30. Jahrgang | Nr. 9/10 | 22. Februar 2015
1. Fastensonntag, Sonntag der Kranken
Text und Kalligrafie: Erika Steiner
Pfarrblatt Aargau Baden-Wettingen
2
Dank Vikar
zu Eigenheim
Unsere Horizonte-Leser, Teil 1:
Ernst Seiler aus Kirchdorf
5
Weniger für uns.
Genug für alle
Ökumenische Fastenkampagne
zielt auf Klimagerechtigkeit
7
Uma força
especial
Anderssprachigenseite
in Portugisisch
Dank Vikar zu Eigenheim
Unsere Horizonte-Leser, Teil 1: Ernst Seiler aus Kirchdorf
Ihrem Fotografen ein Raclette...» Ein paar
Tage später lassen wir uns zu zweit in Kirchdorf bewirten. Ernst Seiler ist voll in seinem
Element. Mit seinen heiteren Gesichtszügen
und einem schelmenhaften Humor erinnert der 83-Jährige ein wenig an den pensionierten Zirkusseelsorger Ernst Heller. Die
beiden teilen sich immerhin den Vornamen.
Und beide sind sie alles andere als ernste
Gesellen.
Eigentlich wollte der 83-Jährige dem Pfarrblatt nur eine spannende Geschichte stecken: «Ich hätte Ihnen da etwas; das wäre
vielleicht etwas für Sie», hatte Ernst Seiler
am Telefon gemeint und sogleich begeistert zu erzählen begonnen. «Am besten, Sie
kommen vorbei», hatte er nach etwa zehn
Minuten gemeint. «Ich mache Ihnen und
GOETHE AD HOC
Als langjähriger Sektions- und Kantonalpräsident der Katholischen Arbeiterbewegung (KAB) engagierte sich der ehemalige
ABB-Angestellte inmitten einer nach dem
Zweiten Weltkrieg aufstrebenden Arbeiterschaft. Wohlgemerkt, nicht sozialistisch,
son­­­dern christlich, wie Ernst Seiler betont. >
KURZ & BÜNDIG
WENIGER IST MEHR
Das kann eine Erfahrung sein oder eine
blosse Behauptung! «Weniger ist mehr»
als mögliches Motto durch die Fastenzeit, lädt ein, neue Erfahrungen zu den
verschiedensten Themen des Alltags zu
machen: beim Essen und beim Trinken,
bei Kleidern und Fotos, bei Büchern oder
beim Musikhören… Hin zum Einfachen,
zum Wesentlichen, zur Essenz oder zur
Stille. Ganz nach den Worten von Dietrich Bonhoeffer: «Es liegt im Stillesein
eine wunderbare Macht der Klärung, der
Reinigung, der Sammlung auf das Wesentliche.» Weniger ist mehr. Glauben Sie
es nicht nur, sondern probieren Sie es aus
in irgendeinem Bereich ihres Lebens!
KRANKENSONNTAG
Die wachsende Akzeptanz der Sterbehilfe in Form von Euthanasie und Beihilfe zum Suizid bereitet den Schweizer
Bischöfen Sorge. Den Krankensonntag
vom 1. März 2015 nimmt die Schwei-
2 Horizonte | Aargau | 22. Februar 2015
zer Bischofskonferenz entsprechend
zum Anlass für mahnende Worte. Kein
Schwerkranker müsse unerträgliche
Leiden befürchten, heisst es in einer
Medienmitteilung. Durch eine adäquate palliative Behandlung, Pflege und
Begleitung könne auch diesen Menschen eine angemessene Lebensqualität erhalten bleiben. «Das Sterben soll
eingebettet sein in ein von Liebe und
Mitmenschlichkeit geprägtes Umfeld.»
Die Formel laute deshalb: Zuwendung
und Begleitung statt Euthanasie, Suizidbeihilfe und Beziehungsabbruch. Papst
Franziskus hebe zudem hervor, dass wir
auch im Leiden die Erfahrung der Gnade Gottes machen könnten. Der Papst
würdige und danke allen Menschen, die
sich aufopferungsvoll um Kranke bemühen und sie bis zuletzt liebevoll begleiten und pflegen. Er tue dies umso mehr,
als viele Kranke nicht mehr in der Lage
seien, sich bei ihren Angehörigen und
Pflegenden zu bedanken. Die Schweizer
Bischöfe schliessen sich diesem Dank an.
KOLUMNE
von Thomas Jenelten
Heim- und Polizeiseelsorger
Foto: Felix Wey
Das Aargauer Pfarrblatt feiert
dieses Jahr seinen 30. Geburtstag.
