu'un simple essai. Il est rédigé sur le plan d'un dictionnaire.
Voyez Théologie.
Glossario das palavras portuguesas affrancezadas, par le même auteur, et publié
aussi par 1'Académie.
Elucidario das palavras, termos e frases que en Portugal antiguamente se usarào,
publié à Lisbonne en 1798, en 2 vol. grand in-4°, par le père JOAQUIM DE SANTA-ROSA
DE VITERBO, religieux de l'ordre des mineurs réformés. C'est un ouvrage parfait dans
son genre, et dans lequel son auteur déploie la plus vaste érudition et la critique la plus
exercée.
Quant aux Grammaires publiées depuis 1800 jusqu'à présent, nous remarquerons
que depuis la publication de l'ancienne grammaire de Lobato, dont on a fait un grand
nombre d'éditions, le double prix proposé par l'Académie Royale à celui qui ferait une
bonne grammaire philosophique a engagé plusieurs savans à faire quelques essais
plus ou moins heureux, mais dont aucun n'a encore été couronné. Voici les titres des
principales grammaires publiées depuis 1801:
Le Novo Methodo da gramatica latina, * d'ANTONIO PEREIRA DE FIGUEIREDO
(voyez Histoire et Théologie). C'est une bonne grammaire, qui sert de texte pour
l'étude du latin dans le collége des arts à Coimbra, et dans les autres écoles du
royaume.
La Grammaire arabe, composée par * le père DE SOUZA, professeur de langue
arabe dans le couvent de Jésus, est la meilleure que les Portugais possèdent dans leur
langue.
La Grammatica latina de l'abbé FORTES, professeur de langue latine à RioJaneiro, et publiée dernièrement dans cette ville, est la meilleure que possèdent les
Portugais pour apprendre le latin; elle est composée d'après le système de M. de
Tracy.
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Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
La Grammaire de la langue Portugaise de l'abbé DUBOIS, émigré français attaché
au département de la guerre à Lisbonne, et publiée à Agen en France. Quoique ce soit
la production d'un étranger, on doit la citer parmi celles des nationaux, d'abord parce
que c'est la seule qui puisse donner aux étrangers la connaissance de cette langue,
tandis que les autres enseignent aux Portugais les principes des langues étrangères;
ensuite parce qu'elle est rédigée sur un plan plus philosophique que ne le sont
ordinairement les livres de ce genre qui ont des Portugais pour auteurs. L'abbé Dubois
est actuellement à Paris.
La Grammatica filosofica da lingua portugueza comparada com a latina para
ambas se apprenderem ao mesmo tempo, de JERONIMO SOARES BARBOZA. C'est un
bon ouvrage, mais qui ne remplit pas encore entièrement le but pour lequel il a été
fait.
Les Elementos de grammatica franzeza du médecin AGOSTINHO ALBANO DA
SILVEIRA PINTO, ci-devant professeur de langue française à l'académie de Porto. Cette
grammaire, rédigée d'après les meilleurs ouvrages français, est très-propre à remplir le
but pour lequel elle a été composée, et est la meilleure que possèdent les Portugais.
Voyez Médecine.
La Grammatica portugueza de JOZE JOAQUIM·CASIMIRO. Son plus grand défaut
est d'être trop concise; néanmoins elle est assez bonne. Son auteur, dont les talens
n'ont pas été assez connus, vit dans la plus grande misère: il en est réduit à enseigner
la lecture aux enfans dans une école de confrérie de Porto.
La Grammatica filosofica da linguagem portugueza, de JOAO CHRISOSTOMO DO
COUTO E MELLO. C'est une assez bonne grammaire, quoiqu'elle soit devenue difficile à
comprendre à cause du genre de style dans lequel elle a été écrite. M. Mello est aussi
l'auteur d'une Ortographia filosofica da linguagem portugueza.
Les·Elementos de grammatica portugueza ordenados secondo a doctrina dos
melhores grammaticos, de FRANCISCO SOARES FERREIRA, professeur de langue
française à l'académie de marine de Porto, et rédacteur du Patriota portuense. C'est un
excellent extrait de tout ce qu'il y a de mieux dans les grammaires françaises; mais
l'auteur n'a pas pu atteindre entièrement son but dans l'application des principes des
grammairiens étrangers à ceux particuliers à la langue portugaise.
La Grammatica ingleza, de FRANCISCO PAULA JACU, publiée à Lisbonne en 1814,
est la meilleure d'après laquelle les Portugais puissent apprendre cette belle langue.
La Grammatica ingleza de MANOEL DE FREITAS, publiée à Rio-Janeiro en 1810,
est aussi une bonne grammaire. Son auteur est Brésilien, et réside à Rio-Janeiro, où il
enseigne la logique et les langues anglaise et française qu'il possède parfaitement
(Balbi 1822, II: cxxiij-cxxviij).
Mit zusätzlichen biographischen Ergänzungen zeigt der italienische
Autor, dass er recht gut über das Wörterbuch von António de Morais
Silva (1755-1824) informiert ist, das von der heutigen Forschung als das
erste einsprachige Portugiesischwörterbuch moderner Prägung angesehen
wird (Verdelho 2002a). Dabei ist zudem von Interesse, dass Balbi über
die Vorbereitungen zur dritten Auflage des Wörterbuchs von Morais
berichtet, das letztlich erst im Jahr 1823 veröffentlicht werden sollte.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
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Die anderen beiden anonym veröffentlichten Wörterbücher mit
geringerem Umfang sind das Diccionario Universal da Lingua
Portugueza: Por uma Sociedade de Literatos (1818) und das Diccionario
Geral da Lingua Portugueza de algibeira: Por tres Litteratos nacionaes
(1818-1821).8 Bei erstgenanntem Wörterbuch scheint es, als ob der
Begriff 'letteratos' im Titel ein Reflex einer möglichen italienischen
Abstammung des Autors sein könnte. In Bezug auf das zweite dieser
beiden Werke stellt Inocêncio Francisco da Silva in seinem Diccionario
Bibliographico Portuguez folgendes fest:
69) DICCIONARIO GERAL DA LINGUA PORTUGUEZA de algibeira, por tres
Litteratos nacionaes. Lisboa, na Imp. Regia 1818-1821. 8.º 3 tomos.
O tomo I contêm 1036 pag.; o II 1013; o III, com o titulo de Supplemento ao
Diccionario, 304 pag.
Consta que d'elle fôra editor Luis Maigre Restier, estabelecido em Lisboa com
casa de educação; ignoro porém ainda os nomes dos tres collaboradores que
trabalharam n'esta compilação, a qual não gosa em geral de grande credito. O tomo I
começa por um chamado Catalogo dos Auctores Classicos Portuguezes, que não
merece estimação, nem póde servir de utilidade a alguem. Parece inexcedivel a incuria
e falta de conhecimento que presidiu á sua organisação! Encontram-se a cada passo
errados, trocados e confundidos já os nomes dos auctores, já os titulos das obras
citadas, havendo entre estas não poucas que jámais existiram, e apparecendo outras
repetidas por vezes com titulos differentes, que as fazem julgar diversas quando são
uma só. Finalmente, é um monumento de vergonha para o seu auctor, seja elle quem
fôr. Poderia apontar aqui exemplos, porém deixo de fazel-o por evitar maior
prolixidade.
Apparecem d'este Diccionario muitos exemplares, trazendo nos rostos a indicação
de Segunda edição, Lisboa, na Typ. de Nery 1839: examinando-os porém,
conhecer-se-ha para logo que são realmente da mesma primeira e unica edição já
confrontada, e que só os frontispicios foram substituidos. Creio até que já vi alguns,
em caso identico, com a declaração de Terceira edição! Felizmente, estas fraudes
litterarias eram, ainda ha poucos annos, menos conhecidas entre nós: mas em tempos
mais modernos vão-se generalisando, por effeito de especulações industriosas,
imitadas dos estrangeiros, que estão habituados a fazer valer este meio para
8
Verdelho (2002: 33) informiert wie folgt über diese beiden Wörterbücher: «[...] um
Diccionario Universal da Lingua Portugueza 'Por uma Sociedade de Literatos',
iniciado em 1818 e retomado em 1845 e que ficou igualmente inacabado [...]; e um
Diccionario geral da lingua portugueza de algibeira 'por tres Literatos Nacionaes'
(1818-1821). Esta obra sofreu do desapreço de Inocêncio (cf. I Silva, vol. 2, 136) e
provavelmente também do público, porque foi necessário relançá-la com o rosto de
uma 2ª. edição fictícia datada de 1839. Trata-se em todo o caso de um interessante
documento lexicográfico, pela época em que foi feito, pela renovação e originalidade
da nomenclatura (com espaço criterioso para a erudição, para os tecnoletos e para a
neologia em geral), pela precisão das definições e até pela redacção dos artigos».
114
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
acreditarem melhor as obras, conseguindo assim illudir a credulidade ou boa fé dos
inexperientes (Silva 1859, III: 136-137).
Was die französische Sprache anbelangt, ist die Beobachtung des
Autors durchaus zutreffend, dass für das frühe neunzehnte Jahrhundert
mehrere Werke zu verzeichnen sind, während der anglo-portugiesischen
Lexikographie zur selben Zeit eine deutlich geringere Bedeutung
zukommt. Allerdings lässt der etwas vereinfachende Verweis das Parvum
lexicon (11762) und das Diccionario Portuguez e Latino (11771) darauf
schließen, dass Balbi, der an und für sich Fonsecas Werke zu kennen
scheint, diese beiden wichtigsten Wörterbücher für den Gebrauch im
öffentlichen Schulwesen möglicherweise nicht kannte.
Darüber hinaus sind Balbis Bemerkungen zu den vier erwähnten
Fachwörterbüchern besonders interessant. Das Lexicon Etymologico das
palavras e nomes portuguezes que tem origem arabica des Franziskaners
João de Sousa (1735-1812) ist auch heute noch aufgrund seines
Haupttitels Vestigios da Lingua Arabica em Portugal (11789, 21830)
bekannt. Wie der Titel besagt, verschreibt sich das Werk dem
portugiesischen Wortschatz arabischen Ursprungs.
Als Reflex von anderen zeitgenössischen Werken anderer
europäischer Sprachen ist das zweibändige Werk Ensaio sobre alguns
Synonymos da Lingua Portugueza (vgl. São Luís [Band 1] 11821, 21824,
3
1838; [Band 2] 11828) von Frei Francisco de São Luís (1766-1845) zu
sehen, der später im Leben als Kardinal Saraiva bekannt war. Dabei
handelt es sich nicht so sehr um ein Wörterbuch als um Anmerkungen des
Verfassers zu einzelnen Synonymen, zu denen der Verfasser etliche
Aspekte diskutiert. Vom selben Autor stammt das Glossario das palavras
e frases da lingua franceza, que por descuido, ignorancia, ou necessidade
se tem introduzido na locução portugueza moderna: com o juizo critico
das que são adoptaveis nella (11816, 21827, 31846).9
Das letzte der erwähnten Fachwörterbücher ist das Elucidario das
palavras, termos e frases que em Portugal antiguamente se usarão, e que
hoje regularmente se ignorão (11798/1799) von Joaquim de Santa Rosa
de Viterbo (1744-1822). Es handelt sich dabei um ein wichtiges Verzeichnis von Wörtern, die zur Redaktionszeit vom Verfasser bereits als
antiquiert angesehen wurden.
9
Vgl. hierzu der aktuelle Forschungsbeitrag von Schäfer-Prieß (2010).
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
115
Unter den vier portugiesischen Grammatiken ist insbesondere das
Werk des Portuensers José Joaquim Casimiro,10 hervorzuheben, dessen
Methodo grammatical resumido da lingua portugueza (und nicht
Grammatica portugueza wie Balbi 1822, II: cxxvij dies feststellt)
erstmals 1792 erschien und bis 1838 weitere Auflagen erfuhr (vgl.
Schäfer-Prieß 2000: 30).11
Sowohl die Gramática filosófica da linguagem portuguêsa (1818)12
von João Crisóstomo de Couto e Melo (ca. 1775-ca. 1838) wie auch die
Elementos de Grammatica Portugueza, ordenados segundo13 a doutrina
dos melhores grammaticos para aplanar á mocidade o estudo da sua
lingua (1819), von Francisco Soares Ferreira14 sind Grammatiken, die zur
Zeit ihrer Veröffentlichung als 'modern' angesehen worden sein dürften,
weisen sie doch einen recht massiven Einfluss der zeitgenössischen Sprachwissenschaft auf, das heißt, insbesondere der französischen Grammatikographie des 18. Jahrhunderts (vgl. Schäfer-Prieß 2000: 45-46, 47-48).
In Bezug auf die Grammaire de la langue Portugaise, die angeblich
vom «[...] abbé DUBOIS, émigré français attaché au département de la
guerre à Lisbonne, et, publiée à Agen, en France» (Balbi 1822, II: cxxvj)
verfasst worden sein soll, war bislang die Identifizierung des Verfassers
unmöglich, von dem Balbi zurecht behauptet, dass er als französischer
Emigrant beim portugiesischen Kriegsministerium (Secretaria de Estado
dos Negócios da Guerra) in Lissabon angestellt gewesen sei. Die
Identifizierung der Grammatik jedoch ist durchaus möglich. Es handelt
sich um die Grammaire portugaise: ou méthode abrégée pour faciliter
l'étude de cette langue eines als «L'.... d∗ B∗∗∗» ausgewiesenen Autors,
10
Abgesehen von den zeitgenössischen Informationen von Balbi (1822, II: ccxvij) sind
laut Schäfer-Prieß (2000: 30) keinerlei bibliographische Angaben über den
Grammatiker erhalten.
11
Unter den immerhin acht Auflagen der Grammatik wurden vier in Porto (1792, 1803,
1811, 1822) und nochmals vier in Lissabon veröffentlicht (1814, 1815, 1818, 1838).
Besonders eigenartig scheint die Koexistenz von zwei Exemplaren einer dritten
Auflage (Porto, 1811 und Lisboa, 1814).
12
Auffällig ist die vereinfachte Graphie von Couto e Melos Werken im Verhältnis zu
deren Wiedergabe durch Balbi.
13
In der bibliographischen Angabe verwendet Balbi (1822, II: ccxvij) einmal mehr die
italienische Form 'secondo' anstatt der portugiesischen Form 'segundo'.
14
Auch über diesen Grammatiker sind nicht mehr Informationen erhalten, als das von
Balbi (1822, II: ccxvij) festgestellte. Vgl. hierzu Schäfer-Prieß (2000: 47).
116
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
der erst kürzlich zweifelsfrei mit der historischen Person SébastienGeneviève Dubois (1750-1821) identifiziert werden konnte (Kemmler
2014). Bei dieser Grammatik handelt es sich um ein recht umfangreiches
Werk von XXXVI + 362 Seiten, das mit dem «Jugement critique sur cette
grammaire, et approbation du censeur royal de Lisbonne: Parecer critico,
e Aprovação do Censor Regio do Dezembargo do Paço» vom 27. April
1806 (Dubois 1806a/b: XIX-XXXVI) einen recht besonderen Paratext
aufweist, und zwar die Stellungnahme des deutschstämmigen königlichen
Zensors Johann Wilhelm Christian Müller (1752-1814).15 Als
Portugiesischgrammatik, die unmittelbar vor der ersten französischen
Invasion im Jahr 1807 erschien unterscheidet sie sich von anderen
ähnlichen portugiesischen Grammatiken, weil sie für den Unterricht des
Portugiesischen als Fremdsprache zur Verwendung durch ein
frankophones Publikum konzipiert worden war.
Unter den erwähnten Lateingrammatiken besonders hervorzuheben ist
die Lehrergrammatik Novo Methodo de Grammatica Latina des
Oratorianers António Pereira de Figueiredo (1725-1797), die, ganz im
Sinne einer ars maior im Donat'schen Sinne, bereits 1752-1753
veröffentlicht wurde (vgl. Figueiredo 1765). In vielerlei Hinsicht steht
diesem Werk ein besonderer Stellenwert zu, nicht zuletzt, weil nicht nur
dieses, sondern insbesondere auch die mit 98 Seiten deutlich reduziertere
Schülerversion (oder ars minor im Donat'schen Sinne) mit dem Titel
Novo methodo de grammatica latina, reduzido a compendio (11756,
11
1814) von der Mitte des 18. Jahrhunderts bis zum Ende des 19.
Jahrhunderts eine Vielzahl an Neuauflagen erfuhr.
Was den als 'abbé Fortes' identifizierten brasilianischen Grammatiker
aus Rio de Janeiro anbelangt, kann lediglich ein einziger Grammatiker
namens Inácio Felizardo Fortes (?-1856) identifiziert werden, der
Verfasser einer von Balbi nicht erwähnten Arte da grammatica
portugueza (Rio de Janeiro, 11816) ist.16 In Bezug auf die von Balbi
15
Ohne sich auf die Quelle dieser recht eigenartigen Angabe zu beziehen, erwähnt
Cardoso (1994: 194) das Werk unter dem Namen des Zensors, der wie erwähnt
letztlich nicht für das Werk als solches verantwortlich zeichnet, sondern nur für den
Paratext: «Muller, João Guilherme Christiano: Parecer critico e approvação do livro
'Grammaire portuguaise ou méthode abregée pour faciliter l´étude de cette langue.'
Angers, de l'imp. des Frères Mame, 1806, 8º. de xxv-362 p».
16
Vgl. Silva (1884, XI: 264): «442) Arte de grammatica portugueza, que para o uso dos
seus discipulos compoz, etc. Rio de Janeiro, na imp. Regia, 1816. 8.º - D'esta obra
tem-se feito muitas edições, sendo as ultimas registadas no livro acima indicado:
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
117
erwähnte Grammatica latina gibt es hingegen keinerlei Indiz, der darauf
schließen ließe, dass einem brasilianischen Verfasser namens Fortes ein
solches oder anderes vergleichbares Werk für den Lateinunterricht
zuzuschreiben wäre.17 Im Jahr der Veröffentlichung der Grammatica
Philosophica erwähnt Balbi (1822: cxxxvj) mit augenscheinlicher
Enttäuschung Jerónimo Soares Barbosas (1737-1816) lateinischportugiesische Schulgrammatik, As duas linguas, die dieser 1807
veröffentlicht hatte. Da Balbi seine Position aber nicht weiter verdeutlicht,
erfahren wir leider nicht, weshalb er die Meinung vertritt, dass diese
Grammatik ihren Zweck noch nicht erreiche.
Inocêncio Francisco da Silva schreibt der von dem Portuenser Arzt
Agostinho Albano da Silveira Pinto (1785-1852) verfassten Französischgrammatik mindestens sechs Auflagen zu.18 Wenn wir den vollständigen
Titel von Pintos Werk Novos Elementos de Grammatica Franceza,
extrahidos das grammaticas mais celebres e acreditadas em França,
Decima segunda. Ibi, na typ. de Silva Lima, 1851. 8.º - Decima terceira. Ibi, na
mesma typ., 1855. 8.º - Decima quarta. Ibi, na typ. de N. Lobo Vianna & Filhos,
1862. 8.º». Zusätzlich erwähnt Blake (1895, III: 265) eine dritte Auflage aus dem Jahr
1825 und eine neunte Auflage aus dem Jahr 1844. Für weitere Informationen zu
dieser Grammatik, vgl. Kemmler (2013).
17
Unter den drei Einträgen, die sich auf Inácio Felizardo Fortes beziehen, findet sich in
Inocêncio keinerlei Bezugnahme auf die Lateingrammatik (vgl. Silva 1859, III: 207;
1883, X: 50; 1884, XI: 264-). Auch Sacramento Blake (1895, III: 264-265) erwähnt
nicht, dass diesem Verfasser ein solches Werk zuzuschreiben sei.
18
Vgl. die bibliographische Angabe in Silva (1858, I: 13) zu diesem seltenen Werk, zu
dessen erster Auflage wir erst kürzlich Zugang erhielten: «58) Novos Elementos de
Grammatica Franceza, extrahidos dos grammaticos mais celebres e acreditados em
França. Lisboa, 1815. 8.º de 177 pag. Têem sido até hoje adoptados para compendio
nas aulas do Porto, e tiveram seis edições successivas, sahindo a ultima com o titulo
de Elementos de Grammatica Franceza para uso dos alumnos que estudam esta
lingua. Sexta edição correcta e acrescentada. Coimbra, na Imp. da Univ. 1841. 8.º».
Diese Angaben finden sich ebenfalls in Cardoso (1994: 195). Beide Bibliographen
identifizieren korrekterweise den Verfasser, der sich auf dem Titelblatt der ersten
Auflage nur 'Agostinho Albando da Silveira' nennt, mit dem erwähnten Arzt, Lehrer
und Politiker aus Porto.
Uns liegt eine fünfte Auflage unter dem Titel Elementos de Grammatica
Franceza, destinados, e admittidos para uso dos alumnos que estudão esta lingua
vor (Pinto 1839). Zudem sind zumindest zwei Exemplare einer 10. Auflage aus
dem Jahr 1885 (Porto: Livraria Cruz Coutinho, Editora) im Bestand der Biblioteca
nacional de Portugal unter der Signatur L. 729 P. und L. 730 P. nachgewiesen.
118
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
como Levisac, Sicard, L'Homond, &c.19 betrachten, wird der direkte
Reflex der zeitgenössischen französischen Grammatikographie besonders
offensichtlich.
Wie Inocêncio (Silva 1859, III: 24) feststellt, wurde der Mestre inglez,
ou nova grammatica da lingua ingleza des lediglich unter dem Namen
Francisco de Paula Jakú20 bekannten Grammatikers noch gegen Mitte des
19. Jahrhunderts als «[...] melhor grammatica que possuimos no seu
genero, em quanto não appareceram as de Constancio e Urcullu»
angesehen. Neben der ersten Auflage (Jakú 1814) erwähnt Inocêncio eine
zweite Auflage aus dem Jahr 1829.
Ähnlich wie im Fall zuvor, vermag der portugiesische Bibliograph
keine Informationen über den brasilianische Grammatiker Manuel José de
Freitas, Verfasser des Compendio da grammatica ingleza e portugueza
para uso da mocidade adiantada nas primeiras letras (1820) zu geben.21
19
Bei der Wiedergabe des Titels unterläuft Inocêncio (und ihm folgend auch Cardoso)
ein Genusirrtum, indem er die maskulinen Formen wie 'dos grammaticos' anführt,
während Pinto (1815: [I]) selbst eindeutig auf unter Verwendung der femininen Form
auf deren Werke ('das grammaticas' etc.) Bezug nimmt, von denen er drei Verfasser im
Titel ausdrücklich erwähnt. Dies sind die französischen Grammatiker Jean Pons Victor
Lecoutz de Levizac (?-1813), Roch Ambroise Cucuron Sicard (1742-1821) und
Charles-François Lhomond (1727-1794). Tatsächlich lässt sich bei einem kurzen Blick
in das Werk feststellen, dass Pinto sich (1815) während der [VI], 177, [I] Seiten seiner
Grammatik gelegentlich explizit auf diese und andere französische Quellen bezieht.