Grund genug, einmal die treuen
Leserinnen und Leser von Horizonte in den Blick zu nehmen. Die
begeisterten genauso wie die kritischen. Den Anfang macht Ernst
Seiler aus Kirchdorf.
POLE POLE
«Pole pole» war für mich das meistgehörte
Wort in der Altjahreswoche. Wir waren
auf dem Aufstieg zum Kilimanjaro. «Pole
pole» ist ein Wort in Swahili. Es bedeutet
«langsam langsam». Unsere Bergführer
aus Tansania haben uns dieses Wort immer
wieder gesagt. Wer es nicht beherzigen will,
hat wenige Chancen am Kili.
Unsere Bergführer wussten, dass man diese
Westeuropäer erziehen muss. Dass unser
Tempo zu schnell und zu hektisch ist: «haraka haraka» heisst das auf Swahili. Man kann
nicht noch schnell auf den Kili. Es braucht
Zeit, es braucht den guten Rhythmus. «Pole
pole». Das wurde uns besonders in der
Hütte auf 3700 Metern bewusst. Da war
kein Bergführer, der uns mit seiner Ermahnung zum WC-Haus begleitete. Und prompt
wurde der Atem kürzer, als wir noch schnell
auf die Toilette wollten. «Pole pole».
Nun ist die Fastenzeit da. Sie hilft uns, den
Rhythmus zu verlangsamen. Sie könnte uns
dabei helfen. Sie könnte uns lehren: Wer das
Tempo verlangsamt, gewinnt Zeit. Zeit für
Stille, Zeit für die Auseinandersetzung mit
den Impulsen der Hilfswerke.
Ich wünsche Ihnen von Herzen eine wohl­
tuende Fastenzeit. Eine «Pole-pole»-Zeit und
viel Freude beim Besteigen äusserer und
innerer Gipfel. Und schnell noch dies: Es war
schön auf dem Kilimanjaro!
Foto: Roger Wehrli
Weiss viel zu erzählen,
insbesondere aus der Gründerzeit
der katholischen Arbeiterschaft
in der «ABB-Region»: HorizonteLeser Ernst Seiler aus Kirchdorf.
Die sozialistischen Gewerkschaften hätten
in den 1950er-Jahren ihre Versammlungen
mit Absicht am Sonntag während der Gottesdienstzeiten abgehalten. «Das war für
uns christliche Arbeiter natürlich ein Dilemma. Umso froher waren wir, als es bei
uns endlich den christlichen Metallarbeiterverband gab», erinnert sich der Hobbyfotograf und passionierte Koch, der zudem
eine Vielzahl an Gedichten aus dem Stegreif
30 Jahre
rezitieren kann. «Kostprobe gefällig? Hier,
wählen Sie eins aus.» Mit diesen Worten
drückt Ernst Seiler uns eine aus zwei A4-Seiten bestehende Liste in die Hand. Wir nehmen Goethe und staunen nicht schlecht, als
Ernst Seiler uns den Erlkönig «motorisiert»
vorträgt. Der Vater mit Kind auf dem Sozius
eines Motorrades, Pneumarke Firestone...
SOZIALER WOHNUNGSBAU
Stolz zeigt uns Ernst Seiler sein Haus: vier
Zimmer auf etwa achtzig Quadratmetern.
Das ganze in Umschwung eingebettet, umrahmt von hochgewachsenen Tannen. «Die
da habe ich seinerzeit noch im Velokörbchen
hierher gebracht», so der pensionierte Warenkontrolleur, als er vom Fenster seines
Ton- und Fotoateliers im Obergeschoss zu ei-
nem hochgewachsenen Baum zeigt. «Heute
hat diese Tanne gut 20 Meter.» Ernst Seilers
Haus ist ein besonderes und bald das letzte
seiner Art am Kirchdorfer Hügel. Ursprünglich zehn kleine Arbeiterhäuser entstanden
hier zu Beginn der 1950er-Jahre. Angeregt
hatte dieses Pionierprojekt in Sachen «Sozialen Wohnungsbaus» seinerzeit der Vikar Otto
Brun. Der Eingebung folgend, dass auch ein
Arbeiter sein eigenes Haus haben sollte, organisierte der Geistliche mit dem Segen des
Pfarrers Versammlungen, wo er die Projekt­
idee vorstellte. Das Angebot richtete sich an
Männer aus der regionalen Arbeiterschaft,
die auch bereit waren, selbst Hand anzulegen.
BAUKOLONIE
Ernst Seiler, damals 24 Jahre alt, fand Otto
Bruns Idee grossartig und gehörte alsbald
als Jüngster zu zehn Männern, welche mithilfe des progressiven Vikars in Kirchdorf
gemeinsam Land erwarben und dieses untereinander aufteilten. Mit einer Bürgschaftskasse konnte die Finanzierung geregelt werden. Für die anfallenden Bauarbeiten zogen
hernach alle am gleichen Strick. «Zwei Jahre
Bauzeit, für jeden etwa zweitausend Stunden
Arbeit», erinnert sich Ernst Seiler. Von den
Klärgruben über die Fundamente bis hin zu
den Dachstühlen wurde alles in Eigenregie
fertiggestellt. «Klar hatten wir Zimmerleute,
Schreiner und einen Polier als Bauführer,
die uns geholfen haben, sonst wäre das nicht
gegangen. Denen haben wir auch einen Lohn
gezahlt.» Schlüsselfertig kam das Haus auf
für damalige Verhältnisse günstige 55 000
Franken. Für das Land, je 5,4 Aaren, bedurfte
es zusätzlicher 2000 Franken. Alles in allem
ein attraktiver Preis bei einem Arbeiterjahreslohn von seinerzeit 4000 Franken.
FREUNDSCHAFT
Heute stehen noch drei der ursprünglich
zehn Arbeiterhäuser am Hügel bei Kirchdorf. Ernst Seilers Baugenossen sind weggestorben, und mit ihnen verschwanden auch
die Häuser, welche nach Verkäufen durch
neue Wohnobjekte ersetzt wurden. Otto
Brun, der Initiant des seinerzeit revolutionären Wohnbaugenossenschaftsprojekts,
lebt hochbetagt im Stift in Beromünster.
Ernst Seiler besucht ihn ab und zu. Tiefe
Dankbarkeit für das eigene Zuhause während Jahrzehnten verbindet. Wohl kaum
hätte Ernst Seiler für sich und seine mittlerweile verstorbene Frau den Traum vom
Eigenheim ohne den Vikar erfüllen können.
• ANDREAS C. MÜLLER
Das ausführliche Portrait
finden Sie auf www.horizonte-aargau.ch
22. Februar 2015 | Aargau | Horizonte 3
Geld und Geist gesellen sich gern
Foto: Werner Rolli
Mit Pfarrer Georges Schwickerath durch die Ausstellung «GELD»
Ein Experiment, für das sich das
Lenzburger Stapfherhaus und ein
Pfarrer mit Bankvergangenheit
gleichermassen begeistern konnten. Eine 24-köpfige HorizonteLesergruppe genoss am 22. Januar 2015 einen ganz besonderen
Finanzabend.
Faszinierte Blicke gleiten über die anheischend gleissenden Münzen am Boden des
quadratischen Ausstellungsraumes. Der
Anblick erinnert an Dagobert Ducks Geld­
speicher. Horizonte-Leserin Daniela Andermatt aus Muri schöpft sich einen Haufen
Fünferli. «Ich wollte das in den Händen halten, es zählen...» Ihr Partner Patrick macht
mit seinem Smartphone ein Foto: «Das werde ich den Kindern daheim zeigen.» Auch
Erika Werder aus Boswil geht auf Tuchfühlung mit den Münzen. «Es funkelt und glitzert, aber es ist nicht bequem. Geld ist kalt
und man kriegt dreckige Hände davon.»
ES PASST PERFEKT
«Geld», so lautet auch der Titel der aktuellen
Stapferhaus-Ausstellung in Lenzburg, zu
der sich am Abend des 22. Januar im Rah4 Horizonte | Impuls | 22. Februar 2015
men einer speziellen Aktion 24 Leserinnen
und Leser von Horizonte zu einer besonderen Führung eingefunden hatten. Die meisten aus dem Freiamt, sie wollen «ihren Pfarrer» erleben. Georges Schwickerath führte
zusammen mit Henryette Duerschlag vom
Stapferhaus in einem angeregten Dialog
durch die Ausstellung. «Sie können mit keinem passenderen Menschen durch diese
Ausstellung gehen als mit einem Pfarrer,
der früher einmal Banker war», meinte
Henryette Duerschlag, als sie mit Georges
Schwickerath ins Gespräch gefunden hatte.
GEWEHRKUGEL FÜR 34 RAPPEN
Die mahnenden Worte des ehemaligen Bankers passten als Erklärung auch für das,
was eine Videowand über den Menschen als
skrupelloses und korruptes Wesen verriet:
Für knapp 20 000 Franken ist ein Auftragsmord zu haben. Der Einstieg zum Geschäft
mit dem Tod gestaltet sich jedoch haarsträubend billig. Sandra Büchi aus Muri bleibt
vor einer Vitrine stehen und schüttelt den
Kopf. «Eine Gewehrkugel für 34 Rappen…
Dass es so billig ist, jemanden kaputt zu machen. Das schockiert mich.»