20
Silva (1859, III: 24) stellt über diesen Grammatiker fest: «FRANCISCO DE PAULA
JAKU, de quem não ha sido possivel descubrir a naturalidade, e mais circumstancias
que lhe dizem respeito. - E». Die Grammatik wird zudem von Cardoso (1994: 209)
erwähnt. Ein Blick auf die bibliographische Angabe zu Jakú (1814) erlaubt allerdings
die Feststellung, dass das Werk einen deutlich komplexeren Titel hat als 'Grammatica
ingleza', wie von Balbi (1822, II: cxxvij) angegeben.
21
Silva (1859, III: 24) stellt lediglich fest, dass er keine Informationen über diesen
Autoren ausfindig machen kann: «MANUEL JOSÉ DE FREITAS, cujas
circumstancias pessoaes não pude averiguar - E». Vgl. auch Cardoso (1994: 208).
Auch hier hat die erwähnte Grammatik nicht den generischen Titel Grammatica
ingleza wie von Balbi (1822, II: cxxvij) angegeben. Eine Anzeige bezüglich der
Veröffentlichung der Grammatik findet sich im 'Suplemento' vom 6. März 1822 des
Staatsblattes Diario do Governo (1822: [I]): «Sahio á luz: Compendio da Grammatica
Ingleza e Portugueza, para uso da Mocidade adiantada nas primeiras letras. Composta
por Manoel José de Freitas, impressa no Rio de Janeiro em 1820 em 4.º, e se vende
em brochura por 640 réis na loja de Borel, Borel & Companhia ao Martyres». Im
Diccionario Bibliographico Brazileiro von Sacramento Blake (1883-1902) finden
sich keinerlei Angaben zu diesem Autor, der immerhin der erste gewesen sein soll,
der eine Englischgrammatik in Brasilien veröffentlichte.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
119
Allerdings ist bekannt, dass ein als 'Manoel de Freitas Brazileiro'
identifizierter Verfasser bereits Jahre zuvor eine Nova Grammatica
Ingleza e Portugueza: Dedicada à Felicidade e Augmento da Nação
Portugueza (Liverpool 1812) veröffentlichte, bei der es sich vielleicht um
das von Balbi erwähnte Werk handeln könnte.22
Es scheint sehr bemerkenswert, dass der italienische Geograph, der
zwar keine Grammatik seiner italienischen Muttersprache anführt,
immerhin Wert darauf legt, auf die wohl zweite Grammatik des
Arabischen ausdrücklich einzugehen, die in Portugal veröffentlicht
wurde:23 Es handelt sich um das Compendio de grammatica arabica,
22
Es ist bekannt, dass mindestens drei Exemplare dieser Grammatik in Portugal erhalten
sind und zwar in der Biblioteca Nacional de Portugal (Signatur L. 48.049 P), in der
Biblioteca Municipal do Porto (Signatur P 5-119) und im Centro de Estudos AngloPortugueses der Universidade Nova de Lisboa (Signatur U 33), vgl. auch Cardoso
(1994: 207).
Im selben Jahr verfasste der Herausgeber der Zeitschrift Correio Braziliense
(1812: 728-729) die folgende Rezension von Freitas' Grammatik: «Nova Grammatica
Ingleza e Portugueza, dedicada á felicidade e augmento da naçaõ Portugueza. Selecta
dos melhores authores; por Manoel de Freitas Brazileiro. Liverpool, 1812.
O Author desta obra, se intitula no prologo Selector, ou compilador do que se acha
escripto sobre a Grammatica da lingua Ingleza, que se propõem explicar por meio da
Portugueza; e podemos asseverar ao Leitor que a selecçaõ he mui superior ao que neste
genero temos até agora visto na lingua Portugueza, pelo que respeita a dar a um Portuguez, por meio de seu idioma, um conhecimento daquella lingua taõ exacto quanto he
possivel dar-se em lingua taõ differente, dos principios da linguagem Ingleza.
Naõ he um mero rezumo, nem uma compilaçaõ de dissertaçoens; sobre os
diversos assumptos da Grammatica Ingleza; e por tanto julgamos este volume
summamente adaptado a guiar o discipulo, e ajudar o mestre; até que o Portugeez
[sic!] estudante da lingua Ingleza esteja em situaçaõ de fazer maiores progressos, sem
o auxilio de Pedagogo, que, aos principios, nenhuma Grammatica Ingleza, por mais
ampla que fosse, poderia fazer com que se escusasse: pode isso affirmar-se de quasi
todas as linguas; mas da Ingleza com especialidade; e póde o estudante Portuguez
estar seguro, que nenhuma Grammatica, por mais perfeita que fosse, o ensinaria a
fallar Inglez sem as iustrucçoens oraes do Mestre».
23
Unter Bezugnahme auf Inocêncios Nationalbibliographie nennt Cardoso (1994: 221),
die Instituições da lingua arabiga para uso das escholas da congregação da Terceira
Ordem von Antonio Baptista Abrantes (oder Fr. Antonio do Rosario Batista) (1774)
die erste in Portugal veröffentlichte Arabischgrammatik. Tatsächlich stellt Silva
(1858, I: 93) folgendes fest: «foi a primeira grammatica arabiga que sahiu em
portuguez. Era na sua maior parte tirada da de Erpenio, e posto que resumida, tinha o
inconveniente de ser ainda bastante volumosa para os principiantes. A isto occorreu
Fr. João de Sousa, publicando a sua em 1795, que desde então ficou servindo de
120
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
abbreviado, claro e mui facil para a intelligencia da mesma lingua (1795)
des bereits erwähnten Franziskaners João de Sousa.
2.2.2 Die lateinisch-portugiesischen Grammatiken in den
«Tableaux Bibliographiques»
Das Kapitel «Tableaux Bibliographiques: Des ouvrages publiés en Portugal
depuis 1800 jusqu'en 1820» umfasst etwa 70 Seiten (Balbi 1822: ccxljcccxi)24 und enthält bibliographische Angaben von Werken aus Wissensbereichen veröffentlicht wurden, die Balbi als besonders wichtig erachtet.25
Unter den insgesamt 113 Werken, die in der Kategorie enthalten sind,
die Veröffentlichungen aus den Bereichen Grammatik, Literatur, Rhetorik
und Poesie26 berücksichtigt, sind nicht weniger als 63 Werke als
metasprachliche Werke zu verzeichnen. Innerhalb dieser Gruppe findet
sich die folgende Aufteilung: Portugiesisch (31 Veröffentlichungen),
compendio na Aula de lingua arabiga, tornada publica por decreto de 12 de Abril do
dito anno».
24
Es folgen der «CATALOGUE Des ouvrages publiés par l'Académie Royale des
Sciences de Lisbonne depuis sa fondation jusqu'en 1819», das heißt, der Katalog der
Veröffentlichungen der Academia das Ciências von 1789 bis 1819 (Balbi 1822:
cccxij-cccxxv) sowie der Katalog «Des livres·imprimés dans la typographie de
l'université de Coimbra depuis 1800 jusqu'en 1820», der die Bücher beinhaltet, die im
Auftrag der Universität Coimbra von 1800 bis 1820 gedruckt wurden (Balbi 1822:
cccxxvj-cccxxviij).
25
So sind zum Beispiel im Jahr 1801 die Wissensbereiche, zu denen Balbi (1822: ccxljccxlvj) bibliographische Informationen darbietet die folgenden: «THÉOLOGIE, MORALE,
ET PRATIQUES RÉLIGIEUSES», «MÉDECINE», «MATHÉMATIQUES», «PHILOSOPHIE»,
«POLITIQUE ET ÉCONOMIE», «TACTIQUE», «HISTOIRE ET GÉOGRAPHIE», «POÉSIE»,
«LITTÉRATURE ET GRAMMAIRE», e «NOUVELLES». Zum Zweck einer getreueren
Wiedergabe der Buchproduktion der Zeit unterscheidet der Geograph die
aufgeführten Werke zudem in 'Originaux' und 'Traductions'.
26
Tatsächlich findet sich eine Rubrik «LITTÉRATURE ET GRAMMAIRE» erst ab 1801,
wobei sie öfter als «GRAMMAIRE ET LITTÉRATURE» vorkommt (1805, 1806, 1807,
1809, 1810, 1815, 1816, 1817, 1818) als in den Variationen «GRAMMAIRE,
LITTÉRATURE» (1811), oder gar einmal als «GRAMMAIRES ET LITTÉRATURE» (1814). Im
Jahr 1802 stellt «GRAMMAIRE» eine Kategorie für sich dar. Zwei Jahre später ist eine
Rubrik «GRAMMAIRE ET ORTHOGRAPHE» (1804) zu verzeichnen. Zudem sind mit
einiger Regelmäßigkeit Kombinationen von Grammatik mit Rhetorik und Literatur
wie in «GRAMMAIRE, RHÉTORIQUE ET LITTÉRATURE» (1812, 1819) und in der Variante
«RHÉTORIQUE, GRAMMAIRE ET LITTÉRATURE» (1813) zu verbuchen, wobei 1803 die
Kombination «RHÉTORIQUE, GRAMMAIRE ET ORTHOGRAPHE» angeführt wird.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
121
Latein (10), Englisch (5), Französisch (6), Italienisch (1), Griechisch (1)
und allgemeine Schreiblehren (4).27
Im Gegensatz zu dem, was der Verfasser im Kapitel der «Tableaux
Bibliographiques» feststellt, gehen seine Aufzeichnungen tatsächlich
nicht von 1800 bis 1820, sondern von 1801 bis 1819. Für das Jahr 1808
(dem Jahr der ersten französischen Invasion in Portugal) gibt es keinerlei
Eintrag unter der 'linguistischen' Kategorie.
Unter «LITTÉRATURE ET GRAMMAIRE» erwähnt Balbi Werke aus dem
Gebiet der Geisteswissenschaften, unterscheidet aber nicht zwischen
tatsächlichen metasprachlichen Werken und Veröffentlichungen aus
anderen Bereichen, wobei im Kontext sogar einige Zeitschriften genannt
werden. Als Beispiel stellen wir die entsprechenden Einträge für das erste
Jahr vor, über das Balbi (1822, II: ccxlv-ccxlvj) seine Aufzeichnungen
vorlegt, also für das Jahr 1801:
LITTERATURE ET GRAMMAIRE.
Originaux.
As Variedades. Obra Periodica. Abrange todos os conhecimentos de recreio, e
instruçào; hum folheto cada mez.
Aviso áos Estudantes de Gramatica Latina sôbre o modo mais facil de entender, e
analysar os periodos Latinos por mais extensos, e embarassados que sejào. Por
Candido Antonio de Oliveira e Silva.28
27
Unter den Werken, die 'verschiedenen Sprachen' gewidmet sind ist insbesondere das
Diccionario de Lingua Bunda, ou Angolense (Lisboa, 1804) von Bernardo Maria de
Cannecatim hervorzuheben, das eines der ersten Wörterbücher aus dem Bereich der
Missionarslinguistik darstellt, das in Portugal veröffentlicht wurde. Was das andere
Werk mit dem Titel Vocabulario das palavras e frazes familiares das Linguas
Ingleza, Hespanhola, e Franceza anbelangt, war eine Identifizierung anhand der
konsultierten Bibliographien bislang nicht möglich.
28
Cardoso (1994: 162) scheint lediglich den Grundeintrag von Inocêncio widerzugeben
(Silva 1859, II: 27), ohne jedoch die zusätzlichen Informationen zu berücksichtigen,
die dieser im neunten Band seines Werks hinzufügt (Silva 1870, IX: 16): «Foi
effectivamente Professor regio de Grammatica latina na villa de Punhete, segundo elle
declara no proprio rosto do opusculo que fica descripto sob n.º 111. - Este opusculo
sahiu impresso em Lisboa, na Typ. Nunesiana 1800 (e não 1801, como se dizia). 8.º
maior de IX-63 pag».
122
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Cartas [sic!], Mallotes, ou critica dialogistica dos Grammaticos defuntos contra
a pedantaria do tempo, publicada por Gulliver, como chegado ha pouco da outra
vida. 1 vol 8º.29
Comboyo de Mentiras. Periodico Mensal. Por Jozé Daniel Rodrigues da Costa.
Advinhaçoès curiosas, e instructivas de Pinheiro. Periodico.
A verdade ultrajada e triunfante. Discurso com huma estampa.
Escóla fundamental, ou méthodo facil de aprender a lêr escrever e contar com
perfeiçaò 2ª. ediçào.30
Novo livro de sortes, em que por virtude de dous dados vem cada hum no
conhecimento do estado, e fortuna que terá, etc.; a que se ajunta hum novo methodo
de fazer mais de mil decimas.
Colleçào de Pensamentos. Periodico.
Bibliotheca historica de Portugal, e Ultramar. 1 vol.
Nova Arte de Gramatica para apprender a traduzir, fallàr, escrever a Lingua
Ingleza com toda a perfeiçào. 1 vol. 8º.
Nova Arte de Gramatica para apprender a fallar e escrever a Lingua Portugueza
com toda a perfeiçào. 1 vol. 8º.31
Nova Gramatica para apprender a fallar e escrever a Lingua Italiana.
29
Nach Inocêncio, (Silva 1870, IX: 126), sei das Büchlein Crates Mallotes ou critica
dialogistica dos grammaticos defunctos contra a pedantaria do tempo, das nach der
angabe auf dem Titelblatt 'escrita e publicada por Guliver' sein soll, dem Priester und
Lateingrammatiker Diogo de Mello e Menezes (1751-1847; vgl. Silva 1859, II: 163)
zuzuordnen. Tatsächlich wurde das Bändchen mit seinen 122 Seiten vom Lehrer im
Jahr Joaquim Agostinho de Freitas verfasst (Kemmler im Druck). Es handelt sich um
eine recht interessantes Veröffentlichung, die den Namen des griechischen
Philosophen und Grammatikers Krates von Mallos trägt und in dessen sechs Dialogen
sich der fiktive Autor Gulliver mit etlichen historischen Grammatikern und anderen
historischen Personen austauscht.
30
Ein Exemplar mit dem Titel Escola fundamental, ou methodo facil para aprender a
ler, escrever e contar: com os primeiros elementos da doutrina christã, por um
professor (Lisboa: Typ. Rollandiana, 1800) scheint in der Biblioteca Nacional de
Portugal erhalten zu sein (Signatur L. 580 P.). Leider war es uns noch nicht möglich,
ein Exemplar dieser zweiten Auflage oder gar der noch selteneren ersten Auflage
(Lisboa 1787) bzw. der späteren Auflagen einzusehen (Lisboa 1807, Signatur L. 581
P.; Lisboa 1816, Signatur L. 644//9 P.; Lisboa 1827, Signatur L. 582 P.; Rio de
Janeiro 1839). Auch Inocêncio erwähnt das Werk nicht kann entsprechend auch
keinen Verfasser nennen.
31
Keine unserer bibliographischen Quellen erwähnt eine unter diesem oder unter einem
vergleichbaren Titel veröffentlichte Grammatik. Es scheint hingegen möglich, dass
sich dieser Eintrag auf die Arte da grammatica portugueza: ordenada em methodo
breve, facil e claro des Lissabonner Grammatikers Pedro José de Figueiredo (11799),
bezieht, deren erste Auflage tatsächlich erst im Jahr 1800 veröffentlicht wurde. Für
weitere Informationen über die Auflagen der Grammatik (1804, 1811, 1817, 1827,
1837) vgl. Schäfer-Prieß (2000: 31) und Duarte (2012, 2013). Für einen kurzen
biographischen Abriss eines Zeitgenossen vgl. Silva (1828: 75-78).
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
123
Privilegios e elogios ás Senhoras Portuguezas, em que se mostra que ellas, nào
obstante a delicadeza do seu Sexo, sào capazes de produzir obras litterarias mui
louvaveis assim em Historia, como em Politica, Moral, Educaçào, Economia,
Comercio, e Artes.
Observaçoès sôbre os differentes methodos de Prégar muito interessantes para
todos os Oradores. 1 vol. 8°.
Oraçào consolatoria na morte do Serenissimo D. Antonio, Principe da Beira, na
qual se dá huma noticia geral da morte dos Primogenitos dos Reis de Portugal.
Compendio dos principaes preceitos da construçào metrica, e ensaio breve da
Poetica.
Traductions.
Viagens de Gulliver a varios Paizes remotos, ou critica universal a todos os vicios
que contaminào a Sociedade. 2 vol. 8°.
Viagens de Henrique Wonton às terras austraes, e ao paiz dos monos, onde se
descreve energicamente os costumes, caracter, Sciencias, e Politica d'estes
extraordinarios habitantes: ou critica universal a todos os vicios. 5 vol. 8°.
Unter den 19 für das Jahr 1801 erwähnten Werken sind vier
Zeitschriften sowie vier literarische Werke oder Übersetzungen
literarischer Werke. Drei gehören zum Bereich der Rhetorik und zwei (die
Bibliotheca historica de Portugal, e Ultramar und die Privilegios e
elogios ás Senhoras Portuguezas) lassen sich trotz einer gewissen Nähe
zur Literatur nicht einwandfrei einordnen. Lediglich sechs der im Jahr
1801 veröffentlichten Werke können als metalinguistisch angesehen
werden, wobei es sich um zwei Werke zum Portugiesischen, zwei zum
Latein, eine Englischgrammatik und eine Italienischgrammatik handelt.
Schließlich kann festgestellt werden, dass Balbis Repertoire an
bibliographischen Angaben zu Werken, die zwischen 1801 und 1819
veröffentlicht wurden, ganz offenbar nicht den Anspruch einer
vollständigen Liste aller erschienenen Bücher erhob, sondern vielmehr
einen grundlegenden Überblick über die wesentlichsten Publikationen
bieten sollte, die zum Zeitpunkt der Drucklegung von Balbis Werk als
aktuell angesehen werden konnten und wohl zumindest teilweise auch
noch im portugiesischen Buchhandel erhältlich gewesen sein dürften.
3 José Vicente Gomes de Moura und die Noticia Succinta
José Vicente Gomes de Moura wurde am 22. Dezember 1769 in
Pousadouros (Mouronho) geboren, das damals zum Kreis Coja, heute
Tábua (Distrikt Coimbra) gehörte. Nach dem Besuch des Bischöflichen
Priesterseminars von Coimbra seit 1779 bis zur Priesterweihe am 21.
124
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Dezember 1793 unterrichtete er an dieser Institution von 1795 bis 1798
mehrere Fächer als Vertreter und wurde wenig darauf zum Schulmeister
für Latein im heimatnahen Penacova ernannt (1798-1803). Ab 1803 war er
als Professor am Colégio das Artes tätig, dem geisteswissenschaftlichen
propädeutischen Institut der Universität Coimbra, wo er im Laufe der Jahre
die Fächer Latein, Griechisch und Antike Geschichte unterrichtete.
Infolge seiner langjährigen Erfahrung als Dozent in verschiedenen
geisteswissenschaftlichen Disziplinen war sich Moura des allgemeinen
Mangels an geeigneten Lehrbüchern wohl bewusst. Dies veranlasste ihn,
ab 1821 eine Anzahl an Lehr- und Handbüchern zu veröffentlichen, die
für den Einsatz in den weiterführenden Schule bestimmt waren, weshalb
Moura als einer der maßgeblich Verantwortlichen für die Abfassung
neuer Schullehrbücher im Portugal der 1820-er und 1830-er Jahre
anzusehen ist. Eine besondere Tragweite erhielten Mouras Schulbücher
zudem durch seine Tätigkeit als Mitglied der Junta da Diretoria Geral
dos Estudos (Vorgängerin des heutigen Ministério da Educação e
Ciência) seit 1823 sowie als Direktor und Revisor der Universitätsdruckerei der Universität Coimbra ab März 1831.
Da er während des Bürgerkrieges von 1828 bis 1834 Parteigänger des
absolutistischen Königs D. Miguel I (1802-1866, regierte zwischen 1828
und 1834) war, hatte die akademische und publizistische Tätigkeit von
José Vicente Gomes de Moura ein jähes Ende, als er 1834 infolge des
Siegs der liberalen Partei aller seiner Ämter enthoben wurde.
Nachdem er auf diese Weise 'aufs Altenteil' in die väterliche Heimat
Póvoa de Abraveia in Vila Nova de Poiares befördert wurde, erfolgte eine
gewisse Aussöhnung erst, als er offiziell im Jahr 1839 pensioniert wurde.
Durch diesen Verwaltungsakt wurde Moura ermöglicht, seine 1834
unterbrochene Arbeit am Lexicon Graeco-Latinum Manuale wieder
aufzunehmen. Mit dieser monumentalen Aufgabe der Ausarbeitung eines
griechisch-lateinischen Wörterbuchs für das portugiesische Schulsystem
beschäftigte sich Moura die letzten Jahre seines Lebens und weigerte sich
sogar konsequent, im Jahr 1842 die Ernennung als Bischof von Viseu
anzunehmen. Kurz nach dem Abschluss der Arbeiten am Manuskript des
ambitionierten Wörterbuchs starb José Vicente Gomes de Moura in
seinem Haus in Abraveia am 1. März 1854 um 21:30 Uhr.
Neben der Noticia Succinta (Moura 1823), der wir uns im Folgenden
eingehender widmen werden, sind Mouras wichtigste Veröffentlichungen
die Grammatik Compendio de Grammatica Latina e Portugueza (11829),
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
125
die komparatistische Paradigmensammlung Taboas de Declinação e
Conjugação para aprender as Linguas Hespanhola, Italiana e Franceza,
comparando-as com a Portugueza (1821), die portugiesische Ausgabe des
lateinischen Griechischwörterbuchs Benjamini Hederici Lexicon graecolatinum manuale, doctorum virorum curis castigatum et auctum, nunc
primum Lusitanis graecae linguae scholis adcommodatum (ab 1845),
sowie die lateinischen Lesebücher Selecta e veteribus Scriptoribus loca
(1825/1827, 2 Bände), Selecta ad usum Scholarum Rhetoricas (1828) und
Selecta e veteribus Scriptoribus Poëmata (1833) und das griechische
Lesebuch Selecta ex graecae linguae poetis (1830, 2 Bände).32
3.1 Die Noticia Succinta dos Monumentos da Lingua Latina
Die Noticia Succinta dos Monumentos da Lingua Latina, e dos subsidios
necessarios para o estudo da mesma wurde in zwei Teilen veröffentlicht,
die mit einem einzelnen Titelblatt und der Jahresangabe 1823
veröffentlicht wurden33 und insgesamt [VIII] + 460 Seiten umfassen. Die
einzig veröffentlichte Auflage entstammt den Druckstöcken der 'Real
Imprensa da Universidade' der Universität Coimbra. Nach einer kurzen
Vorstellung der Struktur des Werks werden wir im Folgenden die Teile
der Noticia Succinta vorstellen, aus deren das Interesse des Verfassers an
sprachwissenschaftsgeschichtlichen Fragestellungen in Portugal (und
nicht nur dort) am deutlichsten hervortritt.