WARNUNG VOR SELBSTBETRUG
Der Murianer Pfarrer stieg engagiert in
die Diskussion ein, fühlte sich mit der Materie vertraut. Umso mehr, als die Stapferhaus-Ausstellung das Thema Geld bewusst
mit Religion in Verbindung bringt: Man
kniet vor dem BIP-Altar, die Vermögensverteilung bildet sich in Kirchenfenstern
ab und «Propheten» diskutieren über Geld
und Wirtschaft. «Geld gibt keine Antwort
auf die Frage nach dem Sinn des Lebens»,
so das Fazit von Georges Schwickerath. «Der
Mensch glaubt heute, er könne sich über alles hinwegsetzen und es gäbe unendliches
Wachstum. Damit betrügt er sich selbst,
und das erst noch auf Kosten anderer.»
DOPPELTE EINLADUNG
Zum Schluss durften die Besucherinnen
und Besucher selbst bestimmen, was sie für
den Ausstellungsbesuch bezahlen mochten.
Auch das gehört zum Konzept und bricht
das Thema unmittelbar auf die persönliche
Situation herab. Kein Mitspracherecht hatten die Gruppenmitglieder beim Preis für
Kaffee, Tee und Kuchen. Dieser wurde von
Horizonte offeriert.
• ANDREAS C. MÜLLER
Öffnungszeiten und Infos
www.stapferhaus.ch
Foto: Jean-Claude Gadmer, Fastenopfer
Weniger für uns. Genug für alle
Ökumenische Fastenkampagne zielt auf Klimagerechtigkeit
Als Hauptverursacherin des Klimawandels gefährdet die industrielle Landwirtschaft die globale
Ernährungssicherheit. Setzt die
Landwirtschaft jedoch vermehrt
auf ökologische Methoden und
kleinbäuerliche Betriebe, kann sie
gar Teil der Lösung werden.
Noch immer werden rund 70 Prozent der
Lebensmittel von Bäuerinnen und Bauern
in Handarbeit und mit traditionellem Wissen hergestellt, für den lokalen Markt und
die eigene Versorgung. Und auch wenn sie
wenig zum Klimawandel beitragen, sind die
kleinen Betriebe seinen Folgen oft schutzlos
ausgeliefert. Zunehmend öfter plagen Wirbelstürme, Überschwemmungen und Dürrezeiten die Kleinbauern in Schwellen- und
Entwicklungsländern. Dort kommen weder
der Staat noch private Versicherungen für
den Verlust der Ernten durch derartige «Naturereignisse» auf. Wer bereits am Rand des
Existenzminimums lebt, steht auch bei kleineren Verlusten schnell vor dem Nichts.
AUF EFFIZIENZ GETRIMMT
Heute fördern die Rahmenbedingungen
eine Landwirtschaft, die so schnell und so
viel wie möglich mit möglichst wenig Arbeit
produziert. Dafür werden natürliche Kreis-
läufe in Einzelteile zerlegt, rationalisiert und
einer industriellen Logik unterworfen. Soll
sich hier etwas ändern, muss auch bei Handelspolitik der Staaten, bei der Preispolitik
von Lebensmittelkonzernen und natürlich
auch bei der Einkaufspolitik der Supermärkte sowie bei unserem Konsumverhalten ein
Wandel stattfinden. Nur so können bäuerliche Betriebe gesunde Lebensmittel herstellen, die Artenvielfalt erhalten und dem Klimawandel entgegenwirken.
Kleinbetriebe aus dem reichen Fundus der
ökologischen Landwirtschaft. Sie experimentieren mit lokalen Saatgutsorten, die sie
an die veränderten Regenzeiten anpassen.
Sie pflanzen Obstbäume, die gleichzeitig
Schatten spenden, den Boden vor dem Austrocknen und vor Erosion schützen.
• TINA GOETHE, BROT FÜR ALLE
IMPRESSUM
HERAUSGEBER
Röm.-kath. Pfarrblattgemeinschaft Aargau
Beat Niederberger (Präsident), Grabenstrasse 57,
4814 Bottenwil, T 062 721 12 13
[email protected]
VORKEHRUNGEN TREFFEN
Um sich gegen die Risiken des Klimawandels zu wappnen, schöpfen schon jetzt viele
REDAKTION
Aarestrasse 10, 5000 Aarau
Andreas C. Müller (Leitung) | T 062 822 05 17
[email protected]
Silvia Berger (Agenda/Medien) | T/F 056 426 59 92/91
[email protected]
Anne Burgmer | T 079 325 72 37
[email protected]
Marie-Christine Andres Schürch | T 056 535 37 49
[email protected]
KAMPAGNE 2015
Die ökumenische Kampagne 2015
von Fastenopfer und Brot für alle
zeigt, wie unser hoher Fleischkonsum
den Futtermittelverbrauch ansteigen
lässt und wie in Brasilien Regenwald
und Savanne dafür zerstört werden.