3.1.1 Die Struktur der Noticia Succinta
Was die Anordnung des Texts anbelangt, weist die Noticia Succinta die
folgende Struktur auf:
32
Für ausführlichere Informationen über Moura und sein Werk, vgl. Kemmler
(2010: 65-69).
33
Der erste Teil mit dem Titelblatt und der Jahresangabe 1823 wurde gegen Mitte
desselben Jahres gedruckt und veröffentlicht. Ohne eigenes Titelblatt wurde der
zweite Teil als offensichtlich abhängiger Bestandteil des ersten Teils veröffentlicht. In
Anbetracht der im Nachlass des Verfassers erhaltenen Unterlagen bietet es sich an, die
Geschichte des Werks zu rekonstruieren.
126
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Inhalt
[Titelblatt] NOTICIA SUCCINTA DOS MONUMENTOS DA
LINGUA LATINA E DOS SUBSIDIOS NECESSARIOS PARA O
ESTUDO DA MESMA
[Leerseite]
[Ode:] EPINICIVM.34
PARTE I. NOTICIA SUCCINTA DOS MONUMENTOS DA LINGUA LATINA.
[Zitat]35
PROLOGO.
INTRODUCÇÃO. OBSERVAÇÕES GERAES SOBRE AS LINGUAS.
CAPITULO I. IMPORTANCIA E ORIGEM DA LINGUA LATINA.
CAPITULO II. INTRODUCÇÃO, CARACTERES MATERIA, E INSTRUMENTOS
DA ESCRIPTURA ROMANA. FORMA E VARIO ARTIFICIO DOS LIVROS.
CAPITULO III. INSCRIPÇÕES LAPIDARES.
CAPITULO IV. MOEDAS E MEDALHAS.
CAPITULO V. MANUSCRIPTOS LATINOS.
ESCRIPTORES LATINOS E EDIÇÕES DE SUAS OBRAS.
[CAPITULOS VI.-XVIII.]36
ADVERTENCIA.
PARTE II. SUBSIDIOS NECESSARIOS PARA O ESTUDO DA LINGUA LATINA.
[Zitat]37
Seiten
[I]
[II]
[III-VI]
[VII]-284
[VIII]
1-2
3-24
25-27
27-31
31-33
34-37
38-43
43-283
284
285-432
286
34
Die als 'Epinicium' oder Siegeslied bezeichnete Ode ist dem damaligen Herzog von
Beja D. Miguel (1802-1866), dem drittgeborenen Sohn des Königs D. João VI (17671826, Regent ab 1792, König ab 1816) gewidmet. Der lateinische Text der Widmung
lautet wie folgt: «MICHAELI, OPTIMO IOANNIS VI. ET CARLOTAE FILIO,
SVMMO LVSITANARVM COPIARVM DVCI, ET PATRIAE STATORI».
35
Das vollständige Zitat von Olaus Borrichius findet sich in Walch (1716: [XI-XII]):
«OLAVS BORRICHIVS ait (Orat. de Studio Latinitatis purae T. II. Diss. seu orat. Acad.
p. 153.): dulcis censetur Gallica, arguta Britannica, Hispanica & Italica graues,
mascula & minax Teutonica, ut ceteras hic præteram, nulla tamen in his omnibus
virtus eminet, quæ in latina non sit eminentior, torosior, conspectior. Pertinet et ad
gloriam Latinae Linguae quod eam salutifera CRUX nobilitarit; quas laudes licet
participet cum Hebræa et Græca, alia tamen dote easdem superat, quippe
universitatem generis humani latius informat instruitque, ut beneficia, a Cruce
SALVATORIS pendentia, per orbem terrarum didantur proclivius. Taceo nullam
artem, saltem nobiliorem esse, nullam scientiam, nullum philosophandi, machinandi,
ingeniique elimandi studium, quod ab hac non lumen, non robur, non cultum
elogiumque politum accersat.
JO. GEORGIVS WALCHIVS Historia Critica Linguae Latinae in Praefatione». Änderungen im Verhältnis zum Originaltext werden durch Fettbuchstaben wiedergegeben.
36
Es handelt sich um die Kapitel VI bis XVIII, die hier nicht wiedergegeben werden, da
sie sich lediglich auf Schriftsteller der verschiedenen Epochen der lateinischen
Literatur beziehen.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
CAPITULO XIX. ESCOLHA DAS EDIÇÕES.
CAPITULO XX. ESCOLHA DOS AUCTORES LATINOS.
CAPITULO XXI. DICCIONARIOS LATINOS.
CAPITULO XXII. ARCHEOLOGIA.38
CAPITULO XXIII. GRAMMATICA LATINA.
CAPITULO XXIV. HERMENEUTICA.
CAPITULO XXV. METHODO DE ENSINAR OS PRINCIPIOS DA GRAMMATICA GERAL, OS RUDIMENTOS DA GRAMMATICA LATINA, A CONSTRUCÇAÕ
DOS AUCTORES, A LINGUA PORTUGUEZA COM A LATINA, E A COMPOSIÇAÕ
39
DO LATIM.
CAPITULO XXVI. ERUDIÇÃO NECESSARIA AOS PROFESSORES DE
40
LINGUA LATINA.
ERRATAS E ADDIÇÕES.
INDEX DAS MATERIAS.
INDEX DOS ESCRIPTORES LATINOS, QUE FLORESCÊRAÕ ATÉ O
SECULO XIV.
RELAÇÃO DOS SENHORES SUBSCRIPTORES.
127
287-292
293-299
300-314
314-331
332-363
363-384
385-418
419-432
433-440
441-448
449-457
458-460
Die Inhaltsübersicht macht deutlich, dass Moura sich vorrangig mit
Themen beschäftigt, die mit der lateinischen Sprache zu tun haben. Für
unsere folgende Untersuchung sind vor allem die Kapitel XXI und XXIII,
37
«Semper enim, quacumque de arte aut facultate quaeritur, de absoluta et perfecta
quaeri solet . . . Vis enim et natura rei, nisi perfecta ante oculos ponitur, qualis et
quanta sit, intellegi non potest.
CICERO De Oratore Lib. III. Cap. XXII».
Plurimum in praecipiendo valet RATIO, quae doctissimo cuique planissima est
. . . Nemo sic in maioribus eminet, ut eum minora deficiant: nisi forte Jovem quidem
Phidias optime fecit, illa autem, quae in ornamentum operis ejus accedunt, alius
melius elaborasset.
QVINTILIANVS Institutionum Orator. Lib, II. Cap. III».
Beide Zitate sind in den entsprechenden Stellen der zitierten Werke zu finden. Die
drei Punkte in Mouras Zitat kennzeichnen die Auslassung einiger Sätze durch den
Verfasser, so wie dies in der modernen Forschung durch […] oder (...) getan wird.
38
Für Moura (1823: 315-318) ist die Mythologie Bestandteil der Archäologie, ebenso
wie die alte Geschichte, die Geographie und die Chronologie (Moura 1823: 319-323),
sowie die Diplomatik (Moura 1823: 323-325) und andere Aspekte.
39
Neben dem Text des Methodo, enthält das Kapitel XXV noch etwas mehr als fünf
Seiten mit 'Exemplos' (Moura 1823: 413-418).
40
Moura (1823: 424-427) sieht auch die portugiesische Sprache als eine der Sprachen an,
die ein würdiges Studienobjekt darstellen. Diese Feststellung führt ihn zur ausführlichen
Diskussion über die Anfänge der Tradition portugiesischer metalinguistischer Texte in
all deren traditionellen Ausprägungen (Grammatiken, Orthographietraktate,
Wörterbücher) seit dem 16. Jahrhundert. Zusätzlich widmet sich Moura (1823: 427-432)
recht ausführlich den wichtigsten Werken der portugiesischen Literatur.
128
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
sowie die Kapitel XXV und XXVI von Interesse, wo einige mehr oder
weniger ausführliche bibliographische Hinweise unseres Verfassers zu
finden sind.
3.2 Die lateinisch-portugiesische Wörterbuchtradition im Kapitel XXI
Gleich zu Beginn des Kapitels über die lateinische (und volkssprachliche)
Lexikographie spiegelt die Definition Mouras lexikographiegeschichtliche Interesse wider, das nach seiner Vorstellung ganz offensichtlich
dazu dient, zu einem besserem Verständnis der aktuellen lexikographischen Situation beizutragen.
DICCIONARIO, Dictionarius (sc. liber), ou Dictionarium (sc. volumen); Lexicon,
λεξικὸν; Glossa, γλῶσσα; Glossema, γλώσσηµα; Glossario, Glossarium; Nomenclatura, ὀνοµαςικόν;41 Vocabulario, Prosodia, Thesouro da Lingua, etc. são alem de
outros muitos os nomes, com que se tem intitulado em diversos tempos varias
collecções de palavras com suas explicações. O uso dos Diccionarios passou dos
Gregos para os Latinos; mas nenhuma destas nações nos deixou um Diccionario
universal e completo de sua lingua, ainda mesmo depois de haverem cada uma
elevado á porfia seu idioma á maior perfeição, e abundarem de Classicos, cujas obras
offerecião larga materia para compol-o. Se nos restasse um Diccionario tal daquellas
duas linguas, he de crer, que elle suppriria, ao menos em parte, a falta, que sentimos,
de tantos monumentos perdidos (Moura 1823: 300).
Nach diesen einleitenden Worten, in denen er kurz auf die griechischlateinischen Ursprünge der Lexikographie eingeht, berichtet Moura über die
klassischen lateinischen Lexikographen, um infolgedessen auf die mittelalterliche Lexikographie einzugehen.42 Nach diesen etwas oberflächlichen
Eingangsbemerkungen widmet sich der Autor eingehend den verschiedenen Arten von Wörterbüchern43 und stellt einen umfangreichen Katalog
41
Abgesehen von dem fehlenden Konsonanten <-τ-> scheint offensichtlich, dass statt
der von Moura (1823: 300) erwähnten Form 'ὀνοµαςικόν' im Altgriechischen eine
korrekte Schreibung 'ὀνοµαστικόν' mit dem Gramphem <-σ-> statt dem üblicherweise
im Auslaut verwendeten <-ς> anzusetzen ist.
42
Für diese Angabe erwähnt Moura (1823: 300) den Franzosen Charles du Fresne, Sieur
du Cange (1610-1688) als Quelle: «CARLOS DU FRESNE faz um largo catalogo dos
Diccionarios da Idade Media na douta Prefação ao seu Glossarium Latinitatis mediae
et infimae». In der Haager Auflage dieses Werks (Du Cange 1772), umfasst das
Vorwort die Seiten 1-80.
43
Moura (1823: 301) unterscheidet insgesamt vierzehn Arten von Wörterbüchern und
zwar: 1) 'Diccionarios GRANDES', 2) 'Pequenos ou MANUAES', 3) 'UNIVERSAES', 4)
'PARTICULARES', 5) 'VULGARES', 6) 'TECHNICOS', 7) 'ALPHABETICOS', 8) 'SYNTHETICOS',
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
129
von zwölf «Regras para a composição e escolha dos Diccionarios» (Moura
1823: 302-306) auf, die sich sowohl an Wörterbuchbearbeiter wie auch an
deren Nutzer richten. Darauf folgt eine ebenfalls ausführliche
Rechtfertigung der erwähnten Wörterbuchvielzahl (Moura 1823: 306-308).
Nach diesen einleitenden Bemerkungen beginnt Moura (1823: 308)
mit dem Absatz «Catalogo dos Diccionarios, que começárão a apparecer
depois da restaurarão das Letras; e particularmente os de Calepino,
Roberto Estevaõ, Basilio Fabro e Forcellini» mit der eigentlichen
sprachwissenschaftsgeschichtlichen Darstellung. Auch wenn der Absatz
mit einer Aufstellung der wichtigsten Lexikographen des Lateinischen
beginnt, von dem er feststellt, dass dieser auf dem fünften Kapitel «De
Lexicis latinis eorundemque vsu» von Walchs (1716: 223-264) Werk
beruht, wird beispielsweise in den Anmerkungen über den Italiener
Ambrogio Calepino (Ambrosius Calepinus, ca. 1435 /1440-1510/1511)
offensichtlich, dass der portugiesische Verfasser den biobibliographischen
Informationen der Quelle Aspekte seiner Einschätzung und seines
Wissens als Latinist und Bibliophiler hinzufügt:44
Diccionario de CALEPINO. Este Diccionario composto por Ambrosio Calepino,
assim chamado por ser natural de Calepio na Lombardia, impresso pela primeira vez
em Regio de Lombardia em 1500. ou 1502., reimpresso muitas vezes em varios
lugares, melhorado pelos trabalhos de Passerat, la Cerda, de Allio e Jacob Facciolati,
passou por um Diccionario dos mais usuaes da Europa. Suas melhores edições são as
do dito Facciolati, feitas em Padua, de que ha muitas. João Baptista Gallicciolli
publicou o Calepino de Facciolati em Veneza 1777. 2. v. fol., promettendo grandes
melhoramentos, uns propriamente seus, outros extrahidos do Diccionario de
Forcellini. A esta edição se seguiu a de Padua de 1779. 2. v. fol. com uma erudita
9) 'ETYMOLOGICOS', 10) 'DAS MATERIAS', 11) 'PERFEITOS', 12) 'simplesmente LATINOS',
13) 'LATINO-VULGARES', 14) 'NOMENCLATURAS'.
44
Tatsächlich beschränkt sich Walch nicht allein auf die Namen der Verfasser und die
Titel deren Werke sowie das Jahr der Ausgabe, wie die Angabe von Moura (1823:
308) anzudeuten scheint. In teilweiser Berücksichtigung des umfassenderen Texts der
lateinischen Quelle geht Moura durchaus selektiv vor, indem er manche Inhalte
verwendet und andere nicht. Dabei ist offensichtlich, dass er oftmals über die Quelle
hinausgeht, insbesondere was die Anmerkungen zu modernen Auflagen anbelangt.
Dass Moura nicht unkritisch mit seiner Quelle umgeht, wird am Beispiel der von
Walch (1716: 231) erwähnten angeblichen adeligen Abstammung Ambrogio
Calepinos deutlich, die Moura implizit abzulehnen scheint: «Ambrosius de Calepio in
agro Bergomensi, quem quidam filium comitis Calepiensis fuisse, adfirmant,
conscripsit lexicon, cuius fama non inter exiguos litterarum fines continetur, prodiit
1500. & Venet. 1509. 1572. Paris 1510. 1525. Basil. 1544. 1560. 1627. Hagan. 1523.
Lugdun. 1647. post curam Passeratii & Ludouici de la Cerda, item 1681».
130
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
prefação, em que Gallicciolli he convencido de má fé e erros crassos, pela omissão de
palavras Latinas, e que vem em Forcellini, e de significações boas; e pela introducção
de palavras barbaras, e outros defeitos. Todas as edições de Facciolati são boas; as
posteriores melhores, e superior a todas a dita de 1779., cujo titulo he Calepinus
septem linguarum, hoc est, Lexicon Latinum variarum linguarum interpretatione
adjecta in usum Seminarii Patavini, editio decima . . . Patavii 1779. 2. v. fol. A
interpretação he feita em Italiano, Hebreo, Grego, Alemão, Francez e Hespanhol.
Traz no principio o catalogo dos Classicos, e no fim um pequeno Diccionario das
palavras barbaras, e outro Italiano-Latino. He Diccionario universal, e mui proprio
para o estudo de Latim, mais para as pessoas adiantadas, que para os principiantes: de
Calepino seu A. conserva pouco mais, que o nome (Moura 1823: 309).
Auch wenn die Darstellung nicht die Tiefe einer wissenschaftlichen
Dokumentation und Beschreibung der Anfänge der portugiesischen
Lexikographie in Portugal wie Telmo Verdelhos (1995) umfangreiche
Monographie oder gar selbst wie die Überblicksdarstellungen wie z.B.
diese von Ettinger (1991), Verdelho (2002, 2011) bzw. Kemmler / SchäferPrieß (2003) haben kann, halten wir den folgenden Abschnitt doch für
einen ersten Versuch einer Geschichtsschreibung der lateinisch-portugiesischen Lexikographie in Portugal, weshalb dieser vollständig
wiedergegeben wird:
§. 344. Latinos-Portuguezes e Portuguezes-Latinos.
Não se ha continuado a reimprimir o Dictionarium Latino-Lusitanum et LusitanoLatinum de JERONYMO CARDOSO, Professor de Humanidades na Universidade em
Lisboa, e grande Humanista, impresso Conimbr. 1569. 1587. 1695., Olyssip. 1592.
1601. 1619. 1630. 1643. e 1677. 4.° e 1694. fol. Tambem tem cessado de imprimir-se
a Prosodia de BENTO PEREIRA, em que vem um Diccionario Latino-Portuguez, outro
Portuguez- Latino com as phrases portuguezas e adagios explicados em latim, de que
ha varias edições successivamente augmentadas, Eborae 1634. 1697. e 1732.; Ulyssip.
1643. e 1647. etc. O mesmo se deve dizer do Dictionarium Lusitano-Latinum de
AGOSTINHO BARBOSA, impresso Bracharae 1611. fol. Os Diccionarios LatinosPortuguezes, que hoje correm, são Lexicon Latinum, Lusitana interpretatione adjecta,
ad usum Lusitanorum adolescentium in lucem editum jussu Josephi I. Regis
Fidelissimi, de que ha muitas edições desde 1762. A ultima he a de Lisboa de 1819.
4.º He Diccionario Manual, que carece dos nomes proprios; e nas posteriores edições
vem muito augmentado, e traz o Diccionario da Fabula de Chompré, vertido em
portuguez. Seu A. he PEDRO JOSE' DA FONSECA, Professor Regio de Rhetorica e
Poetica em Lisboa. Do mesmo erudito A. he o Diccionario Portuguez e Latino,
impresso tres vezes em Lisboa fol., de que a primeira edição he de 1771.: as outras
contêm o mesmo que a primeira. Magnum Lexicon Latinum et Lusitanum . . . editio
altera, priori longe auctior et emendatior, opera et studio R. P. M. Fr. Emmanuelis
Pinii Cabralii, Olisipone 1802. fol. Este Diccionario foi composto pelos Jesuitas, que
o tinhão meio impresso, quando sua Ordem foi extincta; e neste estado foi entregue
aos Franciscanos da Terceira Ordem, que o acabárão de imprimir, e fizerão a
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
131
sobredita reimpressão. Diccionario Port.-Lat. de CARLOS FOLQMAN, Lisb. 1755. 4.º
(Moura 1823: 310-311).45
Trotz seiner relativen Kürze zeugt dieser Text eindrucksvoll davon,
dass Gomes de Moura sich der Anfänge der portugiesischen Lexikographie bewusst war, die mit den zweisprachigen lexikographischen
Denkmälern des Humanisten Jerónimo Cardoso (? -1569) anzusiedeln
sind. Cardosos Hauptwerk ist die posthume Veröffentlichung des
Dictionarivm latinolvsitanicvm & vice versa lusitanico latinum (11570).46
Für die Zeit vor der Existenz weltweiter Bibliotheksnetzwerke wirkt es
schon bemerkenswert, dass Moura Kenntnis von zehn der insgesamt elf
bekannten Auflagen von Cardosos Werk zeigt: 11569 – oder vielmehr
1
1570 –,47 21587,48 31592, 41601, 61619, 61613, 71630, 81643, 91677,
10
1694, 111695, wobei kein Zweifel bestehen kann, dass Moura selbst im
45
In den «Erratas e addições» fügt Moura (1823: 439) hinzu: «1755. 4.º O Diccionario
Portuguez-Latino-Francez de JOAQUIM JOSE' DA COSTA E SA' (§. 391.)». Die Tatsache,
dass sich der tatsächliche Titel von dem angegebenen unterscheidet (es handelt sich
um das Diccionario portuguez-francez-e-latino; vgl. Sá 1794; Silva 1860, IV: 100;
Nr. 1683) führt zur Vermutung, dass Moura möglicherweise keinen direkten Zugang
zu diesem Werk gehabt haben könnte. Tatsächlich befindet sich im Nachlass der
Bibliothek von José Vicente Gomes de Moura, der gegen Ende des 20. Jahrhunderts
der Biblioteca Geral da Universidade de Coimbra (BGUC) von dessen Nachfahren
vermacht wurde (dieser Nachlass hat die Signatur 'Abraveia'), kein Exemplar dieses
dreisprachigen Wörterbuchs.
46
Die erste Auflage des portugiesisch-lateinischen Wörterbuchs Hieronymi Cardosi
Lamacensis Dictionarivm ex Lvsitanico in Latinvm Sermonem erschien in Lissabon
im Jahr 1563.
47
Da die Lizenz, das Privileg und die Widmung des deutschen Verlegers Sebastian
Stockhamer aus dem Jahr 1569 stammen, verweist Telmo Verdelho üblicherweise auf
dieses Werk als Cardoso (1569/1570). Tatsächlich konnte der Drucklegungsprozess
eines solches Werkes zur Zeit durchaus mehrere Monate und sogar Jahre dauern
weshalb wir es für angemessener halten, das auf dem Titelblatt des Wörterbuchs
angegebene Veröffentlichungsjahr anzugeben, auch wenn dieses möglicherweise
nicht mit dem heute wohl nicht zu rekonstruierenden tatsächlichen Veröffentlichungsjahr übereinstimmen mag.
48
Bislang hatten wir noch keinen Zugang zu einem Exemplar dieser Auflage. Allerdings
konnte in Erfahrung gebracht werden, dass die Universitäts- und
Forschungsbibliothek Erfurt/Gotha ein Exemplar mit den Angaben «Conimbricæ.
Excussit Ioannes Barrerius Typogr. Vniuersitatis, 1588» besitzt, das die Signatur Phil
4º 00415/01 hat.
132
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Besitz eines Exemplars der dritten Auflage war.49 Die einzige Auflage,
von der Moura keine Kenntnis zu haben scheint, ist Cardoso (51613), die
in Lissabon von Pedro Craesbeeck gedruckt worden war.50
Deutlich weniger kenntnisreich zeigt sich Moura bei der Beschreibung
der Editionsgeschichte des zweisprachigen Wörterbuchkomplexes von
Bento Pereira (1605-1681), das in den späteren Auflagen unter dem
Gesamttitel Prosodia in Vocabularium Bilingue, Latinum et Lusitanum,
digesta, in qua dictionum significatio, et syllabarum quantitas expenditur
bekannt war.51 Zutreffend stellt Verdelho (1982: 361) fest, dass es sich
hierbei um das 'terceiro dicionário português-latino' handle. Während der
lateinisch-deutsche Teil Prosodia in uocabularium trilingue latinum,
lusitanicum et castellanicum zum ersten Mal im Jahr 1634 veröffentlicht
worden war (Lisboa: António Craesbeeck de Melo), erschien das
portugiesisch-lateinische Gegenstück Thesouro da Lingua Portuguesa erst
im Jahr 1647 (Lisboa: Paulo Craesbeeck). Ohne das Spanische als
ursprünglich dritte Sprache wurden die beiden Wörterbuchteile ab 1661 in
einem einzigen Band zusammengefasst (Verdelho 1982: 361) und erfuhren
infolgedessen eine bislang von der modernen Forschung nicht erfasste
Anzahl an Auflagen und Nachdrucken.
In Bezug auf die Wörterbücher des Aufklärungshumanisten Pedro
José da Fonseca (1736-1816) treffen Mouras Feststellungen teilweise zu.
Das seit dem Jahr 1762 recht verbreitete zweisprachige lateinisch49
Mouras Exemplar aus dem Jahr 1592 befindet sich in der BGUC und hat die Signatur
Abraveia 9-(1)-2-7-12.
50
Obwohl das Privileg vom 4. Juni 1605 zugunsten des Lissabonner Buchhändlers
'Ieronimo Lopez' (Cardoso 1613: [IV]) in das Jahr 1605 zu datieren ist, dauerte die
Herstellung dieser Auflage des Wörterbuchs viele Jahre. So stammt der Beschluss der
Inquisition, der auf der Stellungnahme des Zensors Fr. Manuel Coelho vom 25.
Februar 1607 basiert, vom 6. März 1607. Die Lizenz des Ordinariats des Patriarchats
von Lissabon ist vom 27. August 1612. Trotz dieser posiviven Stellungnahmen der
am Zensurvorgang Beteiligten, erhielt der Buchhändler die königliche Drucklizenz
erst 1612, da die abschließende Stellungnahme des Oberhofgerichts (Desembargo do
Paço) wie im damaligen Zensurverfahren üblich vorschreibt, dass das Wörterbuch
nach erfolgter Drucklegung zur Besteuerung vorgelegt werden müsse, bevor es zur
Verbreitung kommen könne: «POdese imprimir este liuro vista a licença do santo
Officio, & do Ordinario: & não correrà sem vir á Mesa para ser taxado. Em Lisboa a
29 de Agosto de 612. Magalhães. Pinto. Barbosa. da Veyga» (Cardoso 1613: [II]).
51
Die zweisprachige lateinisch-portugiesische (und portugiesisch-lateinische) Ausgabe
von Pereiras Wörterbuch ist Gegenstand der Promotionsarbeit von Helena Maria
Serras Reis Silva Freire Cameron (2012) an der Universität Aveiro.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
133
portugiesische Wörterbuch hat den recht umfassenden Titel Petri Josephi
a Fonseca Olissiponensis Rhetorices atque Poetices Professoris Regii
Parvum Lexicon Latinum Lusitana interpretatione adiecta ad usum
lusitanorum adolescentium in lucem editum jussu Iosephi I. Regis
Fidelissimi. Die Betonung ist hier offensichtlich auf das lateinische
Adjektiv 'parvum' zu legen, da dieser Begriff das Werk als ein
Handwörterbuch in dem Sinn ausweist, wie er von Moura erwähnt wird.52
Die Informationen, die er über das ebenfalls im königlichen Auftrag
erstellte Diccionario Portuguez e Latino desselben Lexikographen
(Fonseca 1771) liefert, sind korrekt.
Aus historiographischer Sicht sind Mouras Angaben, die Einblicke in
die Entstehung des Magnum Lexicon (11780, 21802) geben, von großem
Interesse. Ganz offensichtlich als Nachfolgewerk von Pereiras Prosodia
gedacht, waren die Arbeiten am Wörterbuch noch von Jesuiten begonnen
worden. Infolge des Verbots dieses Ordens im Jahr übernahm der Franziskanerorden der 'Congregação da Terceira Ordem da Penitencia de S.
Francisco' die Arbeiten der Fertigstellung und Drucklegung des Werks,
wobei der Franziskaner Manuel Pina Cabral (Cabral 1802: [II]) als Autor
angegeben wurde.53
Bis vor Kurzem zu Unrecht vergessen war das Diccionario
Portuguez, e Latino (1755) des Lissabonners Carlos Folqman (1702-?),
welches als erstes portugiesisches Wörterbuch Inhalte des monumentalen
Werks von Bluteau übernahm, auf welches wir noch zu sprechen
kommen werden.54
52
In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass nach dem Tod des Verfassers im Jahr
1819 eine posthume Bearbeitung durch Miguel le Bourdiec besorgt wurde, der als
Lateinlehrer französischer Abstammung in Lissabon Autor von verschiedenen
metalinguistischen Werken war. Unser Exemplar des Parvum Lexicon aus dem Jahr
1819 umfasst [XXII], 816 Seiten und wurde mit einem Exemplar von Chompré
(81818) zusammengebunden. Die anonym erschienene portugiesische Übersetzung
des in Frankreich im 18. und 19. Jahrhundert äußerst populären Dictionnaire abrégé
de la fable (11727) des französischen Schulmeisters Pierre Chompré (1698-1760)
wurde in Portugal erstmals im Jahr 1779 veröffentlicht (vgl. Fonseca 1779 und
Kemmler 2005), und hatte bis ins Jahr 2004 nicht weniger als 22 portugiesischsprachige Auflagen.
53
Wie in Kemmler / Schäfer-Prieß (2003: 288) festgestellt wurde, tragen die späteren
Auflagen die Angabe, dass die Bearbeitung durch den Franziskaner José António
Ramalho bzw. ab 1834 durch Manuel José Ferreira erfolgte.
54
Folqman's Wörterbuch ist Gegenstand der Promotionsarbeit von Paula Cristina
Barbosa Araújo (2013) an der Universität Aveiro.
134
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
3.3 Zur Geschichte der einsprachigen Lexikographie
Infolge der Anmerkungen zu den lateinisch-portugiesischen Ursprüngen
der Lexikographie in Portugal im Kapitel XXVI, ist es Moura im Rahmen
seiner Überlegungen zur «Erudição necessaria aos professores de lingua
latina» ein offensichtliches Anliegen, auf die zeitgenössischen portugiesischen Wörterbücher einzugehen:
DICCIONARIOS PORTUGUEZES. Os Diccionarios Portuguezes-Latinos, proprios para
a composição de Latim, deixamos referidos no §. 344. Ha tambem Diccionarios de
Portuguez para outras Linguas, cuja noticia não he propria deste lugar. Dos
Diccionarios Portuguezes he e será sempre affamado o Vocabulario Portuguez e
Latino de D. RAFAEL BLUTEAU, Coimbra 1712. e segg. 8. v. fol., e o Supplemento,
Lisboa 1727. fol., no qual a parte Latina avulta pouco. Este diffuso Diccionario
contrahio ANTONIO DE MORAES E SILVA, Lisboa 1789, 2. v. 4.° gr., augmentado, ibid.
1813., e ainda mais, 1823. BERNARDO DE LIMA E MELLO BACELLAR Diccionario da
Lingua Portugueza, ibid. 1783. 4.º Vestigios da Lingua Arabica em Portugal por Fr.
JOAÕ DE SOUSA, de ordem da Academia R. das Sciencias. 4.° Novo Diccionario da
Lingua Portugueza, composto sobre todos os que até o presente se tem dado ao prélo,
etc. nova edição, ibid. 1817. 4.º, CANDIDO LUSITANO Diccionario Poetico, Lisboa
1794. 4.º, he util aos poetas principiantes e aos oradores, edição II.; e ha já III.
Diccionario da L. Portugueza, publicado pela ACADEMIA R. DAS SCIENCIAS de Lisboa,
ibid. 1793. 1. v. fol., contém só a letra A. He Diccionario grande, e rico de vozes e
phrases, provadas com auctoridades copiosas, de adagios e de vocabulos antigos e
antiquados, com bom prologo; planta para se formar o Diccionario; Memorias e
louvores da Lingua Portugueza; e Catalogo dos AA.. que se lêrão . . . para a
composição do Diccionario. Todos os diccionaristas posteriores se servem delle em
quanto á letra A, e se se acabasse competiria com os mais ricos Diccionarios das
Linguas vivas da Europa. Diccionario Geral da Lingua Portugueza de algibeira, por
TRES LITERATOS Nacionaes, Lisboa 1818˗21. 3. v. 8.° Todos os Professores de Latim
devem ter algum Diccionario, e de todos o mais vulgar he o dito de Antonio de
Moraes e Silva. Ensaio sobre alguns Synonynos da Lingua Portugueza por Fr.
FRANCISCO DE S. LUIZ, Monge Benedictino, e depois Bispo e Reformador Reitor da
Universidade. He a primeira obra, que temos, deste genero, em que seu A. merece o
louvor de abrir um caminho, até agora nunca trilhado. Resta colligir mais vocabulos, e
provar as definições e differenças destes por exemplos tirados de nossos Classicos, o
que só póde ter lugar em obra mais volumosa, para a qual abriu a porta o dito Ensaio,
Lisboa 1821. 4.° (Moura 1823: 426)
Wie nicht anders zu vermuten war, beginnen die Bemerkungen zur
einsprachigen lexikographischen Tradition mit dem zehnbändigen
Vocabulario Portuguez e Latino (1712-1728) des französischstämmigen
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
135
Theatiners Rafael Bluteau (1638-1734).55 Dies leuchtet durchaus ein, liegt
doch, wie Moura recht überzeugend darlegt, das Hauptaugenmerk des
Lexikographen auf der Beschreibung des Portugiesischen und nicht so
sehr in der Darbietung lateinischer Entsprechungen.
Während jedoch strikt chronologisch gesehen das Diccionario da
Lingua Portugueza von Bernardo de Lima e Melo Bacelar (1783) das
erste eigentliche einsprachige Wörterbuch des Portugiesischen ist,
betrachtet die einschlägige Forschung üblicherweise das zweibändige
gleichnamige Werk von António de Morais Silva aus dem Jahr 1789 als
die eigentliche erste Veröffentlichung dieser Art in Portugal. Diese
Einschätzung der modernen Lexikographiegeschichte56 scheint in Moura
(1823: 426) bestätigt, wo über die reine bibliographische Angabe hinaus
keinerlei Anmerkung zu Bacelars Worterbuch zu finden ist, während das
Wörterbuch von Morais immerhin als das verbreitetste aller portugiesischen Wörterbücher hervorgehoben wird.57
Das Novo Diccionario (11806), von dem Moura die zweite Auflage
aus dem Jahr 1817 als 'nova edição' erwähnt, ist ein Handwörterbuch, das
nach Auskunft von Verdelho (1994: 679) auf Grundlage des Morais
erstellt wurde und während des 19. Jahrhunderts etliche Auflagen erfuhr.
Da es weniger Erfolg auf dem Buchmarkt hatte, als das zuvor erwähnte
Werk, verdient das Diccionario Geral da Lingua Portugueza de algibeira
(1818-1821) in Mouras Darstellung nur eine recht lakonische Erwähnung.
Deutlich mehr Interesse weckt bei Moura hingegen das Akademiewörterbuch Diccionario da Lingua Portuguesa, dessen erster Band (AAzurrar) im Jahr 1793 von der Academia das Ciências de Lisboa veröffentlicht wurde (vgl. ACL 1993). Es handelt sich um ein sehr großzügig
angelegtes Autoritätenwörterbuch das, wenn es denn je fertiggestellt
worden wäre, höchstwahrscheinlich den Umfang des als 'Diccionario de
Autoridades' bekannten Diccionario de la lengua castellana (1726-1739,
sechs Bände) der Real Academia Española gesprengt hätte. Bekanntlich
55
Bluteaus Großwörterbuch ist Gegenstand einer der Promotionsarbeit von João Paulo
Martins Silvestre (2004) an der Universität Aveiro. Seit der Promotion hat der
Portugiesische Kollege einiges zu Bluteau veröffentlicht. Unter diesen
Veröffentlichungen sind die beiden Monographien Silvestre (2008) und Silvestre
(2012) hervorzuheben.
56
Vgl. Verdelho (1994: 676) und Kemmler / Schäfer-Prieß (2003: 288).
57
Im Nachlass von José Vicente Gomes de Moura in der BGUC ist ein Exemplar der
fünften Auflage aus dem Jahr 1844 mit der Signatur Abraveia 9-(1)-5-4-8 erhalten.
136
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
wurden die mehr als zweihundert Jahre andauernden lexikographischen
Bemühungen der Academia de Ciências de Lisboa erst im Jahr 2001 mit
der Publikation eines das vollständige Alphabet umfassenden zweibändigen Wörterbuchs (ACL 2001) 'abgeschlossen'.
Sowohl das bereits erwähnte Werk Vestigios da Lingua Arabica
em Portugal (11789) von João de Sousa wie auch das Diccionario
Poetico von Francisco José Freire (1719-1773), der mehr unter seinem
arkadischen Namen Cândido Lusitano bekannt ist, unter dem auch das
Werk veröffentlicht wurde, sind Fachwörterbücher. Freires Werk
bietet eine Vielzahl von Synonymen und Beinamen für die
Versbildung. Auch die Synonymstudie Ensaio sobre alguns
Synonymos da Lingua Portugueza (11821, vgl. São Luís 21824) des
Kardinals Saraiva verdient Mouras Aufmerksamkeit.
3.4 Zur Geschichte der lateinisch-portugiesischen
Grammatikographie
Unter dem Untertitel «grammatica latina» des Kapitels XXIII widmet sich
Moura (1823: 332-363) recht ausführlich der lateinischen und volkssprachlichen grammatischen Tradition. Seinen historiographischen Anmerkungen stellt er folgende Definition voran:
§. 354. Necessidade da Grammatica no estudo das Linguas.
A GRAMMATICA, isto he, aquella disciplina, que ensina a expressar correctamente
nossos pensamentos em alguma Lingua por meio da linguagem, quer fallada, quer
escripta, he um dos subsidios de absoluta necessidade no estudo das Linguas, quer ella
se tome em sua accepção a mais estreita, em que abrange as regras da declinação e
conjugação, as da construcção das palavras declinaveis e indeclinaveis, e as da
Prosodia, quer se tome na accepção mais lata abrangendo não só as ditas regras, cuja
collecção se chama Grammatica Technica, mas tambem a parte Critica e Exegetica.
A Grammatica tomada na accepção mais estreita he um subsidio para o estudo da
Lingua Latina (assim como de todas), em quanto em um bem ordenado systema,
formado pela observação da natureza do homem e das linguas, offerece as regras, que
ensinão o bom emprego das palavras, e o uso das construcções, constantemente
seguidos em qualquer Nação, para exprimir os pensamentos pela linguagem. E por
isso fallaremos da Grammatica Technica, indicando brevemente sua historia (em
quanto á Lingua Latina), e seus mais notaveis Escriptores (Moura 1823: 332).
In seiner Eigenschaft als Geschichtsschreiber lateinischer literarischer
Tradition definiert Moura die Grammatik als ein unverzichtbares Mittel
für das Lernen der lateinischen Sprache. Der Vergleich mit dem
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
137
folgenden Ausschnitt leitet uns zur Vermutung, dass Moura seine
Überlegungen zum Grammatikbegriff auf einer funktionalen
philosophischen Grammatik begründet hat, so wie wir diese bei António
de Morais Silva (1806: 9) finden:58
A Grammatica é arte, que ensina a declarar bem os nossos pensamentos, por
meyo de palavras.
2. A Grammatica Universal ensina os methodos, e principios de falar communs a
todas as linguas.
3. A Grammatica particular de qualquer, lingua v. g. da Portugeza, applica os
principios communs de todos os idiomas ao nosso, segundo os usos adoptados polos
que melhor o falão.
Neben der offensichtlichen Verbundenheit unseres Verfassers mit der
zeitgenössischen philosophischen Grammatiktradition, ist festzustellen,
dass er recht gut über historische wie aktuelle Werke der grammatischen
Tradition Bescheid weiß, über die er informieren will. Da dieses wichtige
Kapitel recht umfangreich ist, werden wir uns im Folgenden auf Mouras
Anmerkungen zur lateinisch-portugiesischen Grammatikographie und zur
portugiesischen Grammatikographie konzentrieren.59
Wie es kaum anders sein konnte, ist die erste von Moura (1823: 351352) erwähnte lateinisch-portugiesische Grammatik das Werk De
institvtione grammatica libri tres (1572) des madeirenser Jesuiten Manuel
Álvares (1526-1583):
§. 369. A Grammatica Latina floresce em Portugal no seculo XVI. A Arte do Padre
Manoel Alvares dá occasião a se estabelecer o systema Alvaristico.
A NAÇAÕ PORTUGUEZA sendo, se não a primeira, ao menos uma das que primeiro
se derão ao estudo das Linguas Grega e Latina, e que por essas pulírão sua Lingua
58
Vgl. auch Schäfer-Prieß (2000: 106).
59
Da es sich um ein Kapitel handelt, das sich vorrangig auf die wichtigsten Aspekte der
lateinischen Grammatik konzentriert, wobei aber insbesondere moderne und
zeitgenössische Werke Erwähnung finden, sind wir der Ansicht, dass die vollständige
Wiedergabe von Nutzen sein kann, was allerdings bei anderer Gelegenheit nachgeholt
werden soll. In diesem Zusammenhang mögen Mouras (1823: 343) Bemerkungen über
die französischen Grammatiker César Chesneau Dumarsais (1676-1756) und Nicolas
Beauzée (1717-1789) ausreichen, die erkennen lassen, dass er die Werke der beiden
Autoren in hinreichender Tiefe gekannt haben dürfte: «Se Du Marsais se distingue por
sua clareza e simplicidade, BEAUZE'E se avantajou aos Grammaticos anteriores pela
maior comprehensão de doutrinas, exactidão de ideas e solidez de suas discussões, que
ás vezes degenerão em sobejas e enfadonhas. ˗ Grammaire Générale, ou Exposition
raisonée des éléments nécessaires du langage, pour servir de fondement à l'étude de
toutes les Langues, Paris 1767. 2. v. 8.º He obra classica neste genero».
138
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
vulgar, não podia carecer do subsidio da Grammatica Latina, e bem assim de
Professores abalizados de Humanidades. Destes bastaria nomear Jeronymo Cardoso
na Universidade, quando esta estava em Lisboa, Lopo Gallego, e os outros
Professores seus collegas no Collegio das Artes, nomeados pelo Senhor D. João III.,
quando mudou a Universidade de Lisboa para Coimbra em 1537. Vid. §. 294.
Havendo porém sido entregue em 1555. aos Jesuitas o ensino das Humanidades,
usava-se da Arte da Grammatica Latina do Padre Manoel Alvares, da qual se fallou no
§. 368., então e com razão mui acreditada, até que foi excluida do Ensino Publico
pelas Instrucções Regias de 1759. He boa Arte practica, mas carece, assim como todas
as daquelle tempo, dos Principios da Grammatica Geral. Havendo de applicar-se para
o Ensino Publico, devêrão os Jesuitas vertel-a em Portuguez, e não ensinar aos
meninos a Lingua Latina, que ignorão, por um livro, escripto em Latim; juntar-lhe os
principios Geraes das Linguas, e a comparação da Latina e Portugueza; e emfim darlhe os melhoramentos, que resultão do maior estudo das Fontes de Grammatica, de
que se fallou nos §§. 361. e seg.
Auch wenn sie diese beinahe vollständig in lateinischer Sprache verfasst
ist, gehört Álvares' Grammatik wegen ihres Veröffentlichungsorts und
wegen der portugiesischen Verbparadigmen eindeutig in den Kreis der
lateinisch-portugiesischen Grammatiken. Besondere Wichtigkeit kommt der
Grammatik zu, weil diese seit 1598/1599 durch einen entsprechenden Passus
der jesuitischen Ratio Studiorum (vgl. Kemmler 2007: 15-16) den Charakter
einer offiziellen Lateingrammatik des weltweiten Sprachunterrichts der Gesellschaft Jesu erhielt, was dazu führte, dass bis ins 20. Jahrhundert weltweit
wohl mehr als 600 Auflagen und Varianten der Grammatik erschienen. In
diesem grammatikographischen Zusammenhang sind insbesondere die mehr
oder weniger umfangreichen Kommentare in portugiesischer Sprache zu
berücksichtigen, die schon seit jeher als cartapácios bekannt sind. Diese
Werke erschienen insbesondere im Laufe des siebzehnten und des
achtzehnten Jahrhunderts und wurden allesamt im Rahmen der pombalinischen Reformen 1759 verboten. Indem er einen etwas umfassenderen
Ausschnitt von Verney wiedergibt, nimmt Moura die Möglichkeit wahr,
seine Meinung zu diesen Werken zum Ausdruck zu bringen:
§. 371. Commentadores de Alvares.
Reputada porém esta Arte como texto, devia ter seus Commentadores e Expositores.
= "Sei (diz o judicioso Vernei no Verdadeiro Methodo de estudar Carta I.), que em
outras partes, onde se explica a Grammatica de Manoel Alvares, tambem lhe
accrescentão algum livrinho; mas tantos como em Portugal, nunca vi. As declinações
dos nomes e verbos, estudão pela Grammatica Latina; a esta se segue um Cartapacio
Portuguez de Rudimentos; depois outro para Generos e Preteritos, muito bem comprido;
a este um de Syntaxe bem grande (por José Soares, Lisboa 1689. 4.º); depois um livro, a
que chamão Chorro, e outro a que chamão Promptuario, pelo qual se apprendem os
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
139
escholios dos nomes e verbos; e não sei que mais livro ha."60 = E logo accrescenta: =
"Tudo aquillo se póde comprehender em um livrinho em 12.°, e não mui grande. = Um
dos mais applaudidos Expositores da Arte do P. Alvares foi JOAÕ DE MORAES DE
MADUREIRA FEIJÓ, de quem são Explicatio in omnes partes Artis P. Alvaris, Ulyssip.
1724. 4.°; Arte Explicada, ibid. 1730˗35. 4. v. 4.º Estas obras, que acabamos de indicar,
mostrão, que a Grammatica, que então vogava nas Escholas dos Jesuitas, era uma
Grammatica Sectaria; e estranhar-se-hia a qualquer, se quizesse alterar, ou contradizer a
doutrina de Alvares, ou desviar-se do methodo adoptado, e quando o ousasse, era havido
por temerario, e devia aguardar asperas respostas apologeticas a favor da doutrina de
Alvares, como aquella, que vem no fim do Tom. II. da Arte Explicada, e outras, de que
logo se fará menção. Assim em quanto as Nações Estrangeiras aplanavão o estudo da
Lingua Latina, examinando as doutrinas, e propondo os melhores methodos, jazia esta
disciplina entre nós em grande desmazelo, reduzida a um methodo servil, embaraçoso e
prolongado até o meado do seculo XVIII (Moura 1823: 354).