Unter den Folgen wie Wirbelstürme,
Überschwemmungen und Dürrezeiten leiden bereits heute Millionen von
Kleinbauernfamilien im Süden.
Für den TEXT IM PFARREITEIL
ist das entsprechende Pfarramt zuständig.
www.horizonte-aargau.ch
MITARBEITENDE DIESER NUMMER
Thomas Jenelten, [email protected]
Tina Goethe, [email protected]
HORIZONTE-ABO
Änderungen zu Ihrem Abo melden Sie dem Pfarramt
Ihres Wohnortes. Änderungen der ausserkantonalen
Abos nimmt die Bürli AG, Döttingen, entgegen.
T 056 269 25 10, [email protected]
www.sehen-und-handeln.ch
22. Februar 2015 | Fastenkampagne | Horizonte 5
Fernsehen
Samstag, 21. Februar
Montag, 23. Februar
Fenster zum Sonntag. H
ochsensibel – In den
Fluten der Reize. SRF 2, 17.30 Uhr
Leben in Putins Reich. Die beiden Schweizer
Hans Michel und Jörg Duss leben seit vielen Jahren
in Russland. Der Dokumentarfilm (CH 2014) porträtiert die beiden Schweizer in fremder Heimat. 3sat,
21.05 Uhr
Wort zum Sonntag. Martin Kuse, reformierter
Pfarrer. SRF 1, 20 Uhr
Sonntag, 22. Februar
Dienstag, 24. Februar
Ev. Gottesdienst a us der Michaeliskirche in Leipzig. ZDF, 9.30 Uhr
Das Leben war der Anfang. « Ich wollte nur,
dass dieser Zustand aufhört. Ich sah keine andere
Lösung als den Suizid», sagt Daniel Göring. In dem
berührenden Dokumentarfilm (CH 2014) erzählen
Menschen, wie es dazu kam, dass sie ihrem Leben
selbst ein Ende setzen wollten, und wie sie den Weg
zurück ins Leben wieder gefunden haben – weil es
einen Anfang gibt nach dem Ende. 3sat, 22.25 Uhr
Ev.-ref. Gottesdienst a us Avenches mit Pfarrer
Laurent Zumstein und Patrice Haesslein. SRF 1, 10 Uhr
Sternstunde Philosophie. V
om Essen besessen.
Essen ist Kult in der urbanen westlichen Gesellschaft.
Doch woher kommt das exzessive Interesse am Essen,
an all den Ernährungsmethoden, den Kochshows, Rezeptbüchern und Comestibles? SRF 1, 11 Uhr
Übernatürliche hat sich in unserer Gesellschaft etabliert. SRF 2, 17.30 Uhr
Wort zum Sonntag. Katja Wissmiller, katholische Theologin. SRF 1, 20 Uhr
Sonntag, 1. März
Kath. Gottesdienst aus St. Peter und Paul in
Dessau. ZDF, 9.30 Uhr
Sternstunde Religion. F
lüchtlinge in der
Schweiz – zwischen Hoffen und Bangen. Der reformierte Seelsorger Marcel Cavallo begleitet diese
Menschen in ihrem Alltag und erzählt. SRF 1, 10 Uhr
Freitag, 6. März
Fenster zum Sonntag. Lichtwesen und Lebenskraft. Viele Menschen haben eine tiefe Sehnsucht nach spiritueller Erfahrung. Der Glaube an das
Fasten und Heilen. D
ie Dokumentation (F 2011)
stellt Forschungsergebnisse zum Heilfasten als einer alternativen Behandlungsform vor, die in unterschiedlichen internationalen Studien ermittelt worden sind. Arte, 21.55 Uhr
Ev.-freikirchl. Predigt. Pastor Lukas Amstutz,
Läufelfingen. Radio SRF 2 Kultur, 9.45 Uhr
gang durchs Quartier mit dem jüdischen Schriftsteller
Thomas Meyer. Radio SRF 2 Kultur, 8.30 Uhr
Samstag, 28. Februar
Wissen. Die Bedeutung der Reformation für die
Entwicklung der Demokratie. Ein Gespräch mit Ulrich
Sarcinelli, Professor für Politikwissenschaft an der
Universität Koblenz-Landau. SWR 2, 8.30 Uhr
Samstag, 28. Februar
Radio
Zwischenhalt: M
it Themen aus Kirche und Religion und den Glocken der Ev.-ref. Kirche in Orbe, VD.
Radio SRF 1, 18.30 Uhr
Sonntag, 22. Februar
Blickpunkt Religion. Aktuelle Informationen
aus den Bereichen Religion, Ethik, Theologie und Kirchen. Radio SRF 2 Kultur, 8.05 Uhr
Röm.-kath. Predigt. Adrienne Hochuli Stillhard,
Theologin, Zürich. Radio SRF 2 Kultur, 9.30 Uhr
Liturgie
Sonntag, 22. Februar
Erster Fastensonntag (Farbe Violett – Lesejahr B). Erste Lesung: Gen 9,8–15; Zweite Lesung:
1 Petr 3,18–22; Ev: Mk 1,12–15
Sonntag, 1. März
Zweiter Fastensonntag(Farbe Violett – Lese­
jahr B). Erste Lesung: Gen 22,1–2.9a.10–13.15–18;
Zweite Lesung: Röm 8,31b–34; Ev: Mk 9,2–10
Weitere Informationen
www.horizonte-aargau.ch/medien
6 Horizonte | Medien | 22. Februar 2015
Zwischenhalt. Mit Themen aus Kirche und Religion und den Glocken der Röm.-kath. Kirche Danis,
GR. Radio SRF 1, 18.30 Uhr
Sonntag, 1. März
Perspektiven. Zwischen Abgasen, koscherer
Küche und Vorurteilen. Die ultraorthodoxe, zumeist
chassidische Gemeinde im Zürcher Kreis 3 lebt mehr
neben als mit der Mehrheitsgesellschaft. Ein Spazier-
Christkath. Predigt. P farrer Peter Grüter, Rheinfelden. Radio SRF 2 Kultur, 9.30 Uhr
Ev.-ref. Predigt. P farrer Ruedi Heinzer, Spiez. Radio SRF 2 Kultur, 9.45 Uhr
FILMTIPP
Difret – Das Mädchen Hirut. Die 14-jährige Hirut wird auf
dem Schulweg entführt und vergewaltigt. Auf der Flucht
erschiesst sie ihren Peiniger. Obwohl sie in Notwehr gehandelt hat, droht ihr die Todesstrafe. Denn auf dem Land
gilt in Äthiopien das Recht der Entführung zwecks Eheschliessung. Die Anwältin Meaza Ashenafi übernimmt Hiruts Verteidigung und widersetzt sich den Schikanen von
Polizei und Regierungsvertretern. Der Film beruht auf wahren Begebenheiten. Faszinierende
Bilder von Landschaften werden getrübt von der Darstellung einer versteinerten Tradition.
Hiruts Leiden und ihr ungewisses Schicksal machen betroffen. Immer deutlicher wird, dass
ihr Weg auch bei einem positiven Gerichtsentscheid steinig bleiben wird. ts
Foto: @Agora
Samstag, 21. Februar
Uma força especial
Justiça de Deus e justiça dos homens
Foto: Marie-Christine Andres
«Warum?», fragen wir uns oft, wenn wir die
Ereignisse der Gegenwart betrachten. Der Autor
des Textes betont, wie Jesus mit seiner Haltung
zu erkennen gab, dass wir nicht zum Scheitern
verurteilt sind: «Die Liebe ist stärker als der Tod.»
Embora seja uma tarefa diária,
todos os anos, na Quaresma, a
Igreja convida os seus membros
a fazer a revisão da vida a partir
de Jesus Cristo, tendo em conta
o seu testemunho e seus ensinamentos evangélicos, pela Oração,
Caridade, Coração purificado,
participação e vivência dos Sacramentos, particularmente a Eucaristia e a Reconciliação.
Os fiéis são exortados ao seguimento coerente de Jesus, lembrando se do que Ele disse
aos seus apóstolos: «Quem quiser ser meu
discípulo, renuncie a si mesmo, tome a sua
cruz e siga me.» Estas palavras têm uma força especial, ditas no contexto da confissão
de Pedro na Cesareia e da transfiguração
no Monte Tabor. A partir daí Jesus põe se a
caminho de Jerusalém, onde seria preso e
condenado à morte de cruz, num processo
sumário e demagógico. A recordação e celebração litúrgica destes passos de Jesus levantam várias questões, para as quais nem
sempre encontramos respostas satisfatórias.
ENIGMAS E A INJUSTIÇA
O sofrimento e a morte violenta de um inocente faz despontar em nós uma série de
porquês, a muitos dos quais só a resposta
do amor sem limites da parte de Jesus são
a única saída com futuro para a humanidade, enquanto o ódio, a inveja e o pecado da
parte dos que pediram e provocaram a sua
condenação e morte aumentam os enigmas
e a injustiça.