In seinem Kommentar zu den cartapácios nimmt José Vicente Gomes
de Moura eine eindeutig negative Haltung gegenüber Álvares' Methode
des Sprachunterrichts ein. Anstatt näher auf die durchaus interessanten
bibliographischen Fragen in Verbindung mit den cartapácios verweisen
wir an dieser Stelle auf die Veröffentlichungen zu dieser Textsorte von
Ponce de León (2001) und Kemmler (2007: 13-17). Auch die recht
unübersichtliche Editionsgeschichte der Arte explicada von João de
Morais de Madureira Feijó (1688?-1741) wurde bereits von uns
eingehend (aber mangels Zugang zu allen Ausgaben leider noch nicht
abschließend) untersucht (vgl. Kemmler 2007: 17-28), wobei
unzweifelhaft ist, dass der erste Band der ersten Auflage mit dem Titel
Explicationes in omnes partes totius artis R. P. Emmanuelis Alvarez è
60
Der Originaltext in Verney (1746: 59) lautet: «Sei, que em outras partes, onde seexplica a Gramatica de Manoel Alvares, tambem lhe-acrescentam algum livrinho:
mas tantos como em Portugal, nunca vi. As declinasões dos-Nomes e Verbos estudam,
pola Gramatica Latina, a esta se-segue um Cartapacio Portuguez de Rudimentos,
despois outro, para Generos, e Preteritos, muito bem comprido; a este um de Sintaxe
bem grande; despois um livro, a que chamam Chorro: e outro a que chamam
Promtuario, polo qual se-aprendem os escolios de Nomes e Verbos. e nam sei que
mais livro á». Im Vergleich zwischen Mouras Zitat und Verneys Originaltext lässt
sich erkennen, dass dieser zwar Originaltext verwendet, jedoch grundsätzlich alle
Eigenheiten von Verneys Rechtschreibsystem entsprechend dem damals üblichen
System der ortografia usual anpasst. Daneben fügt Moura die bibliographische
Angabe von José Soares' Explicationes in praecipuam partem totius artis P.
Emmanuelis Alvari (Lisboa, 11670) ein. Dieser Grammatikkommentar hatte eine
große Anzahl von Auflagen (Cardoso 1994: 164), wobei eingehendere
Untersuchungen zu diesem Werk und seinen Auflagen bislang fehlen.
140
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Societate Jesu im Jahr 1729 und nicht wie von Moura angegeben im Jahr
1724 veröffentlicht wurde.
Angemessener als die Zuordnung der Grammatik von Manuel
Álvares zu den lateinisch-portugiesischen Grammatiken ist hingegen die
Erwähnung von Amaro de Roboredo in diesem Kontext:
§. 370. Antes de Bacon tiverão os Portuguezes a idea da Grammatica Comparada.
Roboredo quer, que as Artes sejão escriptas em Portuguez. Inculca a Grammatica
Portugueza; e porque? Persuade o ensino da Grammatica Comparada, e dos
Principios da Grammatica Geral. Reconhece a utilidade de reunir no mesmo
Compendio as Grammaticas Latina e Portugueza. Roboredo não foi attendido pela
preponderancia do systema Alvaristico.
Este descuido he tanto mais notavel, quanto he certo, que João de Barros teve
idea da Grammatica Comparada (§. 364.), e Amaro de Roboredo, Grammatico mui
practico, e com o qual a Nação se póde honrar, publicava, antes da morte de Bacon,
em Lingua Portugueza Verdadeira Grammatica Latina, Lisboa 1615. 8.°;
Grammatica Latina mais breve, ibid. 1625. 8.º; Raizes da Lingua Latina em Latim e
Portuguez, 1621. 4.º; Porta de Linguas, ibid. 1623. 4.º; Methodo Grammatical para
todas as Linguas, ibid. 1619. 4.° em 3. partes. A Prefação desta ultima obra he mui
notavel pelas noções, que contêm, tão sans, como oppostas ás que então vogavão. 1.º
Insiste em que a Grammatica Latina deve ser escripta em Portuguez, e por isso chama
a seu methodo novo estilo, novo modo, novo caminho, e nota a pouca razão, que tẽe os
que ainda perfião que as Grammaticas se hão de escrever em Latim. 2.º Reconhece a
necessidade, que há, de se reduzir primeiro a Arte a Lingua materna; e logo a Latina,
Grega e Hebréa, e as mais, que quizerem apprender, mui correspondentes no mesmo
methodo (Moura 1823: 352).
Nach der neuerlichen Betonung, dass der portugiesische Renaissancegrammatiker João de Barros (1496-1570) bereits Jahre vor dem
Engländer Francis Bacon (1561-1626) einen Vergleich zwischen der
lateinischen und der griechischen Grammatik gefordert habe,61 stellt
Moura die vergleichenden Sprachlehrwerke von Amaro de Roboredo
vor,62 der immerhin der erste portugiesische Grammatiker ist, der sich an
den universalistischen Sprachvorstellungen der Minerva (21587; vgl.
61
Vgl Moura (1823: 341): «4.° Que não sendo possivel colligir doutrinas communs a
todas as Linguas, basta expor a theoria do que só he commum ás Linguas cultas, cujo
conhecimento nos póde ajudar no estudo das Sciencias. Esta idea teve o nosso João
de Barros, approvando o ensino da Grammatica Comparada das Linguas Portugueza,
Latina e Grega na prefação á sua Grammatica Portugueza, publicada em 1540, e 86
annos antes da morte de Bacon».
62
Nach Assunção / Fernandes (2007: XII) sind die Geburts- und Sterbedaten des
Grammatikers nicht bekannt. Während er möglicherweise in den achtziger Jahren des
16. Jahrhunderts geboren ist, scheint er noch im Jahr 1653 am Leben gewesen zu sein.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
141
Sánchez de las Brozas 1760) des Spaniers Francisco Sánchez de las
Brozas (1523-1600) orientierte, die ihrerseits als Anregung für die
französischen Grammatiker von Port Royal diente. Als zweite in
portugiesischer Sprache veröffentlichte Lateingrammatik überhaupt63 ist
die Verdadeira Grammatica Latina (11615, 22007) Roboredos erstes
Werk, in dem er als Abkehr von der jesuitischen Praxis den Lateinunterricht in portugiesischer Sprache fordert. Diese pädagogisch-linguistische
Ausrichtung ist im Methodo Grammatical para todas as Linguas (1619,
3
2007) deutlich verstärkt. Diese Grammatik wird in der modernen Forschung üblicherweise als Portugiesischgrammatik angesehen, kann jedoch
auch als drittes Werk der lateinisch-portugiesischen Tradition betrachtet
werden.64 Die Porta das Linguas (1623) ist ebenfalls ein didaktisches
Werk für den Lateinunterricht. Auf Grundlage der Ianua Linguarum sive
Modus maxime accomodatus, quo patefit aditus ad omnes linguas
intelligendas (Salamanca, 1611) bezweckt dieses Werk eine komparative
Vorgehensweise beim Lateinunterricht.65 Vielleicht liegt es an den
unterschiedlichen didaktischen Konzepten, dass Moura in diesem
Zusammenhang Bento Pereiras Ars grammaticæ pro lingua lusitana
addiscenda latino idiomate proponitur (11672) nicht erwähnt – und dies
63
64
65
Die erste portugiesische Lateingrammatik von Pedro Sanches wird von Moura (1823:
358-359) nur kurz und kommentarlos erwähnt, was Reflex ihrer Seltenheit sein
könnte: «PEDRO SANCHES DE PAREDES Arte de Grammatica pera em breve se saber
Latim, Lisboa 1610».
Eine kurze Zusammenstellung der Regeln der portugiesischen Grammatik findet sich
in der «Recopilaçam da grãmatica portugueza, e latina, pela qual com as 1141
sentenças insertas na arte se podem entender ambas as línguas», einem Anhang von
drei Seiten, der zwischen den Seiten 78 und 79 des Methodo Grammatical eingefügt
wurde (Roboredo 2007: 110-111). Dass dieses wichtige Dokument nicht Bestandteil
irgendeines anderen der Exemplare von Roboredo (1619) ist, konnte dies im Rahmen
der Arbeiten zur Dissertation von Gonçalo Fernandes an der UTAD (2002)
aufgefunden werden.
Assunção / Fernandes (2007: XI) stellen fest, dass das Werk von Roboredo (1623)
eine «[...] tradução portuguesa da Ianua Linguarum dos Jesuítas irlandeses [...]» sei.
Vgl. zu diesem Werk die neueren Untersuchungen von Schäfer-Prieß (2006) und
Fernandes (2004). Der entsprechende Vortrag von Barbara Schäfer-Prieß wurde im
September 2001 gehalten, der Artikel wurde hingegen erst im Jahr 2006
veröffentlicht. Der früher erschienene Artikel de Gonçalo Fernandes wurde im Jahr
2004 verfasst, ohne das der Verfasser Kenntnis der damals noch im Druck
befindlichen Arbeit der deutschen Kollegin gehabt hätte.
142
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
obwohl José Vicente Gomes de Moura selbst nachweislich ein Exemplar
der zweiten Auflage aus dem Jahr 1806 besaß.66
Es folgt der Hinweis auf die überhaupt erste portugiesische
Grammatik, die mehr als nur eine Auflage zur Lebenszeit ihres Verfassers
hatte. Dabei handelt es sich um die Regras da Lingua Portugueza (21725)
von Jerónimo Contador de Argote (1676-1749), die bereits im Jahr 1721
unter dem Pseudonym 'Padre Caetano Maldonado da Gama' veröffentlicht
wurde (vgl. Schäfer-Prieß 2000: 18; Kemmler 2012):
A mesma idea de reduzir a principios a Grammatica Portugueza foi reproduzida
por D. Jeronymo Contador de Argote, nas suas Regras da Lingua Portugueza, etc., e
por Antonio José dos Reis Lobato Arte da Grammatica da Lingua Portugueza: veja-se
porém o §. 407 (Moura 1823: 353-354).
Nach diesem fulminanten Start hatte die einsprachige Grammatikographie der portugiesischen Sprache jedoch keine unverzügliche
Fortsetzung, kam es doch erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts
zu einer Wiederaufnahme. Zur stetig zunehmenden Forderung nach einem
Lateinunterricht in der Volkssprache stellt Moura (1823: 355-356) zu
Recht die maßgeblichen Werke von Luís António Verney (1713-1792)
vor und betrachtet die damit verbundene grammatikographische und
metalinguistische Aktivität:
A reforma da Philosophia, produzindo em Grammatica estes dois effeitos, devia
por isso atacar o Methodo Alvaristico, tal qual então se achava, patenteando seus
defeitos. Para este fim concorrêrão notavelmente os escriptos de LUIZ ANTONIO
VERNEI, um dos maiores ornamentos da Igreja e da Nação Portugueza, insigne
Philosopho, Philologo e Latinista, Varão distincto por seus solidos conhecimentos, e
por aquella critica util, que não se contenta de indicar os erros, mas passa a mostrar,
como as cousas se devem melhorar com acerto. Os antigos Methodos atacou elle
solida e engraçadamente no Verdadeiro Methodo de estudar, Valensa 1747. 2. v. 4.º,
obra, que excitou tal commoção nos partidarios das opiniões antigas, que contra ella
se publicárão as Reflexões Apologeticas de Fr. Arsenio da Piedade, ibid.1748. Estas
forão replicadas pela Resposta ás Reflexões do P. Fr. Arsenio, publicada a favor de
Vernei, ibid. 1748.; e a esta se seguiu a Conversação familiar e Exame critico em
defeza das Reflexões Apologeticas, pelo Padre Severino de S. Modesto, ibid. 1750. 4.°,
66
Die Grammatica Lusitana Latino Idiomate proposita, et in quinque classes,
instructas, subsellus recto ordine distributis, diuisa, ut ab omnibus, tum domesticis
tum exteris frequentari possint weist als zweite Auflage von Pereiras 1672 in Lyon
erschienener Grammatik einen abweichenden Titel als die erste Auflage auf und
wurde 134 Jahre nach der ersten Auflage von der Impressão Regia in Lissabon
gedruckt (Pereira 1806). Das Exemplar unseres Grammatikers in der BGUC hat die
Signatur Abraveia 9-(1)-5-8-10, vgl. auch Cardoso (1994: 160).
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
143
etc. São suppostos os nomes dos AA. destas obras, e dos lugares de sua impressão; e
nellas Vernei se encobre sob o nome de Frade Barbadinho. He escusado dizer, que o
merecimento destas obras, nas quaes he atacado o methodo de Vernei, he o mesmo,
que o daquellas, em que se tracta de sustentar absurdos e eclipsar a luz da verdade. O
mesmo Vernei nos mostrou e inculcou os melhores Methodos, publicando sua Logica,
Romae 1751. 1757. e 1769.; Metaphysica, ibid. 1753.; Apparatus ad Philosophiam et
Theologiam, ibid, 1751.; e Grammatica Latina, Lisboa 1775. 4.º ed. III. De
orthographia Latina (§. 366.), Physica, ibid. 1769. 3. v. 4.º
Os esforços de Vernei em desfazer a preoccupação, que reinava a favor do
Systema Alvaristico, forão acompanhados pelos dos Congregados do Oratorio de
Lisboa, entre os quaes havia eruditos, e muito bons Latinistas, taes como o Padre
Antonio dos Reis, bom Poeta Latino, o Padre MANOEL MONTEIRO, Auctor do Novo
Methodo para se apprender a Lingua Latina, Lisboa 1751. 8.º; e o Padre ANTONIO
PEREIRA DE FIGUEIREDO (§. 394.).67 O Novo Methodo de Grammatica Latina, que este
publicára, Lisboa 1752, 8.º e a Part. II. 1753. muitas vezes repetido, v. g. 1765. ediç.
V., em cujo Prologo seu Auctor fazia cargo ao Padre Alvares de erros e de omissões,
commoveu tão fortemente a bile dos Alvaristas, que debaixo do nome de Manoel
Mendes Moniz publicárão o Anti-prologo Critico e Apologetico, Lisboa 1753., em que
defendem a doutrina de Alvares, e accusão, por uma especie de reconvenção, os erros
do dito Novo Methodo. Estas controversias entre os Oratorianos e os Alvaristas, como
versavão sobre materias de Grammatica Latina, levárão ambos os partidos ao exame
mais serio dos monumentos da Lingua, para provarem suas asserções; e puzerão os
Leitores em circumstancias de julgar da bondade, ou imperfeição dos dois methodos e
das doutrinas de ambas as Escholas. Já no §. 369. indicámos os defeitos do systema
Alvaristico; porém seus antagonistas não tinhão razão em menoscabarem uma Arte,
que orna a Literatura Portugueza, mereceu a maior estima dos Estrangeiros, e em que
se acha um systema practico de Grammatica Latina o mais accommodado para uso da
mocidade; e bem assim em fazer cargo a seu A. de defeitos, que a falta de monumentos ou de boas edições daquelle Seculo tornava inevitaveis (§. 359.).
Wie Moura zutreffend feststellt, beschränkt sich Verney als in Rom
lebender estrangeirado und Gelehrter, der sich eingehend mit dem
portugiesischen Bildungssystem beschäftigt hat, nicht darauf, nur all das
zu kritisieren, was er für negativ an Álvares' Grammatik hält. Vielmehr
unterbreitet er konkrete Vorschläge, die hauptsächlich auf dem Grundsatz
des volkssprachlichen Unterrichts begründet sind. Dieser Gedanke wird
gleichermaßen von dem Oratorianer António Pereira de Figueiredo
umgesetzt. Wie Andrade (1964) und Andrade (1966) zu entnehmen ist,
zog sich der Streit um Verneys Verdadeiro metodo de estudar über die
40-er und 50-er Jahre des achtzehnten Jahrhunderts. Begleitet wurde diese
67
In den «Erratas e addições» verbessert Moura (1823: 440): «(§ 294)». Im § 294. wird
der Name von António Pereira de Figueiredo lediglich erwähnt als einer der
'Latinistas Portuguezes' (vgl. Moura (1823: 248).
144
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Polemik durch die Kontroverse um Álvares' Grammatik, die ihren
Höhepunkt nach der Veröffentlichung des Novo Methodo de Grammatica
Latina (1752-1753, vgl Figueiredo 51765) hatte.68 Da der königliche
Erlass (alvará régio) vom 28. Juni 1759 (vgl. Kemmler 2007: 504-508)
ausdrücklich die Verwendung und sogar den Besitz jedweder
metalinguistischer Werke verbot, die mit dem Sprachunterricht der
Gesellschaft Jesu in Zusammenhang standen, wurden die portugiesischsprachigen Lateingrammatiken von Antonio Pereira de Figueiredo (Novo
Methodo de Grammatica Latina, reduzido a Compendio (1756) und
Antonio Felix Mendes zu Pflichtlehrbüchern des Lateinunterrichts erklärt.
Moura (1823: 358-360) dokumentiert sehr umfangreich, dass die
Abschaffung der jesuitischen Schulbücher tatsächlich den Weg für die
Veröffentlichung einer Vielzahl von neuen Sprachlehrbüchern ebnete:
§. 375. Grammaticos Latinos em Portugal, mórmente depois do meado
do Seculo XVIII.
Passando aos Compendios de Grammatica Latina, ou de suas partes, feitos entre
nós, já se indicárão alguns nos §§. 367. e segg. Aos AA. publicados antes do meado
do Seculo passado, se podem juntar: PEDRO SANCHES DE PAREDES Arte de
Grammatica pera em breve se saber Latim, Lisboa 1610. 8.º Fr. FRUCTUOSO PEREIRA
Arte de Grammatica Latina, Lisboa 1636. 4.º e 1652. 8.º Fr. JACOME DA CONCEIÇAÕ
Methodo facilissimo de apprender Grammatica, ibid. 1743. 4.º
Depois do meado do Seculo passado attrahírão a attenção publica a Grammatica de
Vernei, e o Novo Methodo de Ant. Pereira de Figueiredo, o qual, e a Grammatica da
Lingua Latina de Antonio Felix Mendes, (Lisboa 1759. 8.° ediç. IV.) forão adoptados
para uso das Escholas pelas Instrucções Regias para os Professores de Grammatica
Latina §. IV. A estes se seguírão outros Escriptores, que porfíárão, quanto estava de sua
parte, por illustrar a mocidade. MANOEL RODRIGUES MAIA publicou sua Arte de
Grammatica Latina, Lisboa em 8.º, e o Diccionario das Ellipses, ibid. 1780. 8.º A do P.
ANTONIO RODRIGUES DANTAS, saíu, ibid. 1773. 8.º; e sua Explicação da Syntaxe, ibid.
1799. 8.º, ed. II. e 1781. ed. III. A de ANT. PEREIRA XAVIER, ibid. 1784. 8.°, ed. III., e
Nova explicação da Syntaxe, ibid. 1788. 8.º DOMINGOS NUNES DE OLIVEIRA deu
Methodo novissimo para apprender a Grammatica Latina, ibid. 1786. 4.º FRANCISCO
LUIZ DE MAGALHAENS Compendio da Ellipse, ibid. 1805. ANTONIO DE PINA DE
ANDRADE Observações sobre as virtudes da boa Latinidade, etc., ibid. 1782. EMYGDIO
JOSE' DAVID LEITAÕ Novo Compendio da Grammatica Latina, Coimbra 1796 8.º
THOMAZ ANTONIO DA SILVA Grammatica Latina, Lisboa em 8.º Syntaxe Latina,
68
Bis einschließlich zur sechsten Auflage Jordão (1863: 15) ist das äußerst umfassende
Vorwort von meist um hundert Seiten (in Figueiredo 1765 sind es XCVII oder 97
Seiten) fester Bestandteil der Grammatik, wurde aber in den späteren Auflagen
ersatzlos gestrichen. Das Werk wie auch seine Editionsgeschichte sind bislang noch
nicht Gegenstand von umfassenderen wissenschaftlichen Untersuchungen gewesen.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
145
explicada segundo o moderno systema filosofico . . . por ***, Professor da L. Latina,
Lisboa 1785. 8.º MIGUEL LE BOURDIEC Grammatica Latina, Lisboa em 8.° JOAQ. JOSÉ'
DA COSTA E SA' Dissertação sobre os exercicios da eloquencia ou pura Latinidade, e
verdadeira imitação de Cicero, ibid. 1791. 8.º CANDIDO ANTONIO DE OLIVEIRA E SILVA
Avisos aos Estudantes da Grammatica Latina sobre o modo mais facil de entender e
analysar os periodos, ibid. 1780. 8.º SEBASTIAÕ JOSE' GUEDES E ALBUQUERQUE Arte de
traduzir de Latim para Portuguez, reduzida a principios, ibid. Fr. DIOGO DE MELLO E
MENEZES Novo Epitome de Grammatica Latina moderna, Lisboa 1795. 8.°, que foi
vertido em Hespanhol em 1797., e depois em Madrid 1803. com um supplemento de
Orthographia, Arte metrica, Tropos e Figuras de Rhetorica. Repetiu-se com o titulo
Arte Grammatico-Filosofica, Lisboa 1803.; e com o titulo Grammatica Filosofica da
Lingua Latina, reduzida a Compendio, ou Methodo suave, etc., ibid. 1823. No fim vem
este elogio, tirado da Gazette Littéraire, Juillet 1805.: Le P. Mello Menezes a publié une
Grammaire philosophique de la Langue Latine, que Dumarsais n'aurait pas désavouée.
La traduction de ce petit ouvrage en d'autres Langues ne nuirat pas à la réputation de
son auteur, que y déploie autant de gout, que de philosophie. JOAQUIM JOSE' DE CAMPOS
ABREU E LEMOS Grammatica Elementar da Lingua Latina por systema philosophico
com um Appendix de tres Tractados: 1.º Analyse Grammatical; 2.° Regras para traduzir
de Latim para Portuguez; 3.º Regras para a composição do Latim. ANTONIO MARIA DO
COUTO Juizo imparcial sobre varios pontos de Grammatica, em que não concordárão
dous Professores de Gram. Latina, Lisboa 1808., nelle se discutem varias doutrinas com
assás discernimento. JOSÉ' DE LEMOS PINTO FARIA Breve Tractado da medição dos
versos, ibid. 1823. 8.º JERON. SUARES (§. 373.).
Die verlegerische Tätigkeit auf dem Gebiet der portugiesischen
einsprachigen Grammatiken wurde ab 1770 mit der Arte da Grammatica
da Lingua Portugueza (11770) von António José dos Reis Lobato wieder
aufgenommen, von der bekannt ist, dass sie infolge des königlichen
Erlasses vom 30. September 1770 zur ersten offiziellen Schulgrammatik
in Portugal und seinen Kolonien erklärt wurde (vgl. Assunção 2000 und
Kemmler 2007: 521-522) Neben anderen Werken wird Lobatos
Grammatik in einem Zitat des historischen Teils der «Introdução» von
Barbosa (1822: XI) erwähnt:69
69
Barbosas (1822: XI-XII) Originaltext lautet wie folgt: «Portugal conheceo Grammaticas Portuguezas ainda antes que outras nações civilizadas tivessem huma na sua
Lingua. Quando Ramos em 1572 publicou a primeira Grammatica da Lingua
Franceza, ja Portugal tinha a de João de Barros, dada á luz em 1539, e a de Fernão de
Oliveira em 1552. Estas forão seguidas do Methodo Grammatical de Amaro de
Roboredo, impresso em Lisboa em 1619, da Grammatica do P. Bento Pereira, em
Londres no de 1672, da de D. Jeronymo Contador d'Argote em Lisboa 1721, e
finalmente da de Antonio José dos Reis Lobato em 1761.
Mas todas estas Grammaticas, alêm de muitos erros e defeitos particulares, que
nos seus lugares notarei, tem o commum de serem huns systemas meramente
analogicos, e fundidos todos pela mesma fôrma das Grammaticas Latinas; e nesta
146
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
GRAMMATICAS PORTUGUEZAS. Sobre este artigo diz o eruditissimo Jeronymo
Soares Barbosa na prefação da Grammatica Filosofica da Lingua Portugueza pag.
XI.: "Portugal conheceu Grammaticas Portuguezas ainda antes que outras nações
civilizadas tivessem uma na sua lingua. Quando Ramos em 1572 publicou a primeira
Grammatica Franceza (Grammere de P. de la Ramée, Paris. 1572. 8.º e 1587., e
vertida em Latim, Francof. 1583. 8.º), já Portugal tinha a de JOAÕ DE BARROS, dada á
luz em 1540., e 1785. 8.º, e a de FERNAÕ DE OLIVEIRA em 1536. (Todavia cita-se a
Grammaire française de Jacq. Dubois, chamado Sylvius, Paris 1537. 12.º). Estas
forão seguidas do Methodo Grammatical de AMARO DE ROBOREDO, impresso em
Lisboa em 1619. (Vid. §. 370.), da Grammatica do Padre BENTO PEREIRA em Londres
1692. (Ars Grammaticae pro Lingua Lusitana addiscenda, Lugd. 1672. 8.° e
Olisipone 1803. 8.º); da de D. JERONYMO CONTADOR DE ARGOTE em Lisboa 1721. (e
1725. 8.º); e finalmente da de ANT. JOSE' DOS REIS LOBATO em 1770. (Lisboa 8.°,
repetida muitas vezes). Mas todas estas Grammaticas alem de muitos erros e defeitos
particulares, que nos seus lugares notarei, tem o commum de serem uns systemas
meramente analogicos, e fundidos todos pela mesma fôrma das Grammaticas Latinas,
e nesta mesma consideração ainda mui imperfeitos por falta de muitas observações
necessarias sobre o genio particular e caracter da Lingua Portugueza. Grande parte
destes defeitos emendou já o A. dos Rudimentos da Grammatica Portugueza,
impressos em Lisboa em 1799., tomando por guia, quasi em tudo, a Grammatica da
Lingua Castelhana, composta pela R. Academia Hespanhola (Madrid. 1796. 8.º), a
qual entre as das Linguas vulgares tem merecido um distincto louvor. Esta
Grammatica porém he mais um systema analogico de regras e exemplos, do que
logico: e postoque reforme muitos abusos das antigas Grammaticas, segue com tudo a
mesma trilha; e desamparando os principios luminosos da Grammatica geral e
rasoada, multiplica em demasia as regras, que podia abbreviar mais, reduzindo-as a
ideas mais simples e geraes." He digna de ser lida toda aquella douta prefação.
A estes Escriptores accrescentaremos outros, que tractárão da Grammatica
Portugueza, ou de alguma parte della: DUARTE NUNES DE LEAÕ Orthographia da
Lingua Portugueza, Lisboa 1576. 4.°, e Origem da Lingua Portugueza, ibid. 1606. 4.°;
e ambas estas obras, ibid. 1784. 8.º PERO DE MAGALHAENS DE GANDAVO Regras, que
ensinão a escrever a Orthographia da Lingua Portugueza, etc., Lisboa 1574. e 1590.
4.º ALVARO FERREIRA DE VERA Orthographia ou methodo para escrever certo na
Lingua Portugueza, ibid. 1631. 4.° O P. BENTO PEREIRA Regras geraes. . . da
Orthographia, com que se podem evitar erros no escrever da Lingua Latina e
Portugueza, Lisboa 1666. 8.° JOAÕ FRANCO BARRETO Orthographia da Lingua
Portugueza, ibid. 1671. 4.° JOAÕ DE MORAES DE MADUREIRA FEIJÓ Orthographia,
mesma consideração ainda mui imperfeitos por falta de muitas observações
necessarias sobre o genio particular e caracter da Lingua Portugueza. Grande parte
destes defeitos emendou ja o auctor dos Rudimentos da Grammatica Portugueza,
impressos em Lisboa em 1799, tomando por guia quasi em tudo a Grammatica da
Lingua Castelhana composta pela Real Academia Hespanhola, a qual entre as das
Linguas vulgares tem merecido hum distincto louvor».
Neben einigen Änderungen orthographischer Natur, ist offensichtlich, dass Moura
Barbosas bibliographische Angaben korrigiert, wo er diese für nicht korrekt hält.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
147
Lisboa 1734. 4.º e 1818., e Coimbra 1739. Fr. LUIZ DO MONTE CARMELLO Compendio
de Orthographia com sufficientes catalogos e novas regras . . . e explicação de muitos
vocabulos antigos e antiquados, etc. Lisboa 1767. 4.° ANTONIO DE MELLO DA FONSECA
Antidoto da Lingua Portugueza, Amsterdam 4.º Tractado da Versificação Portugueza,
em que se contêm um compendio das regras da metrificação, um amplissimo
diccionario de consoantes, e instrucções para a perfeita poetica, por MIGUEL DO
COUTO GUERREIRO, Lisboa 1784 8.° JOAÕ PINHEIRO FREIRE DA CUNHA Breve Tractado
da Orthographia Portugueza, Lisboa 1788. 8.º e 1815. edição IX. MANOEL DIAS DE
SOUSA Grammatica Portugueza, Coimbra 1804. 12.º ANTONIO DE MORAES E SILVA
Epitome da Grammatica Portugueza, impresso á parte, e depois com o Diccionario da
Lingua P. do mesmo. ANONYMO Compendio da Grammatica Portugueza, Lisboa
1804. 8.º JOAÕ CRISOSTOMO DO COUTO E MELLO Gramatica Filosofica da Linguagem
Portugueza, ibid. 1818. 4.º JERONYMO SUARES BARBOSA As duas Linguas, e
Grammatica philosophica da L. P., ou Principios da Grammatica Geral applicados á
nossa linguagem (§. 365.). He esta a ultima obra impressa, com que este, nunca assás
louvado, Humanista illustrou nossa Literatura, e seria para desejar, que a impressão
fosse feita antes de sua morte. MANOEL BORGES CARNEIRO Grammatica, Orthographia
e Arithmetica Portugueza, ibid. 1820. 8.º (Moura 1823: 424-426)
Der zweite Absatz, der die übrigen portugiesischen Grammatiker aufführen soll, erwähnt zunächst recht genau die wichtigsten portugiesischen
Rechtschreibtraktate, beginnend von ihren Ursprüngen als eigenständige
Tradition, die ihren Anfang in den 1570-er Jahren mit den Werken von
Gandavo (11574) und Leão (11576)70 hatte. Die Beschreibung geht bis zu
den weitaus umfassenderen Werken von Feijó (11734)71 und Monte
Carmelo (1767). Das einzige rein metaorthographische Werk des Zeitraums, das in Mouras Übersicht fehlt, ist das von Lima (1736). Was die
Informationen zu den weiteren metasprachlichen Werken des späten achtzehnten Jahrhundert bis 1820 anbelangt, so sind diese nicht vollständig,
sondern dienen vielmehr dazu, die wichtigsten der 'aktuellen' Werke vom
70
Bereits in Kemmler (2001: 176) haben wir darauf hingewiesen, dass die ursprünglichen Stellungnahmen der Inquisition für die Drucklegung beider Werke aus dem
selben Jahr 1574 stammen. Während das Werk von Gandavo die Lizenz vom 9.
September 1574 trägt und deshalb vermutlich im selben Jahr gedruckt wurde, datiert
die abschließende Lizenz von Leãos Orthographia vom 18. September 1576. Die
Manuskripte, die für den Zensurprozess eingereicht werden mussten, sind eindeutig
zeitgenössisch, da sie nachweislich im selben Jahr eingereicht worden waren. Dies
erlaubt die Feststellung, dass beide Werke in der gedruckten Form ebenfalls und trotz
des Unterschieds von zwei Jahren als zeitgenössisch zu betrachten sind.
71
Für weitere Informationen zu den Auflagen allgemein sowie zur recht verwirrende
Frage der aus dem Jahr 1739 datierten Raubdrucke dieses wohl wichtigsten
metaorthographischen Handbuches des 18. und 19. Jahrhunderts vgl. Kemmler (2001:
205-208; 300-307).
148
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Standpunkt unseres Verfassers vorzustellen, der schon im Kapitel zuvor
folgende Übersicht von Werken aufstellt, die er für grundlegend hält:
10.º Em fim ajudará muito aos Professores a lição dos Philologos modernos, que
por seus escriptos aplanárão e facilitárão o estudo da Lingua Latina, dos quaes vem
muitos declarados nesta obra. Noltenio, citado no §. 39., dá no Tom. II. um longo
catalogo delles, classificados segundo o genero de materias, que tractárão. Há porém
alguns, que aos Professores são necessarios, ou mui uteis, que julgamos dever indicar
neste lugar, sem excluir outros excellentes, nomeados nesta obra.
Em GRAMMATICA GERAL: As duas Linguas, Beauzée, Sicard e Lanjuinais (§. 365.).
Em GRAMMATICA LATINA: Porto Real (§. 365.), Minerva de Sanches (§. 359.),
Vernei e Antonio Pereira (§. 372.).
Em GRAMMATICA PORTUGUEZA: Moraes e Silva (§. 407.), Jeronymo Suares
Barbosa (§. 365.).
DICCIONARIOS LATINOS: Forcellini, e Calepino (§. 343.), Magnum Lexicon, e o de
Pedro José da Fonseca (§. 344.).
DICCIONARIOS PORTUGUEZES: Bluteau, Moraes e Silva, o Dicccionario d'algibeira, o
da Academia R. das Sciencias (§. 407.).
DICCIONARIOS DE COMPOSIÇAÕ: os indicados no §. 344., e as Nomenclaturas do §.
346., o Portuguez Latino e Francez de Joaquim José da Costa e Sá, Lisboa fol. (Moura
1823: 389).72
Wie zu erkennen ist, handelt es sich großenteils um Autoren, deren
Werke bereits in anderen Zusammenhängen von Moura (1823) erwähnt
wurden.73 Durch diese Liste moderner Autoren bietet José Vicente Gomes
de Moura tatsächlich einen Katalog der wichtigsten Nachschlagewerke
dar, die zu den damaligen Lateinlehrern zur Verfügung standen.
Weil er einen sprachvergleichenden Ansatz im Sprachunterricht für
unverzichtbar hält, so wie dies die französische Grammaire générale
fordert, benennt Moura (1823: 345) eine Auswahl von Vertretern der
72
Diese Übersicht umfasst zudem noch Autoren der folgenden Bereiche, die wir hier
nicht wiedergeben: 'ANTIGUIDADES Romanas, Gregas e Hebraicas', 'ESTYLO',
'HISTORIA CRITICA DA LINGUA LATINA', 'HERMENEUTICA e METHODO' und 'PROSODIA e
VERSIFICAÇÃO'.
73
Die Werke von Beauzée (Grammaire générale, ou exposition raisonnée des éléments
nécessaires du langage, 1767) und Sicard (Éléments de grammaire générale
appliqués à la langue française, 11799, 31808) sind in den bibliographischen Angaben
erwähnt. Das Lanjuinais zugeschriebene Werk ist nichts anderes als die zweite
Auflage der Histoire naturelle de la parole, ou Grammaire universelle a l'usage des
jeunes gens (11776, 21816) von Antoine Court de Gébelin (1719-1784), die eine von
Jean-Denis Lanjuinais (1723-1827) verfasste biobibliographische Einleitung über
Court de Gébelin enthält.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
149
französischen Schule, wobei er insbesondere einige portugiesische
Grammatiker hervorhebt, die als Anhänger dieser Schule gelten:
Occupárão-se tambem de Grammatica Geral ou Comparada os Escriptores tanto
de Logica e de Ideologia, como de Grammatica particular de alguma Lingua. Entre os
primeiros devem mencionar-se LOCKE na obra sobre o entendimento humano;
CONDILLAC em varios de seus opusculos; DE TRACY em sua Ideologia, Paris 1803˗05.
3. v. 8.º; obra de reconhecido merecimento; Agostinho FR. D'ESTERAC na Grammaire
Générale, ibid. 1811. 2. v. 8.º, que contém um tractado de Ideologia, ou formação das
ideas, uma Grammatica Geral, uma Grammatica Franceza, e a arte de raciocinar;
DEGERANDO Des signes et de l'art de penser considérés dans leurs rapports mutuels,
ibid. 1800. 4. v. 8.º; ANTONIO LEITE RIBEIRO Theoria do discurso, applicado á Lingua
Portugueza, em que se mostra a estreita relação e mutua dependencia das quatro
sciencias intellectuaes, a saber: Ideologia, Grammatica, Logica e Rhetorica, Lisboa
1819. 8.°; MONGIN e outros. Dos segundos bastará indicar o Padre BUFFIER, o Abbade
GIRARD, Mr. DUÇARCQ, LEVIZAC, PIERRE ANTOINE LE MARE, JERONYMO SUARES
BARBOSA nas Duas Linguas (§. 374), e na Grammatica Philosophica da Lingua
Portugueza, ou Principios da Grammatica Geral, applicados á nossa linguagem,
Lisboa 1822. 4.º; e todos os outros, que tractárão a Grammatica de alguma Lingua,
comparando-a com a geral.
Wenn es sich auch um eine ebenso unvollständige wie ungeordnete
Übersicht zur Grammaire générale und deren Unterströmungen handelt,
sind aus portugiesischer Sicht die Werke der Portugiesen António Leite
Ribeiro (1785-1829) und Jerónimo Soares Barbosa (1737-1816) zu
nennen. Nicht zu Unrecht wird dessen posthum veröffentlichte
Grammatica Philosophica da Lingua Portugueza (11822) in der
modernen Forschung üblicherweise als Höhepunkt der portugiesichen
Grammatikographie in der vorwissenschaftlichen Periode betrachtet.
5 Zusammenfassung
Der vorliegende Beitrag stellt die aus der Perspektive der portugiesischen
Sprachwissenschaftsgeschichte relevanten Teile des Essai statistique sur
le royaume de Portugal (1822) von Adriano Balbi sowie der Noticia
Succinta dos Monumentos da Lingua Latina, e dos subsidios necessarios
para o estudo da mesma (1823) von José Vicente Gomes de Moura vor.
Was den italienischen Geographen anbelangt, so ist offensichtlich, dass
er bemüht ist, bibliographische Informationen über verschiedenste Wissensbereiche darzubieten. In diesem Kontext finden metalinguistische Werke in
den Rubriken «Dictionnaires, grammaires et langues étrangères» des
«Appendix à la géographie littéraire» sowie der Rubrik «GRAMMAIRE ET
150
LITTÉRATURE»
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
(oder ähnliche Bezeichnungen) des Kapitels «Tableaux
Bibliographiques: Des ouvrages publiés en Portugal depuis 1800 jusqu'en
1820» Erwähnung. Eine Untersuchung von Teilen der bibliographischen
Aufzeichnungen über metalinguistische Werke zeigt, dass Adriano Balbi vor
allem daran interessiert scheint, im Sinne eines 'Verzeichnisses Lieferbarer
Bücher' eine Überblick über die vorhandenen Werke in verschiedenen
Themenbereichen zu bieten. Da ihn ganz offensichtlich mehr die jüngere
Vergangenheit interessiert, als die ältere Vergangenheit, findet sich in Balbis
Werk keine wirklich greifbare linguistisch-historiographische Einstellung.
Der Grammatiker José Vicente Gomes de Moura hingegen kannte die
metasprachliche Produktion sehr gut, sei es aus historischer wie auch aus
zeitgenössischer Perspektive. In einigen Aspekten tritt sein Fachwissen und
sein persönlicher Bezug besonders deutlich hervor, was nicht nur durch die
Existenz der entsprechenden Werke im Nachlass seiner Privatbibliothek
belegt wird, sondern auch durch gelegentliche Zitate aus den
Originalwerken, mit denen er seine historiographische Darstellung
bereichert. Es ist offensichtlich, dass auch Moura nicht das Bewusstsein
erkennen lässt, Vorläufer einer linguistischen Disziplin zu sein, die als
'Sprachwissenschaftsgeschichte' bezeichnet werden könnte. Dennoch wird
klar, dass es ihm durchaus ein Anliegen ist, sowohl die Denkmäler der
historischen Sprachwissenschaft des vorwissenschaftlichen Zeitraums wie
auch die zeitgenössischen Autoren und Werke zu präsentieren. Dabei zeigt
Moura eindeutig das Bewusstsein, der Geschichtsschreiber der erzählten
Geschehnisse und Dinge zu sein.
Da sie mit anderen linguistischen Disziplinen den ernsthaften und
wissenschaftlichen Ansatz teilt, ist ohne Zweifel, dass die Geschichtsschreibung der portugiesischen Sprachwissenschaft als eine linguistische
Disziplin für sich anzusehen ist, die zwar unabhängig von all den anderen
linguistischen Disziplinen ist, die sich mit der portugiesischen Sprache als
Forschungsgegenstand beschäftigen, dabei aber die Methoden der
linguistischen Analyse mit den zumeist synchronen Schwesterdisziplinen
teilt. Trotz der etwas zaghaften Gehversuche innerhalb des französischen
Werks von Balbi, das offensichtlich vorbereitet wurde, als sich dieser in
Portugal befand, halten wir es für nachgewiesen, dass die (zunächst noch
vorwissenschaftlichen) Anfänge dieser Disziplin in Portugal dank der
Dokumentationsbemühungen von José Vicente Gomes de Moura bis
mindestens in das Jahr 1823 zurückgehen.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
151
6 Bibliographische Angaben
6.1 Primärliteratur
Argote, Jerónimo Contador de (21725): REGRAS / DA LINGUA / PORTUGUEZA, / ESPELHO
DA LINGUA / LATINA, / Ou disposiçaõ para facilitar o ensino da lingua Latina pelas /
regras da Portugueza, / DEDICADA / AO PRINCIPE / DE PORTUGAL / Nosso Senhor, /
PELO PADRE / DOM JERONYMO / Contador de Argote, Clerigo Regular, e
Academico / da Academia Real da Historia Portugueza. / Muyto accrescentada, e
correcta. / Segunda impressaõ. // LISBOA OCCIDENTAL, / NA OFFICINA DA
MUSICA, / M. DCC. XXV. / Com todas as licenças necessarias.
Bacelar, Bernardo de Lima e Melo (1783): DICCIONARIO / DA / LINGUA PORTUGUEZA,
/ EM QUE SE ACHARÃ'O DOBRADAS PALAVRAS DO / que traz Bluteau, e todos os
mais Diccionaristas juntos: a sua / propria significação: as raizes de todas ellas: a
accentua- / ção: e a selecção das mais usadas, e polídas: a Gram- / matica
Philosophica, e a Orthographía Racional / no principio, e as explicaçoens das
abbreviaturas / no fim desta Obra. / OBRA DA PRIMEIRA NECESSIDADE PARA
TODO / aquelle, que quizer falar, e escrever com acerto a lingua / Portugueza; por ser
impossivel, que pelos Livros atégó- / ra impréssos possa algum saber a terça parte do
idiô- / ma Portuguez. / COMPOSTO / POR / BERNARDO DE LIMA, / E ME'LO
BACELLAR, / PRIOR NO ALENTEJO &c. / Lisboa: Na Offic. DE JOZE' DE AQUINO
BULHOENS. / ANNO DE MDCCLXXXIII / Com licença da Real Meza Censoria.
Balbi, Adriano (1822): Prospetto politico-geografico dello stato attuale del globo sopra un
nuovo piano di Adriano Balbi, dedicato al signor cavaliere Daniel Renier podestà di
Venezia, In Venezia: Presso Giuseppe Molinari e Alessandro Garbo.74
Balbi, Adriano (1822): ESSAI STATISTIQUE / SUR / LE ROYAUME DE PORTUGAL / ET
D'ALGARVE, / COMPARE AUX AUTRES ETATS DE L'EUROPE, / ET SUIVI / D'UN
COUP D'ŒIL SUR L'ETAT ACTUEL DES SCIENCES, DES / LETTRES ET DES
BEAUX-ARTS PARMI LES PORTUGAIS DES / DEUX HEMISPHERES. / DEDIE / A
SA MAJESTE TRES-FIDELE, / PAR ADRIEN BALBI, / ANCIEN PROFESSEUR DE
GHEOGRAPHIE, DE PHYSIQUE ET DE MATHEMATIQUES, / MEMBRE CORRESPONDANT DE
L'ATHENEE DE TREVISE, ETC. ETC. / TOME PREMIER. // PARIS, / CHEZ REY ET
GRAVIER, LIBRAIRES, / QUAI DES AUGUSTINS, Nº 55 / 1822. [TOME SECOND mit
identischen bibliographischen Angaben]
Balbi, Adriano (1822): VARIÉTÉS / POLITICO-STATISTIQUES / SUR / LA MONARCHIE
PORTUGAISE; / DEDIEES A M. LE BARON / ALEXANDRE DE HUMBOLDT, / ASSOCIE
ETRANGER DE L'INSTITUT ROYAL DE FRANCE, MEMBRE DE / L'ACADEMIE ROYALE. DES SCIENCES
DE BERLIN, DE LA SOCIETE ROYALE / DE LONDRES, ETC., ETC, ETC.; / PAR ADRIEN BALBI. //
PARIS, REY ET GRAVIER, LIBRAIRES, QUAI DES AUGUSTINS / N° 55. / 1822.
74
Auch wenn wir bislang keinen direkten Zugang zu diesem Werk von [IV], 91, [I]
Seiten hatten, konnten die bibliographischen Angaben anhand übereinstimmender
Bestände verschiedener italienischer Bibliotheken bestätigt werden.
152
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Barbosa, Jerónimo Soares (11807): AS DUAS LINGUAS, / OU / GRAMMATICA /
PHILOSOPHICA / DA / LINGUA PORTUGUEZA, / COMPARADA / COM A /
LATINA, / Para / Ambas se aprenderem ao / mesmo tempo. / POR / JERONYMO SOARES
BARBOZA, / Deputado da Junta da Directoria Geral dos / Estudos, e Escolas do Reino
na / Universidade de Coimbra // COIMBRA. / NA REAL IMPRESSAÕ DA UNIVERSIDADE.