MEDITAÇÃO
Mas a Quaresma não é só uma meditação sobre uma figura importante do passado. No
que aconteceu com Jesus Cristo, descobrimos o nosso presente e a nossa participação
nessa história. Podemos dizer que o nosso
pecado, o nosso egoísmo, o nosso apego aos
bens materiais, a nossa ambição de poder e
de prazer, e também a nossa condição de fragilidade, continuam a ser a causa, directa ou
indirectamente, de muito sofrimento.
MAIS FORTE QUE A MORTE
Mas na atitude de Jesus também percebemos que não estamos votados ao fracasso:
o seu amor é mais forte que a morte. Por
isso Ele pôde exclamar e gritar: «Pai, não
se faça a minha vontade, mas a tua…, perdoa-lhes porque não sabem o que fazem…,
nas tuas mãos entrego o meu espírito...»
Perante muitos males, para os quais ainda
não encontramos soluções ou explicações
satisfatórias (os últimos acontecimentos da
França, por exemplo), como reagimos, que
atitudes assumimos? A do desespero ou a
da esperança, a da fé ou da negação de qualquer sentido, a da paralisia asfixiante ou a
da ajuda solidária?
SERES HUMANOS COMPASSIVOS
Estes e outros problemas põem a nossa fé à
prova. Felizmente, muitos procuram socorrer aqueles que sofrem, não os deixando sozinhos, entregues a si mesmos, sem a companhia de quem chore com eles, clame por
soluções e as procure. A humanidade parece
despertar do sono, da ilusão de um progresso
sem limites e sem vítimas. Aumenta o número daqueles que se aproximam das vítimas,
para sentir o seu sofrimento e procurar lenitivos. O lado bom, solidário, compassivo do
ser humano parece ganhar força, deixando
de apontar para os outros como os culpados
de todos os males e procurando eliminar do
próprio coração muitas das causas do afastamento, da discórdia e das injustiças. Numa
palavra, a mudança da mentalidade egoísta,
do rumo egocêntrico, do individualismo e
relativismo subjectivista começa a dar lugar
ao encontro com os outros, sobretudo com os
mais carenciados de pão, de amor e de paz. É
o processo de conversão, para a qual a Quaresma constitui uma forte interpelação. É o
tempo favorável para descobrir o sentido da
vida e pôr-se a caminho.
• P. MANUEL R. FREITAS
22. Februar 2015 | Contacto | Horizonte 7
Agenda
PfeFFeroni: Pfefferland. So 1. 3., 14.30 bis
16.30 Uhr. Restaurant Bijou, Bremgarten. Pfeffrige
Sünden in der Literatur und in der Bibel. Informieren – diskutieren – philosophieren. Der Anlass ist für
Frauen und Männer, Mitglieder und Nichtmitglieder
offen. Details: www.frauenbund-aargau.ch
Literatur im Gewölbekeller. Fr. 6. 3., 18 bis
21 Uhr. Propstei Wislikofen. Ein bunter «Gedankensalat» von Hanns Dieter Hüsch, gelesen und erklärt
von Horst Hablitz. Anmeldung: T 056 201 40 40
Dein Wort ist Licht und Wahrheit. D
i 10. 3.
und 17. 3., 19.30 bis 21.30 Uhr. Bildung Mobil, Sitzungszimmer, Klosterstrasse 12, Wettingen. Ein
neues Werkbuch für die Gestaltung von Wortgottesfeiern am Sonntag ist erschienen. Der Kurs bietet Einblick und Anregungen für die Praxis. Leitung:
Jürgen Heinze, Theologe. Anmeldung bis So 1. 3.:
T 056 438 09 40
Geld. Jenseits von Gut und Böse. M
i 11. 3., 14
bis 17.30 Uhr, Zeughaus Lenzburg, Ringstr. West 19,
Lenzburg. Einführung mit Celia Bachmann, Vertiefung für katechetisch Tätige mit Rainer Jecker. Anmeldung bis Mi 25. 2.: www.landeskirchen-ag.ch/
katechese-bildung, T 062 838 09 60
Shibasi. Fr 13. 3., 9 bis 11 Uhr. Pfarreisaal St. Sebastian, Wettingen. Durchatmen, innehalten und zur
Ruhe und zu mir selbst kommen. Die 18 heilenden
Bewegungen des Shibashi basieren auf dem steten
Wandel des Lebens. Leitung: Susanne Andrea Birke.