B[arbosa], J[erónimo] S[oares] (11822): GRAMMATICA / PHILOSOPHICA / da /
LINGUA PORTUGUEZA, / ou / PRINCIPIOS DA GRAMMATICA GERAL /
APPLICADOS Á NOSSA LINGUAGEM. / Por J. S. B. / Deputado da Junta da
Directoria Geral dos Estudos, e Es- / colas do Reino em a Universidade de Coimbra //
Lisboa: / Na Typographia da Academia das Sciencias. / 1822.
Barros, João de (31971): Gramática da Língua Portuguesa: Cartinha, Gramática, Diálogo
em Louvor da nossa Linguagem e Diálogo da Viciosa Vergonha, reprodução
facsimilada, leitura, introdução e notas por Maria Leonor Carvalhão Buescu, Lisboa:
Faculdade de Letras da Universidade de Lisboa.
Beauzée, Nicolas (11767): GRAMMAIRE / GÉNÉRALE, / OU / EXPOSITION
RAISONNÉE / DES ÉLÉMENTS NÉCESSAIRES / DU LANGAGE, / Pour servir de
fondement à l’étude de toutes les langues. / Par M. BEAUZEE de la Société royale des
sciences / et arts de Metz, des Sociétés littéraires d’Arras / et d’Auxerre, professeur de
Grammaire à l’Ecole / royale militaire / TOME PREMIER // A PARIS, / De
l’imprimerie de J. BARBOU, rue & vis-à-vis / la grille des Mathurins. / M DCC LXVII.
[TOME SECOND mit identischen bibliographischen Angaben]
Cabral, Manuel Pina (21802): MAGNUM LEXICON / LATINUM, ET LUSITANUM, / EX
DIUTURNIS / CELEBERRIMORUM, ERUDITISSIMOURUMQUE / PHILOLOGORUM / OBSERVANTIBUS / DEPROMPTUM, / AD / PLENISSIMAM /
SCRIPTORUM LATINORUM / INTERPRETATIONEM / ACCOMMODATUM. / EDITIO
ALTERA / PRIORI LONGE AUCTIOR, ET EMENDATIOR / OPERA, ET STUDIO / R. P. M. Fr.
EMMANUELIS PINII CABRALII, / TERTII ORDINIS S. FRANCISCI. // OLYSSIPONE,
MDCCCII. / TYPIS SIMONIS THADDÆI FERREIRA. / Senatûs Palatini permissu.
Cannecatim, Bernardo Maria de (1804): DICCIONARIO / DA / LINGUA BUNDA / OU
ANGOLENSE, / EXPLICADA / NA / PORTUGUEZA, E LATINA, / COMPOSTO / POR
/ Fr. BERNARDO MARIA DE CANNECATIM, / Capuchinho Italiano da Provincia de
Palermo, Missionario Apos- / tolico, e Prefeito das Missões de Angola, e Congo. //
LISBOA, / Na Impressão Regia. / ANNO M. DCCCIV. / Por Ordem Superior.
Cardoso, Jerónimo (21570): DICTIONARIVM / LATINOLVSITANICVM / & vice versa
Lusitanico latinũ, cum adagiorum / ferè omnium iuxta seriem alphabeticam, perutili /
expositione: Ecclesiasticorum etiam vocabulorum / interpretatione. Item de monetis,
ponderibus, & / mensuris, ad præsentem vsum accommodatis. / Nouè omnia per
Hieronymũ Cardosum / Lusitanum congesta. / RECOGNITA VERO OMNIA PER
SEBAST. / Stokhamerum Germanum. Qui libellum etiam de proprijs nominibus /
regionũ, populorum, illustrium virorum, fluuiorum, montium, ac aliorum /
complurium nominum & rerum scitu dignarum, historijs & fabulis / poëticis refertum,
in vsum & gratiam Lusitanicæ pubis concinnauit & ex integrò adiecit. / Cũ sanctæ
Inquisitionis Magistratus approbatione. // Excussit Ioan. Barrerius Conimbricae. 12.
kal. Iulij 1570. / Com priuilegio Real. Em papel taxado a rs.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
153
Cardoso, Jerónimo (51613): DICTIONARIVM / LATINOLVSITANICVM ET VICE /
VERSA LVSITANICO LATINVM, CVM / adagiorum ferè omnium iuxta seriem
alphabeti- / cam, perutili expositione. / Ecclesiasticarum Vocabulorũ interpretatione.
Item de monetis, / ponderibus, & mensuris, ad presentem vsum accommodatis. / Per
Hieronymum Cardosum Lusitanum congesta. / Recognita vero omnia per
Sebastianum Stokhamerum Germanum. Qui libellum / etiam de proprijs nominibus
regionum, populorum, illustrium virorum, fluuio- / rum, montium, ac aliorum
complurium nominum & rerum scitu dig- / narum, historijs & fabulis poeticis
refertum, in vsum & gra- / tiam Lusitanicé pubis concinnauit & ex / integro adiecit. /
Adhuc nouihuic vltimae impressioni adjuncti sunt varii loquẽdi modi ex præ- / cipuis
auctoribus decerpti, præsertim ex Marco Tullio Ciceroni. / Nunc denuo, amendarum
colluie, qua scatebat dili- / genti lucubratione defæcatum. / Cum facultare S.
Inquisitionis, Ordinarii, & Regis. // VLYSSIPONE. Ex Officina Petri Crasbeeck. /
Anno M. DC. XIII. / Està taixado na mesa do Paço a trezentos e vinte reis em papel.
Casimiro, João Joaquim (11792): METHODO / GRAMMATICAL / RESUMIDO / DA
LINGUA PORTUGUEZA, / COMPOSTO / POR / JOAÕ JOAQUIM / CASIMIRO, /
PROFESSOR DE GRAMMATICA. // PORTO: / NA OFFIC. DE ANTONIO ALVAREZ
RIBEIRO. / ANNO DE M. DCC. XCII. / Com Licença da Real Meza da Commissão Ge- /
ral sobre o Exame, e Censura dos Livros. / Vende-se na mesma Officina na rua de S.
Miguel, nas / Casas N. 260; e na rua das Flores na loja da esquina, aci- / ma da
Companhia Geral do Alto Douro.
C[onstâncio], F[rancisco] S[olano] (1818): «Discurso Preliminar», in: Annaes das
Sciencias, das Artes e das Letras: Por huma Sociedade de Portuguezes residentes em
Parîs I (julho de 1818), S. 1-37.
D[u]b[ois], [Sébastien Geneviève] (1806a): GRAMMAIRE / PORTUGAISE / OU /
MÉTHODE ABRÉGÉE / POUR FACILITER L'ETUDE / DE CETTE LANGUE. //
ANGERS, / DE L'IMPRIMERIE DES FRÈRES MAME. / ET SE VEND: / A PARIS,
chez BELIN, Libraire, rue Saint-Jacques, N.º 41. / A LISBONNE, chez PAUL MARTIN,
Libraire, près / Lorete. / Chez J. B. Reycend, Libraire, place / du Calhariz. / 1806.
D[u]b[ois], [Sébastien Geneviève] (1806b): GRAMMAIRE / PORTUGAISE / OU /
MÉTHODE ABRÉGÉE / POUR FACILITER L'ETUDE / DE CETTE LANGUE. // PARIS, /
Chez THEOPHILE BARROIS fils, Libraire / quai Voltaire, n.º 5. / 1806.
Du Cange, Charles du Fresne (1772, I): GLOSSARIVM / MANVALE / AD / SCRIPTORES
/ MEDIAE ET INFIMAE / LATINITATIS, / EX MAGNIS GLOSSARIIS / CAROLI DV
FRESNE, / DOMINI DV CANGE, / ET CARPENTARII / IN / COMPENDIVM
REDАСTVM, / MVLTISQVE VERBIS / ET DICENDI FORMVLIS AVCTVM. / TOMVS
PRIMVS. // HALAE, / APUD IO. IUST. GEBAVERI VIDVAM ET FILIVM. / M D C C L X X I I.
Ferreira, Francisco Soares (1819): ELEMENTOS / DE / GRAMMATICA PORTUGUEZA, /
ORDENADOS / SEGUNDO A DOUTRINA DOS MELHORES / GRAMMATICOS /
PARA APLANAR Á MOCIDADE O ESTUDO DA / SUA LINGUA. / POR /
FRANCISCO SOARES FERREIRA / Professor de Primeiras Letras na Cidade / do
Porto. / LISBOA: / NA IMPRESSÃO REGIA. / ANNO 1819. / Com Licença.
154
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Folqman, Carlos (1755): Diccionario / PORTUGUEZ, E LATINO, / No qual / AS
DICÇÕES, E FRAZES DA LINGUA PORTUGUEZA, / e as suas variantes
significações, genuinas, e metaforicas, se / achão clara, e distinctamente vertidas na
latina, e autho- / rizadas com exemplos dos Authores classicos, / Compilado do
Vocabulario do Reverendo Padre D. Rafael Bluteau, e dos / melhores Diccionarios de
varias linguas, / A todos, que estudão a lingua Latina, não só utilissimo, mas
summamente necessario, / Offerecido / AO REI FIDELISSIMO / D. JOSÉ I / NOSSO
SENHOR / POR / CARLOS FOLQMAN, / Presbytero do habito de S. Pedro, Capellão
mór de S. Bartholomeu dos Alemães / na Parochial Igreja de S. Julião desta Cidade. /
LISBOA: / Na Officina de MIGUEL MANESCAL DA COSTA, / Impressor do
Santo Officio. Anno 1755. / Com todas as liceças necessarias.
Feijó, João de Morais Madureira (11729): EXPLICATIONES / IN OMNES PARTES /
Totius Artis. / R. P. EMMANUELIS ALVAREZ / è Societate JESU, / AD USUM /
EXCELLENTISSIMI / DUCIS ALLAFONENSIS, / Expositæ à Magistro suo /
JOANNE DE MORAES MADUREYRA FEYJO’, / Ex Ordine Divi Petri Sacerdote
Philosopho, / ac Theologo, / Et olim in præclarissima Societate JESU / Rhetorices
Præceptore. // ULYSSIPONE OCCIDENTALI, / Ex Prælo MICHAELIS
RODRIGUES. / M. DCC. XXIX. / Cum facultate Superiorum.
Feijó, João de Morais Madureira (11734): ORTHOGRAPHIA, / OU / ARTE DE
ESCREVER, E / Pronunciar com acerto / A LINGUA PORTUGUEZA. / PARA USO /
DO EXCELLENTISSIMO / DUQUE DE LAFOENS. / PELO SEU MESTRE / JOAÕ
DE MORAES / MADUREYRA FEYJO‘ / Presbytero do habito de S. Pedro, Bacharel
em Theolo- / gia, e Prégador. / Divide-se em tres Partes, a primeira de cada hua das
letras, e / da sua pronunciaçaõ. Das vogaes, e Dithongos. Dos accentos, / ou tons da
pronunciaçaõ. A segunda de como se dividem as pa- / lavras. Da pontuaçaõ, alguas
abbreviaturas, conta dos Roma- / nos, e Latinos, Calendas, Nonas, e Idos. A terceira
dos erros / do vulgo, e emendas da Orthografia, no escrever, e pronunciar / toda a
lingua Portugueza, verbos irregulares, palavras du- / bias, e as suas significaçoens.
Hua breve instrucçaõ para os Mestres das Eschólas. // LISBOA OCCIDENTAL / Na
Officina de MIGUEL RODRIGUES / Impressor do Senhor Patriarca. / M. DCC. XXXIV.
/ Com todas as licenças necessarias, e privilégio Real.
[Figueiredo], António Pereira [de] (51765): NOVO / METHODO / DA / GRAMMATICA
LATINA; / DIVIDIDO EM DUAS PARTES; / Para o uso dos Mestres das Escolas da
Con- / gregração do Oratorio, / SEU AUTHOR / ANTONIO PEREIRA, / Padre da
mesma Congregação de Lisboa. / QUINTA IMPRESSÃO. // LISBOA, / Na Officina
de Miguel Manescal da Costa, / Impressor do Santo Officio. / Anno M. DCC. LXV. /
Com as licenças necessarias, e Privilegio Real.
[Figueiredo], António Pereira de (111814): NOVO / METHODO / DA / GRAMMATICA
LATINA, / REDUZIDO A COMPENDIO / PELO / P. ANTONIO PEREIRA / Da
mesma Congregação. / Para uso das Escólas da Congregação do Oratorio, na /
Real Casa de N. S. das Necessidades, e das deste / Reino, e suas Conquistas; por
Decreto de Sua Ma- / gestade Fidelissima de 28 de Julho de 1759. / DECIMA
PRIMEIRA IMPRESSAM. // LISBOA: / NA IMPRESSAM REGIA. / ANNO 1814. /
Com Licença. / Vende-se na Portaria do Hospicio de Nossa Senhora / das
Necessidades.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
155
Fonseca, Pedro José da (11771): DICCIONARIO / PORTUGUEZ, / E / LATINO / IMPRESSO
POR ORDEM / DELREI FIDELISSIMO / DOM JOSÉ I. / NOSSO SENHOR, / PARA USO
DAS ESCHOLAS / DE TODOS OS SEUS REINOS, / E SENHORIOS, / AUTHOR /
PEDRO JOSÉ DA FONSECA / PROFESSOR REGIO DE RHETORICA, E POETICA / EM LISBOA, //
LISBOA: / NA REGIA OFFICINA TYPOGRAPHICA. / ANNO DE M.DCC.LXXI. /
Com Licença da Real Meza Censoria, E Privilegio de Sua Magestade.
[Fonseca, José Pedro da] [Übersetzer] (11779): DICCIONARIO / ABBREVIADO / DA
FABULA / PARA INTELLIGENCIA / DOS POETAS, DOS PAINEIS, / E DAS
ESTATUAS / CUJOS ARGUMENTOS SÃO TIRADOS / DA HISTORIA POETICA, /
POR MR. CHOMPRÉ, / LICENCIADO EM DIREITO, / AGORA TRADUZIDO DO
FRANCEZ EM PORTUGUEZ. // LISBOA / NA REGIA OFFICINA
TYPOGRAFICA. / ANNO M. DCC. LXXIX. / Com licença da Real Meza Censoria.
[Fonseca, José Pedro da] [Übersetzer] (81818): DICCIONARIO / ABBREVIADO / DA /
FABULA / PARA INTELLIGENCIA / DOS POETAS, DOS PAINEIS, / E DAS
ESTATUAS / CUJOS ARGUMENTOS SÃO TIRADOS / DA HISTORIA POETICA, / POR MR.
CHOMPRÉ, / LICENCIADO EM DIREITO, / AGORA TRADUZIDO DO FRANCEZ
EM PORTUGUEZ. // LISBOA: M. DCCC. XVII / NA TYPOGRAFIA DA ACADEMIA REAL
DAS SCIENCIAS. / Com Licença da Meza do Desembargo do Paço.
Fonseca, Pedro José da (1819): PETRI JOSEPHI A FONSECA / OLISSIPONENSIS /
RHETORICES ATQUE POETICES / PROFESSORIS REGII / PARVUM / LEXICON /
LATINUM / LUSITANA INTERPRETATIONE ADIECTA / AD USUM /
LUSITANORUM ADOLESCENTIUM / IN LUCEM EDITUM / JUSSU / IOSEPHI I. /
REGIS FIDELISSIMI. / Quod munus reipublicæ adferre majus melius-ve possumus,
quàm si docemus atque / erudimus juventutem? / Cicero de Divinat. Lib. II. 2 / Editio
auctior atque emendatioe studio & operâ / MICHAELIS LE BOURDIEC. //
OLISIPONE. M. DCCCXIX. / EX TYPOGRAPHIA ROLLANDIANA. / Permissu
Regiæ XCuriæ Palatinæ. / Vende-se em casa de Borel, Borel e Companhia, às Portas de
Santa Ca- / tharina aos Martyres, na esquina da Travessa de Estevaõ Galhardo, N. 14.
Freire, Francisco José (21794): DICCIONARIO / POETICO, / PARA O USO DOS QUE
PRINICIPIAO / A EXERCITAR-SE NA POESIA PORTUGUEZA: / OBRA IGUALMENTE UTIL / AO
ORADOR PRINCIPIANTE: / SEU AUTHOR / CANDIDO LUSITANO / Segunda
Impressão correcta, e augmentada com mais / de mil frases, cujas vão em letra
differente. / Floriferis ut apet in saltibus omnia libant, / Omnia nos itidem despacimur
aurea dicta, / Aurea perpetua semper dignissima vitâ. / Lucret. 3. / TOMO I. / LISBOA.
MDCCXCIV. / NA OF. DE SIMÃO THADDEO FERREIRA. / Com Licença da Real
Meza da Commissão Geral sobre o Exame, / e Censura dos Livros, e Privilegio Real.
Freitas, Manuel [José de] (1812): Nova Grammatica Ingleza e Portugueza: Dedicada à
Felicidade e Augmento da Nação Portugueza, Selecta dos Melhores Authores, de
Manoel de Freitas Brazileiro, Liverpool: Impressa para o author por G. F. Harris's
viuva e irmaons.
Gandavo, Pero de Magalhães de (1981): Regras que ensinam a maneira de escrever a
ortografia da língua portuguesa: Com o diálogo que adiante se segue em defensão da
mesma língua, Edição fac-similada da 1.a Edição, Introdução de Maria Leonor
Carvalhão Buescu, Lisboa: Biblioteca Nacional.
156
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Court de Gébelin, Antoine (21816): HISTOIRE NATURELLE / DE LA PAROLE, / OU /
GRAMMAIRE UNIVERSELLE / A L'USAGE DES JEUNES GENS; / PAR COURT DE
GÉBELIN: / AYEC UN DISCOURS PRELIMINAIRE, ET DES NOTES, / PAR M. LE COMTE
LANJUINAIS, / Pair de France, Commandant de la Légion d'Honneur / Membre de
l'Institut, / Avec trois Planches, dont une augmentée par M. REMUSAT, / Professeur
de Chinois au Collége de France. // A PARIS, / Chez PLANCHER, Éditeur, rue
Serpente, nº. 14; / EYMERY, Libraire, rue Mazarine, n°. 30; / DELAUNAY, Libraire,
au Palais-Royal. / 1816.
[Freitas, Joaquim Agostinho de] (1800): CRATES MALLOTES / OU / CRITICA
DIALOGISTICA / DOS GRAMMATICOS DEFUNCTOS / CONTRA A PEDANTARIA DO
TEMPO, / ESCRITA E PUBLICADA / POR GULIVER, / Que chegou ha pouco da
outra vida. / Obra taõ divertida como interessante aos curiosos, / e amantes do bom
gosto. / Praeterea, ne sic, ut qui jocularia, ridens / Percurram: quamquam ridentem
dicere verum / Quid vetat? Horat. Sat. I. do L. 1. // LISBOA, / ANNO M. DCCC. / Na
Offic. de João Procopio Correa da Silva, / Impressor da Santa Igreja Patriarcal /
Com licença da Mesa do Desembargo do Paço.
Harris, James (11796): HERMÈS / OU / RECHERCHES PHILOSOPHIQUES / SUR LA /
GRAMAIRE UNIVERSELLE / Ouvrage traduit de l’anglois, / de JACQUES HARRIS /
AVEC DES REMARQUES ET DES ADDITIONS / PAR FRANÇOIS THUROT. / Hermès (ou
Mercure) forma le premier une langue exacte / et reglée des dialectes grossiers dont
on se servoit.. .. / Il inventa les premiers caractères, &c. / DIODORE de Sicile, l. I // A
PARIS, / DE L’IMPRIMERIE DE LA REPUBLIQUE / MESSIDOR, AN IV.
Jakú, Francisco de Paula (1814): MESTRE INGLEZ, / OU / NOVA GRAMMATICA / DA /
LINGUA INGLEZA. / POR HUM SYSTEMA ORIGINAL, / PARA SE APRENDER
COM PERFEIÇÃO, E BREVIDADE / ESTE IDIOMA SEM DEPENDENCIA
ABSOLUTA / DE / MESTRE. / OBRA ENRIQUECIDA DE HUM COPIOSO VOCABULARIO DOS
TERMOS / PORTUGUEZES E INGLEZES, E DAS FRASES MAIS POLIDAS E PU- / RAS D’AMBOS OS
IDIOMAS, COM ALGUNS DIALOGOS DO USO / FAMILIAR, E HUMA TERCEIRA COLUMNA DE
PRONUNCIA. / POR / FRANCISCO DE PAULA JAKÚ. // LISBOA, M.DCCC. XIV. / NA
NOVA IMPRESSÃO DA VIUVA NEVES E FILHOS, / Na Calçada do Duque N. 51.
/ Com licença da Meza do Desembargo do Paço. / Vende-se em Casa da Viuva
Bertrand, e Filhos, ao Chiado, ao pé da / Igreja de N. Senhora dos Martyres N. 45.
Leão, Duarte Nunes de (11576): ORTHOGRAPHIA / DA / LINGOA / PORTVGVESA. /
Obra vtil, & necessaria, assi pera bem screuer a lingoa / Hespanhol, como a Latina,
& quaesquer outras, / que da Latina teem origem. / Item hum tractado dos pontos das
clausulas. / Pelo Licenciado Duarte Nunes do Lião. // EM LISBOA, / Per Ioão de
Barreira impressor delRei N.S. / M.D.LXXVI.
Leão, Duarte Nunes de (11606): ORIGEM / DA / LINGOA / PORTVGVESA. / PER DVARTE NUNEZ
DE / LIÃO, DESEMBARGADOR DA / CASA DA SVPPLICAÇÃO, NATV- / RAL DA
INCLYTA CIDADE DE EVO- / ra: Dirigida a el Rei Dom Phi- / lippe o II de Portugal
nos- / so Senhor. // EM LISBOA: / Impresso por Pedro Crasbeeck. / ANNO MDCVI.
Leão, Duarte Nunes de (21784): ORIGEM, / E / ORTHOGRAPHIA / DA / LINGUA
PORTUGUEZA, / POR DUARTE NUNES DE LIAÕ, / Desembargador da Casa da Suppli/ caçaõ, &c. / Obra util, e necessaria, assim para bem es- / crever a lingua Portugueza,
como a Latina, / e quaesquer outras que da Latina / tem origem: / Com hum Tractado dos
Pontos das Clausulas. / NOVA EDIÇAÕ / Correcta, e emendada. // LISBOA, / NA
TYPOGRAFIA ROLLANDIANA. / 1784. / Com Licença da Real Meza Censoria.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
157
Leão, Duarte Nunes de (41983): Orthographia e Origem da Língua Portuguesa,
Introdução, notas e leitura de Maria Leonor Carvalhão Buescu, Lisboa: Imprensa
Nacional-Casa da Moeda (temas portugueses).