Anmeldung bis Di 3. 3.: T 056 438 09 40
Atmen und Bewegung. So 15. 3., 14 bis 17
Uhr. Ref. Kirche Teufenthal. Empfinden, sammeln, atmen nach Middendorf. Leitung: Esther Worbs, Pfarrerin; Susanne Andrea Birke, Theologin. Kosten: 20
Franken. Anmeldung bis Do 5. 3.: T 056 438 09 40
Drei für eins. M
o, 16. 3., 14 bis 17 Uhr. Bullingerhaus, Jurastrasse 13, Aarau. Das trinitarische Gottesbild als Herausforderung in der Praxis mit Moni
Egger. Anmeldung bis Mo 2. 3.: T 062 838 09 60,
www.landeskirchen-ag.ch/katechese-bildung
16 Horizonte | Agenda | 22. Februar 2015
KURZ NOTIERT
Menschen mit Depression im Alter k ompetent begleiten. Sa 21. 3., 9.30 bis 16.30 Uhr. Propstei
Wislikofen. Hilfreiche Strategien in der Begleitung
kennenlernen. Leitung: Elisabeth Mutert-Hertrampf,
Pflegefachfrau. Anmeldung: T 056 201 40 40.
Foto: zvg
Bildung
Shibashi und Achtsamkeit. Sa 21. 3., 10 bis
17 Uhr. Propstei Wislikofen. Durch Bewegungsmeditation Krisen bewältigen. Susanne Andrea Birke,
Shibashi- und JSJ-Selbsthilfelehrerin. Anmeldung:
T 056 201 40 40
Kirchenmusik
«Nacht der Begegnungen – Nacht
der Lichter»
Eine Veranstaltung der Pfarreien Fischbach-Göslikon – Niederwil – Waltenschwil
und Wohlen für Jugendliche und Erwachsene. Freitag, 13. März, 19.15 Uhr im Chappelehof, Kapellstrasse 4, Wohlen.
Kammerkonzert. Do 19. 2., 19.30 Uhr. Pfarreiheim
St. Sebastian, Wettingen. Bohuslav Matoušek, Violine,
und Petr Adamek, Klavier, spielen Werke von Dvořák,
Smetana, Janáček und Martinů. Eintritt: 20 Franken.
Benefizkonzert m
it den Lengnauer Chören
zugunsten Fastenopfer und Brot für alle. So 22. 2.,
16 Uhr. Martinskirche Lengnau. Eintritt frei, Kollekte.
Orgelkonzert. So 1. 3., 17 Uhr. Kirche St. Peter
und Paul, Villmergen. Der Villmerger Kirchenmusiker
Stephan Kreutz spielt auf der Metzler-Orgel Werke
von J. S. Bach, C. Saint-Saëns und J. Alain sowie eine
Improvisation. Eintritt frei, Kollekte.
«Verweilen mit Mozart». M
o 2. 3., 18 Uhr.
Mozart-Raum Aarburg, Landhausstrasse 5. Klavierkonzert KV 488 mit Monika Müller-Naef, Zürich. Reservation: T 062 791 18 36, [email protected],
www.mozartweg.ch
Stellen
Servicemitarbeiter/in (40–60 %). D
ie Propstei
Wislikofen sucht per 1. 3. einen Servicemitarbeiter,
eine Servicemitarbeiterin. Aufgaben: Service von Frühstück, Mittag- und Abendessen, Geschirr­reinigung,
Betreuung von Kaffeepausen im Seminarbereich. Vor­
aussetzungen: fundierte Service-Erfahrung, Schweizerdeutsch oder einwandfreies Deutsch, Zuverlässigkeit. Infos: Anita Kim, Hotelleitung, T 056 201 40 40.
Bewerbung: [email protected]; Ausführlicher Stellenbeschrieb: www.horizonte-aargau.ch/stellen.
www.kath-niederwil.ch
Weitere Angebote
Väter-Kinder-Zmorge. So 15.3., 9 bis 11 Uhr.
Familienzentrum Karussell, Baden. Gemeinsam mit
anderen Vätern und Kindern frühstücken, sich austauschen, spielen… Leitung: Kathie Wiederkehr,
Familienzentrum Karussell; Kurt Adler-Sacher, Bildung Mobil. Kosten: Erwachsene 10 Franken, Kinder
50 Rappen pro Lebensjahr. Anmeldung bis Do 12. 3.:
T 056 222 47 44
Silja Walter. Stadt ohne Tod. S a 21. 3., 19 bis
20 Uhr. Ref. Kirchgemeindehaus, Frick. Einführung
ins Theaterstück. Vor der Aufführung des Theaters 58
um 20 Uhr stehen die Person der Schweizer Ordensfrau Silja Walter und ihr Werk im Mittelpunkt. Leitung: Bernhard Lindner, Theologe. Ohne Anmeldung.
Weitere Informationen
www.horizonte-aargau.ch/events
Download

09/10