Lima, Luís Caetano de (1736): ORTHOGRAPHIA / DA LINGUA / PORTUGUEZA, / POR /
D. LUIS CAETANO / DE LIMA. / Clerigo Regular, Examinador das tres / Ordens
Militares. // LISBOA OCCIDENTAL; / Na Officina de ANTONIO ISIDORO / da
Fonseca. / M. DCC. XXXVI. / Com todas as licenças necessarias. / Vende-se na Rua
larga de S. Roque, em casa / de Joaõ Bautista Lerzo.
Lobato, António José dos Reis (11770): ARTE / DA GRAMMATICA / DA LINGUA /
PORTUGUEZA. / COMPOSTA, E OFFERECIDA / AO ILL.MO E EXC.MO SENHOR /
SEBASTIÃO JOSÉ / DE CARVALHO E MELLO, / Ministro, e Secretario de Estado da
Sua Magestade Fidelissima da / Repartição dos Negocios do Reino, Alcáide Mór da
Cidade de / Lamego, e Senhor Donatario das Villas de Oeyras, Pombal, / Carvalho, e
Cercosa, e dos Reguengos, e Direitos Reaes da / de Oeyras, e de Apar de Oeyras,
Commendador das Com- / mendas de Santa Marinha de Mata de Lobos, e de S. /
Miguel das tres Minas na Ordem de Christo, &c. / PELO BACHAREL / ANTONIO
JOSE’ DOS REIS / LOBATO. // LISBOA. / Na REGIA OFFICINA TYPOGRAFICA
/ Anno MDCCLXX. / Com licença da Real Meza Censoria.
Marugán y Martín, José (1833, II): Descripcion geográfica, fisica, politica, estadistica,
literaria del reino de Portugal y de los Algarbes, comparado con los principales de
Europa: Extractada del Ensayo Estadístico del mismo reino, publicado por
Adriano Balbi en Paris en 1822 y de otras obras, y aumentada con noticias
originales más recientes, tanto sobre este reino, como en las comparaciones que se
hacen con el de España, tomo segundo, Madrid: En la Imprenta Real.
Melo, João Crisóstomo de Couto e (1818): GRAMÁTICA FILOSÓFICA / DA /
LINGUAGEM PORTUGUÊZA / COMPOSTA E OFERECIDA / A EL REI NOSSO
SENHÔR / POR / JOÃO CRISÓSTOMO DE COUTO E MELO. / Floreça, fale, cante,
ouça-se e viva / A Portuguêza Lingua. / Ferreira. Liv. 1.º Cart. 3.ª / LISBÔA: / NA
IMPRESSÃO RÉGIA. / ANNO 1818. / Com Licença.
Monte Carmelo, Frei Luís do (1767): COMPENDIO / DE / ORTHOGRAFIA, / COM
SUFFICIENTES CATALOGOS E NOVAS / Regras, paraque em todas as Provincias,
e Dominios de / Portugal, possam os curiosos comprehender facilmente a /
Orthologîa e Prosódia, isto he, a Recta Pronun- / ciaçam, e Accentos proprios da
Lingua / Portugueza: / ACCRESCENTADO / COM OUTROS NOVOS
CATALOGOS, E EXPLICAÇAM / de muitos Vocabulos antigos, e antiquados, para
intelligencia dos / antigos Escritores Portuguezes; de todos os Termos Vulgares me- /
nos cultos, e mais ordinarios, que sem algũa necessidade nam se- / devem usar em
Discursos eruditos; das Frases, e Dicçoens Cómicas / de mais frequente uso, as quaes
sem hum bom discernimento nam / se devem introduzir em Discursos graves, ou
sérios; e finalmente / dos Vocabulos, e diversos Abusos da Plebe, mais conhecidos, e
/ contrarios ao nosso Idioma, os quaes sempre se-devem corrigir, ou / evitar: /
COMPOSTO / PELO R. P. M. / Fr. LUIS DO MONTE CARMELO, / Religioso
Carmelita Descalço, Escritor da sua Ordem, Consultor / do Santo Officio, e
Examinador das tres Ordens Militares: / Impresso á custa de hum amigo do R. Auctor.
// Lisboa: Na OFFICINA DE ANTONIO RODRIGUES GALHARDO. / Anno de
1767. / Com as licenças necessarias.
158
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
Moura, José Vicente Gomes de (1823): NOTICIA SUCCINTA / DOS / MONUMENTOS DA
LINGUA LATINA, / E / DOS SUBSIDIOS NECESSARIOS PARA O ESTUDO / DA
MESMA: / POR / JOSÉ VICENTE GOMES DE MOURA / Professor de Lingua Grega
no R. Collegio das Artes da Universidade. // Coimbra: / NA REAL IMPRENSA DA
UNIVERSIDADE / 1823.
Moura, José Vicente Gomes de (61850): COMPENDIO / DE / GRAMMATICA LATINA E
PORTUGUEZA / POR / José Vicente Gomes de Moura, / Professor Jubilado na
Cadeira de Historia Universal / e Portugueza do Real Collegio das Artes, / hoje
Lyceu de Coimbra, / SEXTA EDIÇÃO, / CONFORME À 5.a DE 1847. // Coimbra, /
Na Imprensa da Universidade. / 1850.
Novo Diccionario (1806) = NOVO DICCIONARIO / DA / LINGUA PORTUGUEZA, /
COMPOSTO / Sobre os que até o presente se tem dado ao prelo, / e / Accrescentado
de varios Vocabulos extrahidos dos Classi- / cos Antigos, e dos Modernos de melhor
nota, que se / achaõ universalmente recebidos. / LISBOA, / NA TYPOGRAPHIA
ROLLANDIANA / 1806. / Com Licença da Meza do Desembargo do Paço.
Pereira, Bento (11672): ARS / GRAMMATICÆ / PRO LINGVA / LVSITANA / ADDISCENDA
LATINO / Idiomate proponitur, / In hoc libello, velut in quædam academiola diuisa in /
quinque classes, instructas subselliis, recto ordine / dispertitis, vt ab omnibus tum
domesticis, / tum exteris frequentari possint. / Ad finem ponitur Ortographia, ars rectè
scribendi, / vt sicut prior docet rectè loqui, ita posterior / doceat rectè scribere linguam
Lusitanam. / In gratiam Italorum coniugationibus Lusitanis Italæ / correspondent. /
Authore P. Doct. BENEDICTO PEREIRA, Societ. / IESV, Portugallensi Borbano, in
Supremo Lusitaniæ / S. Inquisitionis Tribunali Censorio Qualificatore, / & modò Romæ
pro assistentia Lusitana / Revisore. // LVGDVNI, / Sumptibus LAVRENTII ANISSON. / M.
DC. LXXII. / SUPERIORUM PERMISSU.
Pereira, Bento (21806): GRAMMATICA / LVSITANA / LATINO IDIOMATE PROPOSITA, ET IN
QVINQVE / CLASSES, INSTRVCTAS SVBSELLIIS RECTO OR- / DINE DISTRIBVTIS, DIVISA, VT AB
OMNI- / BVS, TVM DOMESTICIS, TVM EXTERIS / FREQVENTARI POSSINT. / In gratiam Italorum
coniugationibus Lusitanis / Italæ Correspondent. / Ad finem ponitur Orthographia, vt
sicut Gram- / matica docet recte loqui, ita hæc doceat / recte scribere Linguam
Lusitanam. / AUTHORE / BENEDICTO PEREIRA, / Portucallensi Borbano, / EDITIO
PRIMA OLISIPONENSIS / Juxta eam, quæ Lugduni anno M. DC. LXX. II. / prodiit, exarata,
ipsaque Lugdunensi / correctior. // OLISIPONE: / EX REGIA TYPOGRAPHIA / ANNO M.
DCCC. VI. / Superiore Permissu.
[Pinto], Agostinho Albano da Silveira (11815): NOVOS ELEMENTOS / DE /
GRAMMATICA FRANCEZA, / EXTRAHIDOS / DAS GRAMMATICAS MAIS CELEBRES E
ACCREDITADAS / EM FRANÇA, / COMO / LEVISAC, SICARD, L'HOMOND, &c. /
MA
OFFERECIDOS / A' ILL.
JUNTA / DA / ADMINISTRAÇÃO / DA COMPANHIA
GERAL DOS VINHOS / DO ALTO DOURO, / INSPECTORA DA REAL ACADEMIA DE
MARINHA, / E COMMERCIO DA CIDADE DO PORTO. / Adoptados, e admittidos por ordem da
mesma / Illustrissima Junta, para uso dos Alumnos / da sobredita Real Academia. /
PELO / DR. AGOSTINHO ALBANO DA SILVEIRA / Professor na mesma Real
Academia. // Lisboa: / NA IMPRESSÃO REGIA. ANNO 1815. / Com Licença.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
159
Pinto, Agostinho Albano da Silveira (51839): ELEMENTOS / DE / GRAMMATICA
FRANCEZA. / DESTINADOS, / E ADMITTIDOS PARA USO DOS ALUMNOS /
QUE ESTUDÃO ESTA LINGUA. / PELO CONSELHEIRO / AGOSTINHO ALBANO DA
SILVEIRA PINTO, / Ex-Professor e Ex-Director na Real Academia de / Marinha e
Commercio da Cidade do Porto. / QUINTA EDIÇÃO CORRIGIDA E AUGMENTADA. /
OFFERECIDA / A' MOCIDADE PORTUGUEZA. // PORTO, / TYPOGRAPHIA
COMMERCIAL PORTUENSE: LARGO DE S. JOÃO NOVO Nº 12 / Maio. 1839.
Ribeiro, Antonio Leite (1819) THEORIA DO DISCURSO / Applicada á Lingoa
Portugueza; em que se / mostra a estreita relação, e mutua depen- / dencia das quatro
Sciencias intellectuaes, a / saber Ideologia, Grammatica, Logica, e Rhetorica. /
OFFERECIDA / A SUA ALTEZA / O SERENISSIMO SENHOR / D. PEDRO
D’ALCANTARA, / PRINCIPE R. DO REINO-UNIDO / DE / PORTUGAL, BRAZIL, E
ALGARVES, / POR / ANTONIO LEITE RIBEIRO, / Professor de Philosophia Racional,
e Moral, / de Historia Universal, e de Geografia / do Real Collegio Militar. //
LISBOA: NA IMPRESSÃO REGIA. ANNO 1819. / Com Licença.
Roboredo, Amaro de (32007a): Methodo Grammatical para todas as Linguas, Edição
Facsimilada, com prefácio e estudio introdutório de Carlos Assunçãoe Gonçalo
Fernandes, Vila Real: Universidade de Trás-Os-Montes e Alto Douro; Centro de
Estudos em Letras (Colecção Linguística; 1).
Roboredo, Amaro de (22007b): Verdadeira Grammatica Latina, para se bem saber em breve
tempo, scritta na lingua portuguesa com exemplos na latina, Edição Facsimilada, com
prefácio de Amadeu Torres e estudio introdutório de Gonçalo Fernandes, Rogelio Ponce
de León e Carlos Assunção, Vila Real: Universidade de Trás-Os-Montes e Alto Douro;
Centro de Estudos em Letras (Colecção Linguística; 2).
Sá, Joaquim José da Costa e (1794): DICCIONARIO / PORTUGUEZ-FRANCEZ-ELATINO / NOVAMENTE COMPILADO / QUE / À / AUGUSTISSIMA SENHORA / D.
CARLOTA JOAQUINA / PRINCEZA DO BRAZIL / OFFERECE, E CONSAGRA /
JOAQUIM JOSÉ DA COSTA E SÁ / Professor Régio de Lingua Latina, e Socio da
Academia Real das Sciencias / de Lisboa // Lisboa. M DCC. LXXXXIV / NA
OFFICINA DE SIMÃO THADDEO FERREIRA / Com Licença da Real Meza, da Comissão
Geral sobre o Exame, e Censura / dos Livros; e com Privilegio Real. / Vende-se na
loja da Viuva Bertrand, e Filhos aos Martyres. / Foi taxado este Livro em papel a
4800 reis.
Sánchez de las Brozas, Francisco (1760): FRANC. SANCTII. / BROCENSIS, / IN INCLYTA
SALMANTICENSI ACADEMIA PRIMARII / RHETORICES & GRÆCÆ LINGUAE DOCTORIS, /
MINERVA, / seu / DE CAUSIS LINGUÆ / LATINÆ / COMMENTARIUS, / CUI
INSERTA SUNT, UNCIS INCLUSA, / QUÆ ADDIDIT / GASP. SCIOPPIUS; / ET SUBJECTÆ SUIS
PAGINIS NOTÆ / JAC. PERIZONII. / EDITIO NOVA, / Jussu Regis fidelissmimi
Josephi I. // ULYSSIPONE. / M. DCC. LX.
Sánchez, Pedro (22008): Arte de Grammatica pera em breve saber Latim, Edição
Facsimilada, com prefácio de Amadeu Torres e estudo introdutório de Rogelio Ponce
de León, Carlos Assunção e Gonçalo Fernandes, Vila Real: Universidade de Trás-OsMontes e Alto Douro; Centro de Estudos em Letras (Colecção Linguística; 3).
São Luís, Francisco de (11821): ENSAIO / SOBRE ALGUNS SYNONYMOS / DA / LINGUA
PORTUGUEZA. / POR / FR. FRANCISCO DE S. LUIZ, / Monge de S. Bento. //
LISBOA / NA TYPOGRAFIA DA ACADEMIA R. DAS SCIENCIAS. / 1821. / Com Licença
de SUA MAGESTADE.
160
Rolf Kemmler / Gonçalo Fernandes
São Luís, Francisco de (11828, II): ENSAIO / SOBRE ALGUNS SYNONYMOS / DA /
LINGUA PORTUGUEZA. / TOMO SEGUNDO. / POR / D. FR. FRANCISCO DE S.
LUIZ, / Bispo Titular de Coimbra, do Conselho de S. Magestade, / Socio effectivo da
Academia R. das Sciencias. // LISBOA / NA TYPOGRAFIA DA ACADEMIA R. DAS
SCIENCIAS. / 1828. / Com Licença de SUA MAGESTADE.
São Luís, Francisco de (21824, I): ENSAIO / SOBRE ALGUNS SYNONYMOS / DA /
LINGUA PORTUGUEZA. / POR / D. FR. FRANCISCO DE S. LUIZ, / Socio effectivo
da Academia Real das Sciencias, &c. &c. / SEGUNDA EDIÇÃO. // LISBOA / NA
TYPOGRAFIA DA ACADEMIA R. DAS SCIENCIAS. / 1824. / Com Licença de SUA
MAGESTADE.
São Luís, Francisco de (31838): ENSAIO / SOBRE ALGUNS SYNONYMOS / DA / LINGUA
PORTUGUEZA. / POR / D. FR. FRANCISCO DE S. LUIZ, / BISPO RESERVATORIO DE
COIMBRA, CONDE DE ARGANIL, / SOCIO DA ACADEMIA REAL DAS SCIENCIAS, ETC. /
TERCEIRA EDIÇÃO. // LISBOA / NA TYPOGRAFIA DA MESMA ACADEMIA. / 1838.
São Luís, Francisco de (21824): GLOSSARIO / DAS / PALAVRAS E FRASES / DA /
LINGUA FRANCEZA, / QUE POR DESCUIDO, IGNORANCIA, OU NECESSIDADE / SE TEM
INTRODUZIDO NA LOCUÇÃO PORTUGUEZA / MODERNA; COM O JUIZO CRITICO DAS QUE / SÃO
ADOPTAVEIS NELLA / POR / D. FR. FRANCISCO DE S. LUIZ. / Bispo Reservatorio de
Coimbra, Conde de Arganil, / do Conselho de Sua Magestade, Presidente da Camara
dos / Senhores Deputados da Nação Portugueza, e Socio ef- / fectivo da Academia
Real das Sciencias. // LISBOA / NA TYPOGRAFIA DA ACADEMIA R. DAS SCIENCIAS. /
1827. / Com Licença de SUA MAGESTADE.
Sicard, Roch-Ambroise Cucuron (31808): ÉLÉMENS / DE GRAMMAIRE / GÉNÉRALE, /
APPLIQUES A LA LANGUE FRANÇAISE, / PAR M. L'ABBÉ SICARD, / DIRECTEUR de
l'Institution Impériale des Sourds-Muets, / Membre de l'Institut de France, de la
Commission du / DICTIONNAIRE DE L'ACADEMIE FRANÇAISE, et de plusieurs / Sociétés
littéraires de France, et étrangères; / OUVRAGE ADOPTEE POUR LES LYCEES. /
TROISIEME EDITION, / Revue, corrigée et augmentée. / TOME PREMIER. / A
PARIS / Chez DETERVILLE, Libraire, rue Haute-Feuille, nº 8. / 1808. [TOME
SECOND com as mesmas referências bibliográficas].
Silva, António de Morais (11806): EPITOME / da / GRAMMATICA / da / LINGUA /
PORTUGUEZA, / COMPOSTA / por / ANTONIO DE MORAES SILVA, / NATURAL DO
RIO DE JANEIRO. // LISBOA. M. DCCCVI. / NA OFF. DE SIMÃO THADDEO
FERREIRA. / COM LICENÇA DA MEZA DO DESEMBARGO DO PAÇO. / VENDE-SE NA LOJA DE
BOREL BOREL, E COMPANHIA.
Silva, Luís Duarte Vilela da (1828): OBSERVAÇÕES CRITICAS / SOBRE ALGUNS
ARTIGOS / DO / ENSAIO ESTATISTICO / DO / REINO DE PORTUGAL E
ALGARVES / PUBLICADO EM PARIS / POR / ADRIANO BALBI. / SEU AUCTOR / LUIZ
DUARTE VILLELA DA SILVA / Presbytero secular, Thesoureiro mór da Real e Insi- /
gne Collegiada de Santa Maria da Alcaçova da Vil- / la de Santarem, Cavalleiro das
Ordens de Christo, / e de Nossa Senhora da Conceição de Villa Viçosa, / e Censor
Regio. // LISBOA: / NA IMPRESSÃO REGIA. ANNO 1828. / Com Licença.
Sousa, João de (1789): VESTIGIOS / DA / LINGUA ARABICA EM PORTUGAL, / OU /
LEXICON ETYMOLOGICO / DAS PALAVRAS, E NOMES PORTUGUEZES, / QUE
ТЕМ ORIGEM ARABICA, / COMPOSTO POR ORDEM / DA / ACADEMIA REAL DAS
SCIENCIAS / DE LISBOA, / POR / FR. JOAÕ DE SOUSA, / Correspondente de
Numero da mesma Sociedade, e in- / terprete de S. Magestade para a lingua Arabica.
Die Anfänge der Sprachwissenschaftsgeschichte in Portugal
161
// LISBOA / NA OFFICINA DA ACADEMIA REAL DAS SCIENCIAS. / ANNO
M.DCC.LXXXIX. / Com licença da Real Meza da Commissaõ Geral, sobre o / Exame, e
Censura dos Livros.
Sousa, João de (1795): COMPENDIO / DA / GRAMMATICA ARABIGA, / ABBREVIADO,
CLARO, / E / MAIS FACIL PARA A INTELLIGENCIA, / E ENSINO DA MESMA
LINGUA, / COLLEGIDO DOS MELHORES GRAMMATICOS. / PELO / P. FR. JOAÕ DE
SOUSA, / Religioso da Congregaçaõ da Terceira Or- / dem da Penitencia de Portugal.
/ Professor, Secretario e Interprete da dita Lingua, / e Socio da Academia Real das
Sciencias de / Lisboa. // LISBOA / NA OFFIC. DA ACAD. REAL DAS SCIENC. /
ANNO M. DCC. XCV. / Com licença de S. Magestade.
[Verney, Luís António] (21746): VERDADEIRO / METODO / DE ESTUDAR, / PARA /
Ser util à Republica, e à Igreja: / PROPORCIONADO / Ao estilo, e necesidade de
Portugal, / EXPOSTO / Em varias cartas, escritas polo R. P. *** Barbadinho / da
Congregasam de Italia, ao R. P. *** / Doutor na Universidade de Coimbra, / TOMO
PRIMEIRO. / VALENSA / NA OFICINA DE ANTONIO BALLE. / ANO
MDCCXLVI. / Com todas as licensas necesarias, &c. [= Nápoles: Gennaro e
Vicenzo Muzio, s.d].
Viterbo, Frei Joaquim da Santa Rosa de (11798): ELUCIDARIO / DAS / PALAVRAS,
TERMOS, E FRASES, / QUE EM PORTUGAL ANTIGUAMENTE SE USÁRÃO, / E
QUE HOJE REGULARMENTE SE IGNORÃO; / OBRA INDISPENSAVEL. / PARA
ENTENDER SEM ERRO / OS / DOCUMENTOS MAIS RAROS, E PRECIOSOS, / QUE
ENTRE NOS SE CONSERVAO: / PUBLICADO EM BENEFICIO DA LITTERATURA
PORTUGUEZA, / E DEDICADO / AO / PRINCIPE N. SENHOR. / POR / FR.
JOAQUIM DE SANTA ROSA DE VITERBO, / Dos Menores Observantes Reformados
da Real Provincia da Conceição. / TOMO PRIMEIRO, A=F, // LISBOA. M. DCC. XCVIII.
/ NA OFFICINA DE SIMÃO THADDEO FERREIRA. / Com licença da Meza do
Desembargo do Paço.
Viterbo, Frei Joaquim da Santa Rosa de (11799): ELUCIDARIO / DAS / PALAVRAS,
TERMOS, E FRASES, / QUE EM PORTUGAL ANTIGUAMENTE SE USÁRÃO, / E
QUE HOJE REGULARMENTE SE IGNORÃO; / OBRA INDISPENSAVEL. / PARA
ENTENDER SEM ERRO / OS / DOCUMENTOS MAIS RAROS, E PRECIOSOS, / QUE
ENTRE NOS SE CONSERVAO: / PUBLICADO EM BENEFICIO DA LITTERATURA
PORTUGUEZA, / E DEDICADO / AO / PRINCIPE N. SENHOR. / POR / FR.
JOAQUIM DE SANTA ROSA DE VITERBO, / Dos Menores Observantes Reformados
da Real Provincia da Conceição. / TOMO SEGUNDO, G=Z, // LISBOA. M. DCC.
XCIX. / NA TYPOGRAPHIA REGIA SILVIANA. / Com licença da Meza do
Desembargo do Paço.
Walch, Johann Georg (1716): IO. GEORGII WALCHII / HISTORIA / CRITICA / LATINAE
LINGVAE. // LIPSIAE, / Sumtu IO. FRIDERICI GLEDITSCHII & FILII / cIɔ Iɔ cc XVI.
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Contributos para o estudo lexicográfico e filológico», tese de doutoramento
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27, 28 e 29 de Outubro de 2011, Lisboa: Associação Portuguesa de Linguística,
CD-ROM (ISBN 978-989-97440-1-1), S. 235-255.
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